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Gymnasium Finow stellt erfolgreichste Spekulanten

Eberswalde (MOZ) Das rasante Auf und Ab an den weltweiten Börsen hat sich auch auf das Planspiel ausgewirkt, an dem seit Oktober vorigen Jahres etwa 160 Schülerinnen und Schüler aus dem Barnim teilgenommen haben. 63 Mannschaften waren auf Einladung der Sparkasse dazu angetreten, ihr fiktives Startkapital von 50 000 Euro nach Möglichkeit zu mehren. Im Kreis hatte ein Duo aus dem Gymnasium Finow, das sich "Bankenpleite 2.0" nannte, den besten Riecher für die Kursentwicklung. Bei Tim Eggebrecht (18) und Dennis Witthuhn (18) standen am Ende 53 881,96 Euro im Depot. Die Zweitplatzierten, Martin Piwas (18) und Olé Neumann (18), als "Businessboys" gestartet und ebenfalls aus dem Gymnasium Finow, brachten es auf 51 901,51 Euro, die Drittplatzierten, die "Joachimsthaler Gossen-Fighter" vom Freien Gymnasium der Schorfheidestadt, erwirtschafteten am Ende immerhin 51 315,19 Euro.

  Nachwuchsspekulanten auf der Erfolgsspur: Die Siegermannschaften des Planspiels Börse wurden in der Sparkasse Barnim geehrt. © MOZ/Thomas Burckhardt

"Sie alle blieben deutlich in der Gewinnzone, während viele andere Teilnehmer Verluste in Kauf nehmen mussten", hob Uwe Riediger, Vorstand der Sparkasse Barnim, die Leistungen der Börsianer-Mannschaften auf dem Treppchen hervor.

An der Börse gehe es um wirtschaftliches Grundwissen, Durchhaltevermögen und den richtigen Mix aus Wagemut und Vorsicht, sagte Uwe Riediger. Doch gerade in Zeiten der Krise werde auch die Nachhaltigkeit immer wichtiger. Deshalb zeichne die Sparkasse nicht nur die Mannschaften mit der besten Depotentwicklung aus. Mit Sonderpreisen werde zudem der Erfolg von Startern belohnt, die ausschließlich in Aktien von Unternehmen investiert hatten, die auf den Einsatz von Atomenergie verzichten und auf Familienfreundlichkeit setzen.

Den Nachhaltigkeitswettbewerb beim Planspiel Börse entschied die Spielgruppe "Frontplayer" für sich, die vom Oberstufenzentrum II in Eberswalde gestellt wurde und aus Stephanie Gideon (18), Rebecca Kalmutzke (19) sowie Thomas Jurk (19) bestand.

Auf den zweiten Platz spekulierten sich "Die grünen Aktionäre" vom Barnim-Gymnasium in Bernau, Dritte wurde die Mannschaft "Black Friday Four" vom Freien Gymnasium in Joachimsthal.

Erstmals gab es zudem eine Kategorie nur für Studenten, die sogar 100 000 Euro Spielgeld zur Verfügung gestellt bekamen. Selbst die Siegertruppe "Heuschrecken" von der Eberswalder Hochschule für nachhaltige Entwicklung blieb mit einem Erlös von 92 763,00 Euro unter dem Einstiegsbetrag.

Während des Planspiels hat der Deutsche Aktienindex (DAX), in dem die 30 größten deutschen Standardwerte notiert sind, um sechs bis sieben Prozent zugelegt. Größte Gewinner waren nach Auskunft des Sparkassen-Vorstands die Firmen Ubisoft (+36,9 Prozent), Software-Ag (+30,5) und VW (+30,2). Die heftigsten Einbußen hatten Praktiker (-61 Prozent, Commerzbank (-32,8) und United Colors of Benetton (-31) zu erleiden.

Für die erfolgreichsten Barnimer Börsianer gab es in beiden Kategorien 150, 100 und 50 Euro. In echtem Geld - und nicht wie beim Planspiel selbst als fiktive Summe. Keiner der Ausgezeichneten hat angekündigt, seine Siegesprämie auf dem Aktienmarkt auszugeben.

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