Schwedt (MOZ) Eine Show von Landessportbund und Märkischem Turnerbund hat am Sonnabend einen Regenbogen an die Uckermärkischen Bühnen gezaubert. Das aus Angermünde, Schwedt, Gramzow und der Prignitz angereiste Publikum war begeistert. Über 100 Aktive sorgten für atemberaubende Momente zwischen Gymnastikmatte und Bühnenhimmel.
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Der Landessportbund Brandenburg und der Märkische TurnerBund präsentieren am 21. Januar 2012 an den Uckermärkischen Bühnen in einer großen Show die Leistungsstärke des brandenburgischen Sportes. Deutsche Meister, Europa- und Weltmeister aus den Vereinen d
Es war die dritte Landessportschau, die in Schwedt eine Premiere erlebt hat. Sportler aus ganz Brandenburg, die ansonsten hart in ihren Vereinen trainieren und deren Bühne normalerweise der Wettkampf ist, vereinten sich hier unter dem Titel "Over the Rainbow" (Über dem Regenbogen). Auch wenn jede einzelne Gruppe ihre Nummer beherrscht, so waren die Aktiven doch erst wenige Stunden vor der Show zu einer ersten Durchlaufprobe zusammengekommen.
Dass die Premiere beinahe reibungslos klappte, ist um so erstaunlicher, da die meisten Sportler die Bühne und das gesamte Programm nicht kannten. Von Schwedt aus wird die Show nun zwei Jahre durch das Land touren. Sicher wird es dabei noch Verfeinerungen geben.
Unbedingt anzuraten ist den Veranstaltern aber, dass sie die Sportler während ihrer Darbietungen aus der Anonymität treten lassen.
Fast durchgängig rätselte das Publikum, welche Aktiven gerade Seil sprangen, Salto schossen oder Rhönrad fuhren. Gern hätten die Zuschauer den Lokalmatador Steve Woitalla am Barren besonders angefeuert. Aber er wurde weder durch Moderation noch durch Programmzettel angekündigt.
Nur wenige Eingeweihte wussten, dass gerade ein Spitzenturner zwischen den Holmen ackerte, der in Schwedter Sporthallen seine ersten Grätschen erlernt hatte und heute beim SC Cottbus trainiert. Mit einem laut gerufenen "Stevie!" brach sich die Begeisterung aus den Zuschauerreihen ihre Bahn.
Das Publikum im großen Saal der Uckermärkischen Bühnen hätte beispielsweise auch gern gewusst, wer die lustige Nummer mit den Schlümpfen abzog. Dass dies die sieben- und achtjährigen Turnerinnen der Rhythmischen Sportgymnastik Potsdam waren, ging bei der Beamer-Einblendung im Finale leider unter. "Den Beamer hätte man bei jeder Nummer nutzen sollen. Die Technik ist doch vorhanden", empörten sich Gabriele Deckert und Rüdiger Ober-Blöbaum aus Schwedt, die ansonsten von der Vielfalt und Farbenpracht der Show begeistert waren.
In Leistung und Körperbeherrschung herausragend präsentierten sich Turnweltmeister JanPeter Nikiferow und seine Partnerin Kristin Wiesner. In ihrer Nummer brachten sie Handstandvariationen und Partnerakrobatik zur höchsten Vollendung.
Starke Nerven bewies Sarah Stiefel als Kettenmädchen am Vertikalseil. Als ihre Show beginnen sollte, ließ sich das Seil nicht aus dem Bühnenturm herabfahren - ein Computerfehler. Gefühlte endlose Minuten stand die Akrobatin auf der Bühne und blickte nach oben. Schließlich absolvierte sie ihre atemberaubende Nummer voller Überschläge und Pirouetten mit Bravour.
Für Grandezza sorgten die Tänzer vom Tanzsportclub Schwedt. Die Paare Eric Vogel/Julia Metzke und Sebastian Penkwitz/Fanny Reiter begeisterten mit Samba, Tango und Langsamem Walzer. Ihrem charmanten Auftreten und ihrer Eleganz sah man die vielen Trainingsstunden nicht an. Alle vier sind übrigens auch in der MOZ-Sportlerumfrage nominiert.
Mit stürmischem Beifall und Jubelpfiffen dankten die Zuschauer allen Aktiven, die an diesem Abend das Regenbogenmärchen mitgeschrieben hatten. Für die Sportler beginnt jetzt der normale Trainingsalltag.
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