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Verein Slubfurt stellt neue Projekte vor / Kinder malen ihr Leben auf beiden Seiten der Oder

Grenzenloser Stadtplan

Blick auf zwei Städte: Toni Lange, Daria Maksymocicz, Katharina Braisch und Jana Bewersdorf informieren sich in der neuen Broschüre "Geschichte für alle" und werfen einen Blick auf den Stadtplan. 
auf interessante Orte auf dem Stadtplan.
Blick auf zwei Städte: Toni Lange, Daria Maksymocicz, Katharina Braisch und Jana Bewersdorf informieren sich in der neuen Broschüre "Geschichte für alle" und werfen einen Blick auf den Stadtplan. auf interessante Orte auf dem Stadtplan. © Foto: Anna Pröschild
Anna Pröschild / 20.01.2012, 07:34 Uhr
Slubice (MOZ) Endgültig untergebracht: Die Slubfurt-Mediathek hat ihren Platz im Collegium Polonicum gefunden. Beim Neujahrempfang am Mittwochabend stellte der Verein das Projekt vor. Präsentiert wurde auch ein zweisprachiger Stadtplan.

Mehr als 60 Interessenten aus Deutschland und Polen drängten sich Mittwochabend in den Eingangsbereich der Bibliothek. Denn Vertreter des Vereins Slubfurt sowie Studierenden der Europa-Universität Viadrina präsentierten aktuelle grenzüberschreitende Ideen.

"Im Rahmen eines Seminars haben wir uns mit der Problematik Identität auseinandergesetzt. Dazu haben wir Grundschüler in Frankfurt und Slubice besucht und ihnen die Möglichkeit gegeben, ihr Slubfurt aufzuzeichnen", berichtete die 21 Jahre alte Kulturwissenschafts-Studentin Marie Günther. Die Kunstwerke von Schülern der Frankfurter Grundschule Mitte und den Slubicer Schülern der "Szokola Podstawowa Nr. 2" hängen nun in der extra zum Thema Slubfurt angelegten Mediathek im Collegium Polonicum einen Monat lang aus. "Ich war sehr überrascht über die große Offenheit der Drittklässler zum Leben dies- und jenseits der Oder", resümiert Roland Polanski, 26 Jahre alt.

Ob Marienkirche, McDonalds oder Park, beim Zeichnen wurden den Schülern keine Grenzen gesetzt. Um die Verbindung zwischen Frankfurt und Slubice aufzuzeigen, wurde auf allen Bildern eine Brücke symbolisiert. Auch der 26-jährige Michal Gawril ist einer der zehn Studierenden, die sich innerhalb des derzeit laufenden Wintersemesters mit Klischees und Stereotypen zwischen den Nachbarländern beschäftigen: "Die Arbeiten mit den Kindern hat großen Spaß gemacht und darüber hinaus habe ich erfreut festgestellt, dass die Neun- bis Zehnjährigen noch keine Vorurteile haben", berichtete er von seinen Erfahrungen.

Im weiteren Verlauf des Abends stellte der Slubfurt-Initiator Michael Kurzwelly die Mediathek im dritten Stock der Bibliothek vor. Verschiedene Musik-Kassetten, eine Sammlung deutsch-polnischer Literatur, aber auch Filme über die Geschichte und Gegenwart der grenzüberschreitenden Region laden Besucher zum Anschauen ein. "Derzeit gibt es circa 300 bis 400 Exemplare. Jeder kann dazu beitragen, den Bestand zu vergrößern, beispielsweise durch einen Gegenstand mit persönlichem Hintergrund", sagt Michael Kurzwelly.

Das Highlight der Veranstaltung wurde allerdings von Stephan Felsberg, dem Geschäftsführer des Instituts für angewandte Geschichte, vorgestellt: Ein kostenloser deutsch-polnischer Stadtplan sowie eine Broschüre mit dem Motto "Geschichte für alle!" (Historia dla wszystkich!). "Beispielsweise befindet sich das sehr westlich gelegene Informations- und Dokumentationszentrum der BSTU mit auf diesem Plan. Der Stadtplan hat so genannte "History Tips", diese sind mit Sternen gekennzeichnet und verweisen auf besondere Sehenswürdigkeiten", erklärt Stephan Felsberg.

