Schwedt (MOZ) Der Traum von einer Mini-Hochschule droht zu scheitern. Nach dem Auftakt 2009 kam kein neuer Fernstudiengang zusammen, auch für 2012 gibt es kaum Hoffnung. Im nagelneuen Haus der Bildung sollten Vorlesungen für die Studenten stattfinden.
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Es gibt einen Hörsaal, Seminarräume, Tagungssäle - ideale Bedingungen für die Studenten des Fernstudiengangs Betriebswirtschaft im Haus der Bildung und Technologie. Doch die sind mittlerweile im 5. Semester, haben keine Vorlesungen mehr in Schwedt, sondern müssen jedes zweite Wochenende nach Brandenburg an der Havel fahren. Den Professor stattdessen für die Vorlesung nach Schwedt zu schicken, rechne sich nicht, erklärt die Hochschule. Das, was 2009 im Ratssaal im Rathaus so verheißungsvoll begann, droht nun eine Einmal-Geschichte zu werden.
Von den 35 zumeist aus Schwedt stammenden Fernstudenten sind noch 24 dabei. Momentan sieht es so aus, als ob sie die einzigen Studenten bleiben werden, die von Schwedt ihr Studium starten konnten. Denn 2010 und 2011 scheiterten die Versuche, jeweils einen neuen Fernstudiengang zusammen zu bekommen. Die geforderte Teilnehmerzahl von 25 bis 30 Studenten kam nie zusammen. Standortmanager Volker Kessels, der die Präsenzstelle der Hochschule Eberswalde in Schwedt leitet, versucht die 15 bis 20 Interessenten pro Jahr zum Beispiel auf Henningsdorf umzulenken.
Das Haus der Bildung und Technologie mit 2,7 Millionen Euro Baukosten war natürlich nicht nur für Studenten vorgesehen. Hier haben die Volkshochschule, Firmen, Beratungsstellen und Einrichtungen mit Bezug zu Bildung und Technologie ihren Sitz. Als das ehrgeizige Projekt zum Ausbau der ehemaligen PCK-Berufsschule gestartet wurde, hatte die Stadt aber schon ihr zartes Pflänzchen Fernstudium im Blick. 2009 war im Rathaussaal der langgehegte Traum Wirklichkeit geworden. Das erste Mal konnten 35 Schwedter zu Hause ein Studium beginnen. Wenn jedes Jahr junge Leute so einen Studiengang starten, würde Schwedt wenigstens so etwas wie eine Mini-Hochschule haben, wenn es schon mit der in den 90er Jahren angestrebten Fachhochschule nicht klappen sollte. Volker Kessels sieht momentan jedoch wenig Chancen, dass es dieses Jahr mit einem neuen Fernstudium-Start klappt. Die Semesterbeiträge sind von rund 600 Euro im Jahr 2009 auf inzwischen 865 Euro gestiegen. Die Hochschule Brandenburg verlangt, dass sich mindestens 30 Interessenten finden, damit sich die Entsendung von Professoren für die Wochenend-Vorlesungen lohne. Die Hochschule Eberswalde will keinen eigenen Fernstudiengang einführen. Den Versuch, ein Bachelor-Studium im Bereich Gesundheit und Pflege einzuführen, pfiff das Land zurück mit der Begründung, vorhandene Studiengänge im Süden des Landes nicht gefährden zu wollen. Auch Ideen für neue Fernstudiengänge wie Verfahrenstechnik für die Schwedter Industrie oder binationale Wirtschafts-Infomatik gemeinsam mit der Uni in Stettin, sind bisher nicht über Absichtserklärungen hinausgekommen. 2013 läuft zudem die Förderung für die Finanzierung der Präsenzstelle aus.
Da bisher alle Versuche, neue Studiengänge in Schwedt zu starten, gescheitert sind, kümmert sich Standortmanager Volker Kessels vorerst mit um das Projekt Kinder-Uni für Schüler. Irgendwie hat das ja auch mit einer Mini-Hochschule zu tun.
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Das Werben um Spenden war erfolgreich. Die Außenstelle in Schwedt der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde ist finanziell abgesichert.... mehr

Neueste Kommentare
21.05.2012 15:52:03 leser
@?
21.05.2012 15:42:59 hhhhhhhhhhhhhh
Heinzi Dummerchen
21.05.2012 15:40:11 kein hundehalter
@Heinzi-mehr nachdenken herr hauptschüler
21.05.2012 15:33:53 BBurger
@Kotková
21.05.2012 15:28:04 der Holgo
Oder eine Schuhsteuer...