ArrayDie Stadt Arungen in Norwegen war Austragungsort für den Baltic-Cup der zehn Ostsee-Anrainerstaaten. Auch die deutsche U-18-Junioren-Nationalmannschaft nahm an diesem internationalen Ruderpokalwetkampf teil. Vom Frankfurter Ruderclub von 1882 wurde Bodo Schacher durch DRV-Bundestrainerin Brigitte Bielig dafür nominiert.
Siegreich in Norwegen: Der DRV-Juniorenvierer mit dem Frankfurter Bodo Schacher (2. v. r.) vom FRC von 1882 Foto: dsc
Nach rechtzeitiger Anreise mit dem Flugzeug und anschließendem Bustransfer fand das abschließende Wassertraining auf einem Natursee statt, der zirka 30 Autominuten von Oslo entfernt ist. Der erste Wettkampftag präsentierte sich von seiner Schokoladenseite. Viel Sonnenschein, leichter Schiebewind und milde Temperaturen sorgten für optimale Regattabedingungen.
Zusammen mit den Ruderern Philip Hagenau (RC Plaue), Gilbert Klinger (Potsdamer RG) und Schlagmann Maximilian Fay aus Offenbach ging es für Bodo Schacher im Riemen-Vierer ohne Steuermann am ersten Wettkampftag über die Olympische Distanz (2000 m). Gegen die Mannschaften aus Polen, Litauen und zwei norwegische Mannschaften wurde um internationales Edelmetall gerudert.
Gleich vom Start weg konnte sich das deutsche Boot absetzen und ein kontrolliertes, technisch anspruchsvolles Rennen bis ins Ziel rudern. Mit deutlichem Vorsprung und einer respektablen Zeit erkämpfte sich die DRV-Mannschaft ihre erste Goldmedaille.
Und so ging die deutsche Crew am darauffolgenden Tag über die 500-m-Sprintdistanz als Favorit ins Rennen. Diesmal waren aber die Witterungsbedingungen alles andere als optimal. Temperaturen um die 5° C, starker Wind und für Ruderboote schon fast zu hohe Wellen bestimmten diesmal das Regattageschehen. Dabei wurde von den Ruderern alles abverlangt. Die vom Bootstrainer Andreas Herdtlitschke angestrebte Bestzeit konnte unter diesen Bedingungen freilich nicht errudert werden. Aber mit Kampfgeist und Willensstärke wurden die außergewöhnlichen Naturgewalten bezwungen und das Rennen abermals gewonnen. In der Gesamtwertung konnte das deutsche Juniorenteam die Nationenwertung für sich entscheiden.
Nach der verletzungsbedingt verpassten WM-Teilnahme im Sommer fand für FRC-Hoffnung Bodo Schacher die Saison somit doch noch ein versöhnliches Ende.

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