Informationen im Internet unter: www.slubfurt.net; www.instytut.net

Kommentare

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fran 26.01.2012 - 08:37:45

@C.Machalowski

Aha wieso nur zwei Dinge? Wo ich doch Ihre Aussage zu Angebot und Nachfrage doch auch bestaetigt habe. Sagen Sie bloss Sie stimmen Ihren eigenen Worten nicht zu. Das ist wirklich interessant. Ansonsten toller Geschichtsbeitrag, den ich mit meinem eingeschraenkten Horizont jetzt nicht so richtig zuordnen konnte. Wenn die Polen irgendwelche Heldenveranstaltungen durchfuehren, wo Schauspieler in SS Uniform spielerisch nieder gestreckt werden, weil es ja nur eine historische Darstellung in Polen ist, interessiert mich das wahrhaftig einen Scheiss. Schliesslich koennen die Polen in Polen machen was sie wollen. Ist ja schliesslich ihr Land. Na ja zwar nicht alles, aber ist ja egal.

C. MACHALOWSKI 24.01.2012 - 16:52:42

@FRAN

In zwei Dingen stimme ich völlig mit ihnen überein. Erstens muss es noch eine stärkere Zollkontrolle in Sachen Plagiatseinfuhr an den deutschen Außengrenzen geben. Von der Zigarette bis zur Sonnenbrille und dem T-Shirt. Denn diese Plagiate wirken sich sehr negativ auf den Absatz der eigentlichen Hersteller aus. Zweitens scheint dieser Verein Slubfurt wirklich eine unhaltbare Vision zu sein, die jeder rationellen Grundlage fern ist. Auch dem Staatsrecht. Handelt es sich um einen Verein zur Förderung einer deutsch-polnischen Städtepartnerschaft unter den besonderen Bedingungen der Lage von Frankfurt (Oder) und Slubice, wäre noch alles verständlich.Dann soll er sich auch so bezeichnen. Doch der aktuelle Name an sich, ist schon ausgemachter Blödsinn. Nun noch eine abschließende Bemerkung zu Polen und Militariersachen. Es fällt einem Deutschen schon schwer zu verstehen, dass in Polen jährlich mehrere Militariertreffen mit Technik, Bewaffnung, Uniformen und Abzeichen aus aller Welt stattfinden.Auch sogenannte "Sammlermessen" mit allerlei Mlitärkram. Noch krasser wird es, wenn Personen in Wehrmachtsuniformen und SS-Symbolen auftreten. Doch diese "Spiele" und "Demonstrationen" sind Darstellungen der polnischen und internationalen Militärgeschichte und werden auch so gesehen. So lange kein Kult daraus gemacht wird, sollten wir uns daran auch nicht stören. Wir Deutschen brauchen immer ca.200 bis 300 Jahre, bis eigentlich blutbefleckte Uniformen wieder salonfähig gemacht werden. In dem Sinne, hier und da Verständnis zeigen - den Ball flach halten, die Gläser schön polieren, dann klappt es auch mit dem Nachbarn.

Wolfgang 23.01.2012 - 17:21:37

Straftaten

Herr Machalowski, Sie liegen völlig falsch, jeder Händler, also auch ein Pole macht sich durch den Verkauf von Plagiaten strafbar, dies ist gestzlich verankert: Als, mehr Wissen aneignen und nicht Unwissen durch die Welt posaunen.

