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Jugendwerkstatt Hönow arbeitet an weiteren Ideen / Auch Senioren können mitwirken

Jahresstart mit Hammer und Säge

Irina Voigt / 23.01.2012, 07:32 Uhr
Hönow (MOZ) Das Jahr beginnt - trotz Veranstaltungswinterruhe - in der Hönower Jugendwerkstatt mit einem Arbeitseinsatz. Am Sonnabend wurde mit Hilfe eines Mieters und eines Gemeindevertreters angefangen, einen Stall als Garage herzurichten.

Der Zimmermann Michael Kleinert, Chef seiner Hönower Firma Holzspeicher, ist auch wieder dabei. Er schaut beim Abbauen der Türen und alter Holzteile genau darauf, was wieder verwertet werden könnte. Auch der fast komplette Vorstand des Vereins der Jugendwerkstatt packt mit an. "Arbeitshosen gehörten beim Einstellungsgespräch gleich mit dazu", frotzelt Johannes Köckeritz.

Sie hatten sich für dieses Wochenende eine ganze Menge vorgenommen. Der große Stall des Dreiseitenhofs sollte als Garage - auch für die Mieter - hergerichtet werden. Bevor es in die Gespräche um einen Pachtvertrag mit der Jugendwerkstatt gegangen war - voriges Jahr wurde er unterzeichnet -, hatte die Gemeinde vorgehabt, das Gemäuer für rund 23 000 Euro Kosten abreißen zu lassen.

"An Ort und Stelle Sanieren und Erhalten erschien uns doch einfacher, wenngleich anstrengender, als die ganze Bürokratie mit Bauanträgen und Genehmigungen", erinnert sich Projektleiter Detlef Grabsch. So können viele Ideen, die sich aus dem großen Raum ergeben, mit einfließen - vor allem aber geht es schneller.

Hier wird auch mehr Raum für die Fahrradwerkstatt geschaffen und damit geht es besser mit dem ehrgeizigen Projekt des E-Bike-Netzes voran. Gemeinsam mit dem Tourismusverband Seenland Oder-Spree von MOL und LOS sollen Mittel aus der Leader-Förderung geworben werden, um die Vernetzung mit den elektrisch betriebenen Fahrrädern auf den Radwegen zwischen Berliner Stadtgrenze und dem Oderbruch voranzutreiben. "Das kommt unserer schon praktizierten Initiative von Sonne auf Rädern sehr entgegen", sagt Grabsch, während er in der kleinen Küche den Salat anrichtet und die Bratwürste für den Grillrost vorbereitet. Denn die fleißigen Helfer, darunter auch Gemeindevertreter und Vereinsmitglied Christian Klahr, brauchen bald eine Stärkung.

Der Verein will künftig noch mehr als bisher Seniorinnen und Senioren aktivieren, wie Christian Weise im Jugendtechnikzentrum, Helmut Kunze und Angelika Wiese in der Keramikwerkstatt oder Dieter Lensky bei der Umbauplanung. Am 8. Februar um 15 Uhr sollen bei einer Beratung in Kooperation mit dem Weißen Ring noch mehr Akteure gewonnen werden.

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