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Perfektionisten und Draufgänger in Ladeburg

Keine Angst vor tiefem Wasser: die Bernauerin Anja Hellwig und ihre sechsjõhrige Tochter mit ihrem Shetland-Pony Spike Foto: Ulli Winkler
Keine Angst vor tiefem Wasser: die Bernauerin Anja Hellwig und ihre sechsjõhrige Tochter mit ihrem Shetland-Pony Spike Foto: Ulli Winkler © Foto:
SRAKITINN / 24.08.2009, 06:15 Uhr
Ladeburg () Das Ladeburger Kutschencorso scheint sich zu einem Anziehungspunkt in der Region zu entwickeln. Zu dem erst zum zweiten Mal stattfindenden Spektakel auf dem "Botha-Hof" kamen am Sonnabend hunderte Besucher.

Jens Thaute und Wolfgang Bohn sind Perfektionisten. Nach der Premiere ihres Kutschenkorsos im vergangenen Jahr haben sie diesmal aufgeboten, was sie können. Fast zwei Wochen haben sie gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr und vielen anderen Helfern aus dem Ort die Festwiese gestaltet. Der Parcours ist mit 13 Hindernissen aus Strohballen und bunten Hürden ausgestattet. Um den "Wassergraben" haben sie bunte Blumen drapiert. Selbst eine Tribüne ist angeliefert worden. Verkaufsstände mit kulinarischen Köstlichkeiten und Getränken machen die Großen, Spielplatz, Hüpfburg und Kinderschminken die Kleinen glücklich.

Entsprechend groß ist der Andrang. "Ganz Ladeburg ist auf den Beinen", freut sich Ortsvorsteher Horst Seefeld. Aber auch aus Bernau, Panketal und Berlin sind Pferde- und Kutschenliebhaber gekommen.

Sechs Einspänner, vier Zweispänner mit Pony und neun Zweispänner mit Großpferd treten beim Wettbewerb. Erstmals ist auch Jens Thaute mit einem eigenen Gespann dabei. "Wir haben zwei alte Damen gekauft, die Erfahrung haben", erzählt Vater Dieter Thaute. "Ich hab zu meinem Sohn gesagt, wenn wir keine Erfahrungen im Gespannfahren haben, müssen wir Pferde haben, die es uns beibringen." Die Rechnung geht auf. Mit "Sjena" und "Czarunska" bewältigen Thaute Junior und sein Partner Bohn den Parcours ohne Fehler in einer Zeit von 119,70 Sekunden und siegen damit in der Kategorie "Zweispänner mit Pony".

Erklärte Lieblinge des Publikums sind allerdings die ganz kleinen Pferde. Wie "Spike", das schwarz-weiß gefleckte Shetland-Pony von Anja Hellwig aus Bernau. Das vier Jahre alte Tier ist gerade einmal 97 Zentimeter groß. Als Anja Hellwig ihren Einspänner zum Wassergraben lenkt, halten viele im Publikum vor Spannung die Luft an. Wird "Spike" das Hindernis nehmen oder darin untergehen? Das Pony zeigt sich als wahrer Draufgänger und bewältigt den Wassergraben mit Bravour. Für den Siegerpokal reichts zwar nicht, aber ein guter 4. Platz bei den Einspännern ist Anja Hellwig und Spike sicher.

Einspänner:

1. Jacqueline Haase mit Avanti (122,44s/ohne Fehler); 2. Korinna Gadenne mit Ramses (122,82s/o.F.); 3. Jean-Carsten Lüttig mit Arim (158,52s/o.F.)

Zweispänner Pony:

1. Jens Thaute mit Sjena und Czarunska (119,70s/o.F.); 2. Andreas Boßdorf mit Püppi und Lena (124,75/o.F.); 3. Denise Ehrbar mit Ginga und Sunny Eleisa (134,25/o.F.)

Zweispänner Großpferd:

1. Wolfhard Westpfahl mit Hansi und Baron (124,38/o.F.); 2. Olaf Papke mit Max und Oli (146,82s/o.F.); 3. Andreas Dittmann mit Angelin und Hera (151,16s/o.F.)

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