Fran 23.01.2012 - 16:12:16

Was stimmt nicht? Werte MOZ

Wenn Herr Machalowski hier seinen deutsch unfreundlichen Mist ablaedt, dann kann ich das schon lange. "Sie werden die Welt nicht retten." Ich war zwar nicht gemeint, aber richtig Deutschland kann die Welt nicht retten. Das war eine sehr gute Bemerkung von dem Herren Machalowski. Was Deutschland noch machen kann, ist es die Kriminellen mit Ihren Plagiaten aus Deutschland raus halten, das macht einen Teil der Welt etwas Gesetzestreuer und sicherer. Ich sehe das positiv. "Fahren sie nach Spanien, Italien, Griechenland und den Rest der Welt. Da finden sie die Plagiate von Taschen , Parfüms, Schuhe, T-Shirts über Sonnenbrillen und CD`s u.v.a. mehr. " Richtig Herr Machalowski und jetzt schauen Sie sich mal ganz genau die jeweilige Situation im Land an. So als deutscher Urlauber, der sein Kapital zum Urlaub nach Italien bringt um ein Weltkulturerbe zu betrachten, wird alle 5 Minuten von einer Armee Afrikanern angesprochen, ob ich nicht eine echte Markenbrille und ein echtes Svarowski Kettchen kaufen moechte. Und wenn es dunkel wird in Paestum/ Italien, wird man von der Hotelleitung angesprochen, besser nicht auf die Strasse zu gehen. Griechenland nichts Anderes. Spanien nichts Anderes. Glauben Sie nicht auch Herr Machalowski, das in all diesen Laendern, die Sie benannt haben etwas gewaltig schief laeuft? Geht es so weiter und das auch in Deutschland, wird das boes enden. Wer das nicht sieht, ist einfach ein Idealist und hat das Worst Case Scenario noch nicht durchdacht. "Die nachgemachten Symbole aus der Nazizeit werden aktuell auf (fast) keinem Markt entlang der polnischen Westgrenze angeboten." So ist das mit Angebot und Nachfrage. Sie sagen es selbst, es gibt keine Kaeufer. Keine weitere Nachfrage deswegen noetig. "Wer waren denn die Käufer dieser Stücke? Es waren liebe deutsche Mitbürger." Die Kaeufer waren hoechstwahrscheinlich Militaria Sammler und ganz bestimmt auch ein paar Nazispinner „Ein Markt besteht immer aus Anbietern und Nachfragern. Die Nachfrager aus Deutschland sind leider reichlich vorhanden.“ Haben Sie nicht selbst behauptet, dass diese Militaria nicht mehr verkauft werden, jedenfalls an der polnischen Westgrenze. Also ist der Markt garnicht vorhanden. Daher kann ich nicht wirklich nach voll ziehen, was Sie mit Ihren Kommentar bewirken wollten. „Der polnische Händler macht sich hier nicht strafbar. Erst bei der Einfuhr nach Deutschland beginnt der Gesetzesverstoß, natürlich von deutschen Bürgern.“ Ich bin mit Ihnen einer Meinung was diesen Punkt betrifft, aber mal ehrlich, haben denn die polnischen Leute keine Ehre im Leib. Ich kann wirklich nicht verstehen wie man so einen Mist und das auch noch oeffentlich verkaufen kann. „Also, immer schön locker bleiben, mehr Wissen aneignen und den Ball flach halten.“ In diesem Sinne wuensche ich Ihnen alles Gute bei Wissen aneignen und Ball flach halten. Und falls Sie einer von den Slubfurtern sind, moechte ich Ihnen den gut gemeinten Rat geben, diesen Verein der im Subraum agiert zu liquidieren um das Geld welches noch nicht verschwendet wurde einer sinnvollen Sache zukommen zu lassen.

Sero Ena 23.01.2012 - 13:08:00

Mehr Wissen?

Ok, dann sollt der Slubfurt Verein mal seine Bilanzen veröffentlichen,,, Es wird da sinnlos, ich sage nur Speisekartenübersetzung, Geld des deutschen Staates versenkt. Nix besonderes geschaffen, sondern nur Fördergelder und Kulturzuschüsse verschwendet, welche in jeder Kita in FFo. besser aufgehoben wären. Sogar dann sinnvoller für Deutsch-Polnische-Freundschaft, wenn man mit diesen Geldern Sprachkurse in den Einrichtungen (Kita, Schule) anbieten und unterstützen würde. Und nicht Speisekarten auf polnisch übersetzt. Zitat des Internetauftrittes: "Slubfurt ist die erste Stadt, die je zur Hälfte in Polen und in Deutschland liegt." - Falsch, es sind zwei eigenständige Städte oder eine Stadt und eine Dammvorstadt. Aber nicht sowas. "Sie wurde 1999 gegründet und dann im Jahre 2000 in das RES (Register der Europäischen Städtenamen) eingetragen." - Nonsens, Frankfurt exestiert schon seit dem Mittelalter. Ortseingangsschilder sprechen auch nicht von "Slubfurt". "Die Stadt setzt sich zusammen aus den beiden Stadtteilen Slub und Furt,[...]" - Was für Stadtteile? "In Slubfurt herrscht ein besonderes Mikroklima im Dazwischen der Kulturen." - Raucht weniger von dem Zeug, dann ist das Klima auch besser. Das Klima ist real sehr kühl, und wird nicht besser in der Gesellschaft. => Weder vom Staatsrechtlciher Sicht ernst zu nehmen, noch von irgendeiner anderen Sichtweise. Slubfurt ist ein Freizeitverein, der durch Politik hochgeschaukelt wird / bzw.weil man sich wichtiger macht als man ist. Oder stellt sich Slubfurt sogar eher als Partei dar, mit seinem eigenem Parlament...? Egal, Verschwendung von Mitteln zur direkten Förderung. Da der Verein sich ja auch selbsständig finanzieren könnte!

