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Fürstenwalder Ortsverband des Technischen Hilfswerkes seit 20 Jahren im Einsatz / Viele Ehrungen zum Jubiläum

Helfer feiern bis tief in die Nacht

Zu den Geehrten gehörten die THW-Mitglieder Jens Bläske (l.) und Andreas Rösner (2.v.r.) sowie der Förderer Karsten Ziehm. Ein Dank ging auch an Frank Mettchen, Vorsitzender vom Helferverein des THW.
Zu den Geehrten gehörten die THW-Mitglieder Jens Bläske (l.) und Andreas Rösner (2.v.r.) sowie der Förderer Karsten Ziehm. Ein Dank ging auch an Frank Mettchen, Vorsitzender vom Helferverein des THW. © Foto: alexander winkler (freischaffend
Anke Beißer / 18.12.2011, 20:50 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Seit 20 Jahren gibt es die Fürstenwalder Ortsgruppe des Technischen Hilfswerkes (THW). Das Jubiläum wurde am 17. Dezember im Trebuser "Seeblick" gebührend gefeiert. Nach den Ehrungen vergnügten sich die 120 Gäste - Mitglieder, Angehörige, Freunde und Förderer - bis in die Nacht hinein.

Die Feier, so lobt Andreas Rösner, Gruppenführer beim Fürstenwalder THW, sei ein voller Erfolg gewesen. Bis tief in die Nacht hinein haben die Mitglieder der Ortsgruppe mit Angehörigen, Freunden und Förderern gefeiert. Das 20-jährige Bestehen der Einsatztruppe war dafür Grund genug. Nach den dazu gehörenden Ehrung sowie einer leckeren kulinarischen Stärkung wurde noch lange getanzt.

So ein Jubiläum bietet jedoch auch immer Anlass, sich an den Weg bis hierher zu erinnern. Gegründet wurde der THW-Ortsverband am 13. Dezember 1991. Damals wurden vor dem Fürstenwalder Rathaus erstmals die blauen Fahnen der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk gehisst. Die Helfer richteten sich zuerst am Kiesweg, später am Fuchsbau ein. Im Oktober 1993 erfolgte die erste Alarmierung, wurden die Mitstreiter zu einem Unfall auf der Autobahn gerufen. Die Liste der eingeschriebenen Helfer beim Fürstenwalder THW zählt mehr als 270 Namen. Aktuell sind es 50 Mitstreiter, 33 davon im Einsatzdienst.

Der ist sehr vielfältig und umfasst über die Jahre auch einige spektakuläre Beispiele. Beim damals traditionellen Fürstenwalder Flugplatzfest stürzten 1994 drei Feuerwehrmänner mit einer Krangondel ab. Die THW-Helfer leisteten die Erste Hilfe und sicherten die Unfallstelle ab. Als im November 1995 in Rüdersdorf ein Wohnhaus explodiert war, wurden die Spreestädter ebenfalls unterstützend zur Hilfe gerufen. Zwei Jahre später forderte das Oderhochwasser dem Ortsverband alles ab - mehr als drei Wochen waren die Helfer insgesamt 6655 Stunden im Einsatz. Im Sommer 2000 baute das hiesige THW für die Gemeinde Woltersdorf als Behelf für die Zeit der Schleusensanierung eine Fußgängerbrücke. Unvergessen bleibt auch ein Einsatz vom Februar 2001. Damals war ein Haus in Eisenhüttenstadt explodiert. Das THW suchte mit den Eisenhüttenstädter Feuerwehrleuten nach fünf vermissten Personen, konnte diese aber nur noch tot bergen.

Im August 2001 bugsierten die Einsatzkräfte eine auf einem Feld bei Buchholz notgelandete Cessna via Straße und unter Polizeischutz zum nahen Flugplatz. Über die Jahre haben die wetterbedingte Einsätze zugenommen, wird die immer besser ausgestattete Truppe häufiger wegen Schnee-, Wasser- und Sturmschäden und zu Unfällen gerufen. In der Region besonderes gefordert waren die Fürstenwalder 2010/11 beim Spreehochwasser. Und der Ortsverband wurde erneut wegen einer Haus-Explosion benötigt - diesmal wurden die Helfer nach Erkner gerufen.

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