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Detlef Klementz 20.12.2011 06:27 Uhr
Red. Strausberg, strausberg-red@moz.de

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Neues Labor für Milchuntersuchung

Waldsieversdorf (MOZ) Im Beisein des Ministers für Infrastruktur und Landwirtschaft Jörg Vogelsänger (SPD) wurde gestern auf dem Gelände des Landeskontrollverbands Brandenburg der Grundstein für ein neues Laborgebäude gelegt. Die Mittel in Höhe von 430 000 Euro hat die Einrichtung selbst erwirtschaftet.

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© MOZ Gerd Markert

Geschäftsführer Manfred Hammel strahlte gestern Vormittag über das ganze Gesicht. Das hatte zweifellos mit der Grundsteinlegung für den Neubau zu tun. Zumal der Termin durch den Besuch von Minister Jörg Vogelsänger noch aufgewertet wurde. Hammels Strahlen hatte aber auch noch einen ganz persönlichen Grund: Der Geschäftsführer des Landeskontrollverbands ist gestern Opa geworden. Das teilte er aber erst ganz zum Schluss mit, als er die kleine Milchkanne füllte. Die ist nämlich an Stelle der sonst obligatorischen Kartusche bei der Grundsteinlegung versenkt worden. Gefüllt worden war sie zuvor unter anderem mit Informationsmaterial des Kontrollverbands, Bauunterlagen, Münzen und einer aktuellen Märkischen Oderzeitung. Vor Mitarbeitern und Vertretern bauausführender Firmen teilte Armin Fundhella vom Hennickendorfer Architekturbüro Procon einige Fakten zum Neubau mit. Danach ist die Grundfläche 23 Meter lang und zwölf Meter breit. Im Erdgeschoss wird das mikrobiologische Labor untergebracht. Dazu muss es aus einem anderen Gebäude umziehen. Die Räumlichkeiten dort sollen künftig anders genutzt werden. Wie, das wollte Geschäftsführer Manfred Hammel gestern noch nicht öffentlich machen. Die Konkurrenz müsse das nicht jetzt schon wissen, sagte er mit einem Schmunzeln.

Im Obergeschoss des neuen Laborgebäudes sollen nach Angaben des Architekten vor allem Lagerräume eingerichtet werden. Wenn alles planmäßig verlaufe, werde im zweiten Halbjahr kommenden Jahres Einweihung gefeiert.

Minister Vogelsänger hörte gern, dass ausnahmslos Firmen aus der Region mit dem Projekt befasst sein werden, wobei einige der Aufträge noch vergeben werden müssten. Zudem freue er sich, dass der Neubau ohne Fördermittel errichtet werden könne, sagte er in Richtung Geschäftsführer Hammel. Der nickte und erklärte, die nötigen 430 000 Euro habe der seit 1990 bestehende Landeskontrollverband mit seinen insgesamt 117 Mitarbeitern, von denen 60 in Waldsieversdorf tätig sind, erwirtschaftet. Vor der Grundsteinlegung hatte Geschäftsführer Hammel den Minister durch die verschiedenen Laborräume geführt.

Zuerst ging es durch das Milchlabor, in dem die Milch der Brandenburger Bauern regelmäßig auf Fett-, Eiweiß-, Laktose- und Zellgehalt untersucht wird. In einer anderen Abteilung werden die Futtermittel unter die Lupe genommen, übrigens nicht nur aus Brandenburg. Renate Fuhr und Sigrid Schneider untersuchen derzeit beispielsweise Versuchsproben im Auftrag eines Instituts aus Straubing (Bayern). Auch Landwirte aus verschiedenen Teilen der Bundesrepublik schicken ihre Proben nach Waldsieversdorf. „Die Kunden wissen unsere Qualität zu schätzen“, sagt der stellvertretende Geschäftsführer Jörg Höfener und verweist auf „sehr gute Beziehungen“ des Verbands.

Zuletzt warf Minister Vogelsänger noch einen Blick in das mikrobiologische Labor. Dort wird festgestellt, ob die Kühe gesund sind. Täglich können laut Manfred Hammel bis zu 10 000 Milchproben untersucht werden. Da sei die Waldsieversdorfer Einrichtung bundesweit Spitze. Damit das auch so bleibt, sollen ab dem kommenden Jahr die neuen Räume genutzt werden.

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