C. Machalowski 23.01.2012 - 11:42:11

@ Wolfgang

Sie werden die Welt nicht retten. Fahren sie nach Spanien, Italien, Griechenland und den Rest der Welt. Da finden sie die Plagiate von Taschen , Parfüms, Schuhe, T-Shirts über Sonnenbrillen und CD`s u.v.a. mehr. Die nachgemachten Symbole aus der Nazizeit werden aktuell auf (fast) keinem Markt entlang der polnischen Westgrenze angeboten. Wer waren denn die Käufer dieser Stücke? Es waren liebe deutsche Mitbürger. Ein Markt besteht immer aus Anbietern und Nachfragern. Die Nachfrager aus Deutschland sind leider reichlich vorhanden. Der polnische Händler macht sich hier nicht strafbar. Erst bei der Einfuhr nach Deutschland beginnt der Gesetzesverstoß, natürlich von deutschen Bürgern. Also, immer schön locker bleiben, mehr Wissen aneignen und den Ball flach halten.

Fran 23.01.2012 - 10:37:57

Sack Reis reicht leider nicht

Die Slubfurtzer kosteten den deutschen Steuerzahler 14999 Euro im letzten Jahr. Mal sehen wieviel Geld diese imaginaeren Slubfurter in diesem Jahr vom deutschen Steuerzahler abpressen werden. Entweder durch "zweckbestimmte" europaeische Foerdergelder (auch deutsche Steuergelder) oder durch irgendwelche politischen Auszeichnungen die das Land Brandenburg an die Linientreuen verstreut. Es ist doch schon fast so wie frueher... schoen nicht...und das alles fuer solch tolle Sachen wie einen grenzlos d.... Stadtplan. Ein Dammvorfurter. So muesste dieser Verein eigentlich richtig heissen.

Wolfgang 23.01.2012 - 09:45:13

Nullwissen

Herr Machalowski, wenn Sie den Grundwisseninhaber Halbwisen vorwerfen, dannglänzen Sie aber mit Nullwissen!! Oder sind Sie der Meinung, dass Plagiate wie Z.B. CD ,DVD, Bekleidung usw., nicht die Urheberrechte auf das gröbste verletzen? Auch der Verkauf von Symbolen des 2.WK steht diesem Markt nicht gut zu Gesicht. Der von Ihnen angepriesende Imagefilm der Stadt Slubide kann die Rechtsverletzungen von diesen Markthändlern nicht vertuschen. Polen ist Mitglied der EU, dies sollte Sie sich vor den Augen halten, Herr Markowski, denn auch hier sollte diese Gesetze eingehalten werden ( z.B. Vertreibung und Verkauf von Plagiaten). Zu den Slubf. sein nur eins gesagt: In China ist ein Sack Reis umgefallen!

C. Machalowski 21.01.2012 - 23:29:22

@ GRUNDWISSEN

Der Grundwisseninhaber glänzt leider mit Halbwissen. Das besonders in Sachen Märkte in Polen. Natürlich sind diese Märkte ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor in ganz Polen und insbesondere in den polnischen Westgebieten. Märkte dieser Art finden wir in West-, in Süd-und in Osteuropa mit einem vielfältigen Angebot. Die Besucher des neuen Marktes in Slubice in abwertende Kategorien abzustufen grenzt an Verachtung und Beleidigung. Die Stadt Slubice ist stolz auf ihren Markt und präsentiert ihn im neuen Imagefilm der Stadt. Den sollte sich "Grundwissen" mal anschauen. Auch Imagefilme gucken bildet. Vielleicht wird es dann etwas mit dem Grundwissen.

Froonk22 21.01.2012 - 18:34:54

Träumer - Slubfurt wird es NIE wirklich geben

@all Wer sich aN Ein Par fehlern hochzieht zeigt doch wessen Geistes Kind er ist. Meinetwegen können die Träumer weiter träumen, aber nicht auf unsere Kosten. Hoffentlich hört es bald auf, dass öffentliche Gelder dafür vergeudet werden, dann sind die Träumereien schnell vorbei.

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