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Michel Nowak 23.01.2012 07:14 Uhr
Red. Erkner, erkner-red@moz.de

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Erkneraner Neujahrsempfang mit Brunch

Erkner (MOZ) Ihren traditionellen Neujahrsempfang - diesmal mit Brunch - hat die Mittelstandsvereinigung Erkner gestern veranstaltet. Ins Café Bechstein's kamen, neben den Mitgliedern, auch Vertreter von der Stadt und weiteren Vereinen zusammen.

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Ehrung für den Vorsitzenden: Oder-Spree-Landrat Manfred Zalenga (r.) schenkte Axel Hundertmark von der Mittelstandsvereinigung Erkner einen Zinnbecher.

© Michael Nowak

Sonntagvormittag, kurz nach 10 Uhr: Das Obergeschoss des Bechstein's ist gut gefüllt. Gilt doch der Neujahrsempfang der Mittelstandsvereinigung als wichtigstes gesellschaftliches Ereignis der Stadt im Monat Januar. Rund 60 Gäste lauschen nun den Worten von Axel Hundertmark, dem Vorsitzenden der Mittelstandsvereinigung. Der nutzt die Gelegenheit, um auf die Arbeit seines seit 20 Jahren bestehenden Vereins zurückzublicken. Im Vordergrund steht dabei das von den Unternehmern organisierte Lichterfest am ersten Adventswochenende. "Die Resonanz hat alle Erwartungen übertroffen", sagt Axel Hundertmark.

Katrin Braune vom Erkneraner Heimatverein kann das bestätigen. Einige Meter weiter steht sie an einem der runden Tische. "Es war toll, dass die Besucher aus dem Stadtzentrum mit einem kostenlosen Busshuttle zum Weihnachtsmarkt am Heimatmuseum fahren konnten", sagt sie, "die Zusammenarbeit mit der Mittelstandsvereinigung funktioniert sowieso ziemlich gut."

Axel Hundertmark hat inzwischen das Mikrofon an Erkners Bürgermeister Jochen Kirsch übergeben. Der spricht von einem "kleinen Wunder" und meint damit die nach jahrelangen Arbeiten fertiggestellte Bahnhofsunterführung. Spontanen Applaus der Anwesenden erntet er dafür, genauso wie für die Ankündigung, dass der Sportplatz am Dämeritzsee im März fertig gestellt werden soll. Auch die Mittelstandsvereinigung bekommt ein Lob ab. In dem mehr als 50 Mitglieder zählendem Verein engagierten sich zahlreiche Mitglieder ehrenamtlich.

Einen davon zeichnet Landrat Manfred Zalenga anschließend aus. "Allzu oft habe ich noch nicht so junge Ehrenamtler geehrt", sagt Manfred Zalenga und überreicht Axel Hundertmark einen kleinen Zinnbecher. Der 34-jährige Inhaber eines Sanitärfachgeschäfts führt die Erkneraner Mittelstandsvereinigung bereits seit drei Jahren.

Nach den kurzen Ansprachen freuen sich die Anwesenden aufs Büfett. "Jetzt gehen wir erst mal schön frühstücken", so Yvonne Dagge, die gemeinsam mit ihrem Mann Thorsten ein Schreibwarengeschäft in der Erkneraner Friedrichstraße betreibt. Bei Vollkornbrötchen, Müsli oder Rührei plaudern die Gäste dann in entspannter Runde über die nächsten Vorhaben - und die ein oder andere Anekdote.

Fritz Kretschmer vom Freundeskreis Chemie-Museum Erkner etwa erzählt von den Planungen zum 150. Geburtstag Leo Hendrik Baekelands, dem Erfinder des in Erkner produzierten Kunstsoffs Bakellit, im nächsten Jahr. Der Mittelstandsvereinigung ist Fritz Kreschmer übrigens aus einem besonderen Grund verbunden. Von Axel Hundertmarks Vater habe er aus dem früheren Plasta-Werk ausgediente Prüfbecher zu Ausstellungszwecken erhalten.

Der Vorsitzende der Mittelstandsvereinigung selbst spricht da schon wieder über andere Pläne. Eine Bildungsbörse will er auf die Beine stellen, um Schüler und Betriebe zusammenzubringen: "Es wird immer schwieriger Nachwuchskräfte zu finden, das merke ich an meinem eigenen Unternehmen." Möglicher Termin wäre Anfang nächsten Jahres. Vielleicht ist der Neujahrsempfang der Mittelstandsvereinigung dann nicht mehr das einzige große Ereignis der Stadt Erkner im Januar.

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