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Solar-Rekord verteuert Strom

Berlin (dpa) Noch nie gingen so viele Solaranlagen ans Netz wie 2011. Dadurch könnten die Kosten für die Verbraucher aus dem Ruder laufen. Diese müssen die Förderung über den Strompreis bezahlen. Daher fordern Verbraucherschützer nun eine drastische Kappung der Solarförderung.

  Förderung vor dem Aus: Billigmodule aus China und die gute Förderung der Solarenergie zu Lasten der Verbraucher haben zu einem neuen Rekord beim Errichten von Solaranlagen geführt.  © dpa

Nach dem Rekordzuwachs an neuen Solaranlagen im vergangenen Jahr schließt Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) eine weitere Kappung der Förderung nicht aus. Bei Branchengesprächen in der übernächsten Woche gehe es auch um eine weitere "Verstetigung" von Förderkürzungen, sagte Röttgen in Berlin. Im Dezember war eine neu installierte Photovoltaik-Leistung von 3000 Megawatt gemeldet worden - so viel wie nie zuvor in einem Monat. Insgesamt gingen nach dem bisherigen Rekordjahr 2010 (7400 Megawatt) 2011 Solaranlagen mit einer Leistung von 7500 Megawatt neu ans Netz.

Die Verbraucherzentrale Bundesverband fordert daher eine massive Kappung der Solarstrom-Förderung. "15 Cent je Kilowattstunde für eine Dachanlage reichen vollkommen aus, sagte Energieexperte Holger Krawinkel. Derzeit gibt es nach einer Kürzung im Januar um 15 Prozent noch 24,43 Cent. Laut Krawinkel muss eine weit rigorosere Kappung her. Denn durch den anhaltenden Boom steigen die Kosten für die Verbraucher.

Der Bundesverband Solarwirtschaft betonte, durch das starke Wachstum der Photovoltaik steige deren Anteil am Stromverbrauch 2012 auf über vier Prozent. Der Verband erwartet einen Beitrag von über zehn Prozent im Jahr 2020. Die Lage innerhalb der Branche bleibe vor dem Hintergrund weltweiter Überkapazitäten, eines harten Wettbewerbs und der starken Förderkürzung angespannt.

Röttgen verfolgt bisher das Modell eines "atmenden Deckels". Geht eine bestimmte Anzahl neuer Anlagen ans Netz, sinkt automatisch die Förderung - für Sonnenstrom gibt es zur Beschleunigung des Ausbaus erneuerbarer Energien Vergütungen, die deutlich über den Marktpreisen liegen. Solarenergie kostet die Verbraucher fast drei Mal so viel wie Windstrom, der an Land erzeugt wird - bei weniger Stromertrag. Im Juli wird die Förderung um weitere 12 bis 15 Prozent sinken. Röttgen betont, bis 2013 wird die Vergütung seit Beginn der Amtszeit der schwarz-gelben Koalition um mehr als 50 Prozent gesunken sein.

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hält das nicht für ausreichend: Er fordert eine Begrenzung des Zubaus auf 1000 Megawatt pro Jahr. Denn da durch eine Überschwemmung des Marktes mit billigen Solarmodulen aus China der Preis rasant fällt, drohen die Kosten für die Verbraucher aus dem Ruder zu laufen.

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17.05.2012 00:22:28 patrick wegner

lärmschutzunsinn

17.05.2012 00:00:47 G.W.

Oh.....mit leichten Handfeuerwaffen....

17.05.2012 00:00:19 Segel setzen!

@ Sepp

17.05.2012 00:00:13 Segel setzen!

@ Sepp

16.05.2012 23:42:52 G.W.

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