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Sven Klamann 02.02.2012 06:42 Uhr
Red. Eberswalde, eberswalde-red@moz.de

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Millionen-Baustelle Stadtcampus

Eberswalde (MOZ) Auf dem Stadtcampus der Hochschule für nachhaltige Entwicklung sind erneut Bauarbeiten im Gange. Diesmal geht es um das Haus 1, das bis September 2013 umfassend saniert wird. Das Land Brandenburg investiert acht Millionen Euro.

  Baufreiheit im Haus 1: Das 1930 errichte Gebäude ist fest in der Hand der Handwerker. Derzeit sind Entkernungsarbeiten im Gange. Zuvor waren die Mitarbeiter des Fachbereichs Landschaftsnutzung und Naturschutz in andere Räumlichkeiten umgezogen. © MOZ/Thomas Burckhardt

"Derzeit läuft die Entkernung des 1930 errichteten, 2611 Quadratmeter Nutzfläche bietenden Gebäudes", sagt Ronald Blümel, der die Abteilung Liegenschafts- und Umweltmanagement der Eberswalder Hochschule leitet. Der bittere Frost behindere die Innenarbeiten nicht. Solange die vom Brandenburgischen Landesamt für Liegenschaften und Bauen mit Sitz in Potsdam beauftragten Baufirmen draußen beschäftigt gewesen seien, habe das Wetter mitgespielt, berichtet Ronald Blümel weiter. Deshalb läge die Investition im Zeitplan.

Das Haus 1 auf dem Stadtcampus wurde vom Fachbereich Landschaftsnutzung und Naturschutz genutzt, der fünf Studiengänge bietet: Landschaftsnutzung und Naturschutz, Ökolandbau und Vermarktung, Regionalentwicklung und Naturschutz, Öko-Agrarmanagement sowie Nachhaltiges Tourismusmanagement. "Mit aktuell 700 Studierenden sind wir der größte Fachbereich der Hochschule", sagt Prof. Jens Pape, der zuständige Dekan.

In dem Haus hatten sich die Büros der 25 Professoren, der etwa 30 Projektmitarbeiter und der sechs Verwaltungskräfte befunden, teilt Jens Pape mit. Außerdem ein großes Labor, das für die Zeit der Bauarbeiten auf den Waldcampus umgezogen ist. Der Abbau, der Transport und das Wiedereinrichten des Labors sei für den Fachbereich der größte Kraftakt vor dem Beginn der Bauarbeiten gewesen. "Wir freuen uns schon darauf, das fertiggestellte Haus 1 in Betrieb nehmen und die Phase der Kompromisse auf dem Stadtcampus damit beenden zu können", hebt der Dekan hervor.

Schon die Arbeiten an der Neuen Forstakademie, die im Mai vorigen Jahres nach einer knapp sieben Millionen Euro teuren Komplettsanierung eingeweiht worden war, hatten auch den Mitarbeitern und Studierenden des Fachbereiches Landschaftsnutzung und Naturschutz einiges an Beweglichkeit abverlangt. Auch diesmal war und ist Improvisationsvermögen nötig - vor allem bei den Professoren und Projektmitarbeitern. Denn die sind zwischenzeitlich hochschulintern anderswo untergekommen oder nutzen angemietete Räume an der Goethe- und an der Ossietzkystraße.

Wenn auch die Studierenden beim Umbau des Hauses 1 nicht die Hauptbetroffenen sind, werden sie doch zu dessen Nutznießern gehören. Anstelle der alten Maschinenhalle, die in einem ersten Bauabschnitt der Abrissbirne weichen musste, wird ein neues Hörsaalgebäude errichtet, das 150 Zuhörern Platz bietet. Und dies direkt an der Schwärze, auf die während der Vorlesungen geschaut werden kann.

"Das wird gewiss schön", sagt Jens Pape, der den zusätzlichen Hörsaal wichtig findet. "Dann haben wir mehr Luft und mehr Platz", findet er. Es sei gar nicht so lange her, dass Studierende Lehrveranstaltungen besuchen mussten, die in angemieteten Wohnungen abgehalten wurden. "Das ist dann vorbei", versichert der Dekan.

Auch auf dem Waldcampus wird weiter gebaut. Dort entsteht bis zum Frühjahr für fast vier Millionen Euro eine Mensa.

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