Woltersdorf (moz) Am Sonnabend haben Gabelstapler-Fahrer in Woltersdorf erstmals ihr Können gemessen. Auf drei Parcours ging es um Schnelligkeit und Geschicklichkeit. Das Rennen kam bei Teilnehmern und Zuschauern gut an.
Von Anke Beißer
Auf dem Gewerbegebiet am Berghofer Weg in Woltersdorf herrschte am Sonnabend reger Betrieb. Ein Flohmarkt, eine Bühne mit wechselndem Programm sowie Imbiss- und Informationsstände sorgten für Volksfeststimmung. Im Herzen des Areals war eine Fläche mit Flatterband abgetrennt. Und was sich auf ihr abspielte, war der Anlass für viele neugierige Blicke, Daumendrücken und den Wunsch, es selber mal zu probieren. Denn hier waren Parcours abgesteckt, auf denen Gabelstapler ihre Runden drehten. Und irgendwie schien von den Fahrzeugen eine besondere Faszination auszugehen. Denn an dem „Gefährt für jedermann“ bildete sich immer wieder eine längere Schlange.
Stolz kletterte auch Paul Mühlbach (9) aus Woltersdorf hoch in den Stapler. Er hatte die Technik natürlich nicht alleine in der Hand, sondern ließ sich von seinem Cousin, Sascha Hinz aus Neutrebbin, begeistert in die Feinheiten des Bedienens einweisen. Der 22-Jährige ist Lager- und Logistikarbeiter in Freienbrink und hätte gern selbst an dem Wettbewerb teilgenommen, hatte aber gehört, dass eine Anmeldung nicht mehr möglich sei. Nach der Probefahrt mit dem Junior fragte er dann doch noch kurzerhand beim Veranstalter an und bekam seine Chance in das Geschehen einzugreifen. „Ich freue mich, dass es noch geklappt hat“, sagte seine Tante, Kathrin Mühlbach aus Woltersdorf, am Rande. Schließlich sei er extra wegen der Veranstaltung hergekommen.
Nun also musste Sascha Hinz sich den gleichen Herausforderungen stellen wie seine 14 Kontrahenten, darunter Nicole Ulrich als einzige Frau. Drei Aufgaben warteten auf den 22-Jährigen. Drei Gitterboxen galt es ab- und aufzustapeln sowie dazwischen einen Slalomkurs – vorwärts und rückwärts – zu absolvieren. An Station zwei warteten zehn Bierkisten, die ebenfalls ab- und aufgestapelt werden mussten – wobei als zusätzliches Hindernis ein Tor zu durchfahren war. Und dann warteten auch noch drei Fässer auf den Transport in eine Gitterbox. Für jede Aufgabe wurde die Zeit gestoppt, Fehler mit Strafsekunden geahndet.
Für Sascha Hinz und auch Nicole Ulrich zählte am Ende vor allem der Spaßfaktor. Gegen die Spezialisten konnten sie nichts ausrichten, belegten mit 2343 beziehungsweise 2809 Zählern die beiden letzten Plätze. Den Siegerpokal nahm Armin Benecke (1353) mit ins Else-Weser-Land. Immerhin sorgte Alexander Wyschka (1409) dafür, das ein Treppchenplatz, nämlich der 3., an den Mitveranstalter, das Service-Center Stanjek, ging.
Das Organisationsteam um Yvonne Krappmann, Ralph Albrecht und Thomas Fink war jedenfalls zufrieden mit der Premiere. Sie planen auch schon die nächsten Events. „Wir denken an Veranstaltungen für die ganze Familie – ein Countryfest, ein Oktoberfest, einen Weihnachtsmarkt, sagt Yvonne Krappmann.

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