Montag, 21. April 2014



Manja Wilde 09.01.2012 19:55 Uhr - Aktualisiert 09.01.2012 19:56 Uhr
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Schöneicher Schauspieler Jürgen Hentsch wird beigesetzt

Schöneiche/Berlin (MOZ) Der Schauspieler und Charakterdarsteller Jürgen Hentsch, der viele Jahre in Schöneiche gelebt hat, wird am Dienstag auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin beigesetzt. Die Trauerzeremonie beginnt um 11 Uhr in der Kapelle, teilte seine Witwe Wassilka Hentsch am Montag mit. Hentsch, der zu den markanten Köpfen des deutschen Fernsehens und Theaters gehörte, war am 21. Dezember nach langer, schwerer Krankheit verstorben. Zu seinen bekanntesten Rollen gehörte die des Schriftstellers Heinrich Mann in Heinrich Breloers Dokumentations-Spielfilm „Die Manns“. Dafür wurde er mit dem Grimme-Preis geehrt. Aber auch SPD-Politiker Herbert Wehner und Shakespeares Macbeth setzte Hentsch eindrucksvoll um.

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Jürgen Hentsch: 2004 stand der Schauspieler beim Tatort-Dreh vor der Kamera.  

Jürgen Hentsch: 2004 stand der Schauspieler beim Tatort-Dreh vor der Kamera.

© MOZ

Mit der Bestattung auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof wird Jürgen Hentsch auch in unmittelbarer Nachbarschaft von Heinrich Mann beigesetzt, sagte Wassilka Hentsch. Sie betrachte dies als „große Ehre.“ Die Familie hatte sich diese letzte Ruhestätte gewünscht. Silke Panzner, eine ehemalige Kollegin vom Deutschen Theater, setzte diesen Wunsch mit Unterstützung des Berliner Staatssekretärs André Schmitz um. Zu den Trauerrednern gehören die Schauspieler Udo Samel, Michael Mendl und Jutta Wachowiak.

Jürgen Hentsch hinterlässt neben seiner Ehefrau Wassilka Hentsch (70), mit der er 35 Jahre verheiratet war, zwei Kinder aus erster Ehe. Auf Wunsch des Schauspielers lebte das Paar in Schöneiche. „Er liebte den Wald und war viel mit den Hunden spazieren“, blickt die Witwe zurück. Bis zuletzt hatten sich Jürgen Hentsch und seine Frau in einer Bürgerinitiative zum Ausbau der Brandenburigschen Straße engagiert. Ende des Monats will Wassilka Hentsch das Haus in der Waldgartenkulturgemeinde verkaufen und in ein Anwesen am Wannsee, das sie und ihr Mann ebenfalls seit längerem besessen hatten, umziehen, kündigte sie an.

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