Frankfurt (Oder) (MOZ) Spieglein, Spieglein an der Wand", fragt die Königin im Märchen von Schneewittchen ihren Spiegel. Und der antwortet ihr.
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Reden können die Spiegel im Experimentier-Museum Phaeno in Wolfsburg zwar nicht, aber dafür erleben Besucher mit ihnen viele verrückte Dinge. Der neunjährige Constantin hat sich mit seinem Vater vor einen großen beweglichen Spiegel gestellt. Drückt er auf einen Knopf mit der Aufschrift "Bauchtanz", fängt der biegsame Spiegel an wie wild zu wackeln. Constantin und sein Papa erscheinen darin mal klein und kugelrund und dann wieder langgezogen und ganz dünn. Constantin hat seinen Spaß mit dem Biegespiegel.
Im Museum kann er mit noch mehr seltsamen Spiegeln spielen. Einer verspiegelten Säule zum Beispiel mit einer komisch verzerrten Bank davor. Wer auf der Bank Platz nimmt, sieht sich in der Säule auf einem ganz normalen Stuhl sitzen - und hat plötzlich superkurze Beine. Ein Zauberspiegel hingegen verrät, wie Spiegel für Tricks verwendet werden. I
n einem Hohlspiegel, der in einer dunklen Röhre steckt, kann sich der Besucher sogar selber die Hand schütteln. Solche Hohlspiegel befinden sich übrigens auch in Taschenlampen. Der Rasierspiegel im Bad, der jedes Gesicht riesig vergrößert, ist auch ein Hohlspiegel.
Die allerersten Spiegel, die sich Menschen in ihre Behausungen holten, waren vermutlich flache, mit Wasser gefüllte Schüsseln. Die Steinzeitmenschen haben sie vielleicht zum Schminken gebraucht - das Bemalen des Körpers war damals schon aktuell. Die ältesten Spiegel, die Archäologen ausgegraben haben, stammen aus der Türkei und sind 9000 Jahre alt. Es sind schwarze geschliffene Steine, die Obsidian heißen. Jahrtausende später benutzten die alten Ägypter und Griechen blankgeputzte Metallplatten aus Bronze oder Silber, um sich zu betrachten. Erst im Mittelalter wurden Spiegel aus Glas erfunden. Berühmt waren die Spiegelmacher aus dem italienischen Venedig. Ihre Produkte waren ein Luxus, den sich nur Reiche kaufen konnten.
Erst als vor etwa 200 Jahren Spiegel in Fabriken produziert werden konnten, wurden sie so billig, dass sie sich jeder leisten kann. Unser Badezimmerspiegel zum Beispiel wird heute meist aus einer Glasplatte hergestellt, die auf der Rückseite ganz dünn mit Aluminium beschichtet ist.
Der größte Spiegel der Welt passt weder ins Bad noch ins Wolfsburger Museum. Er steht in den USA, auf einem Berg. Es ist ein acht Meter großes Teleskop, mit dem Astronomen nach fernen Sternen suchen. Dieser Spiegel ist so gewaltig, dass er selbst das Licht eines 10 000 Kilometer entfernten Glühwürmchens einfangen kann.
www.phaeno.de
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Neueste Kommentare
17.05.2012 00:22:28 patrick wegner
lärmschutzunsinn
17.05.2012 00:00:47 G.W.
Oh.....mit leichten Handfeuerwaffen....
17.05.2012 00:00:19 Segel setzen!
@ Sepp
17.05.2012 00:00:13 Segel setzen!
@ Sepp
16.05.2012 23:42:52 G.W.
Die Katzenberger