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Josefin Roggenbuck 06.02.2012 09:00 Uhr
Red. Uckermark, schwedt-red@moz.de

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Göttinnen feiern ihren Verehrer

Schwedt (MOZ) Auf der leere Bühne prangte lediglich ein Schild mit der Aufschrift "Göttinnen", dem Titel der Show. Ein Klavier daneben versprach musikalische Begleitung. Im Saal wartete ein gespanntes Publikum auf den Künstler. Wenige Plätze blieben leer, als am Freitagabend der Comedian Ingo Appelt zum ersten Mal an den Uckermärkischen Bühnen auftrat. Das Stück, das er auf die Theaterbühne brachte, sollte eine Komödie mit schwarzem Humor werden. Auch wenn der Titel versprach, dass er sie vergöttere, jene Frauen, die zu Scharen gekommen waren.

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Jenny Lüder (Hohenselchow), Diana Däbler (Schwedt), Ingo Appelt und Kathrin Erben (Schwedt)

© MOZ/Oliver Voigt

Mit einem kräftigen "Herzlich willkommen am Arsch der Welt" und wer "Schwedt kennt, dem gefällt es überall", begrüßte Ingo Appelt gewohnt sarkastisch seine Gäste. Die nahmen es locker, denn sie wussten ja, worauf sie sich eingelassen hatten.

Während des Programms folgte eine Parodie der nächsten. Seine Opfer: Politiker, Fernsehstars, historische Persönlichkeiten, Frauen und Männer. Kaum einer, kaum eine wurde verschont.

Appelt machte Gott zum Guttenberg der Weltreligionen, den Ostdeutschen nennt er "Neufünfländer". Egal, worüber Ingo Appelt witzelte und an welche Grenze er kratzte - dem Schwedter Publikum gefiel es. Womöglich erkannte sich manche/r wieder in den Klischees über beide Geschlechter, und lachte um so lauter. Etwa darüber, dass Männer nicht in ordentlichen Sätzen formulieren können, weil sie nur über ein Sprachzentrum verfügen - Göttinnen dagegen über fünf. Oder warum Männer in Beziehungen nur maximal sechs Monate liebevoll und romantisch sind. Weil sie es nicht länger im Körper einer fremden Spezies aushalten können ...

Die Stimmung im Saal erreichtebei "Striptease for Germany" ihren Höhepunkt. Da zog es auch den letzten Spaßmuffel von seinem Platz hoch. Der Star stand in Unterhose auf der Bühne und das uckermärkische Publikum feierte ihn mit Standing Ovations.

Sylvia Schmidt aus Schwedt war hin und weg: "Mir und meiner Familie hat es einfach ganz toll gefallen und sehr lustig war es auch noch."

Ingo Appelt gestand im Anschluss, dass er beeindruckt war von der grandiosen Stimmung und zufrieden mit der Interaktion des Publikums. "Ich war bereits einmal in Eberswalde und habe mir gedacht, Schwedt liegt noch dahinter, was kann da noch kommen", witzelte der Comedian und fügte hinzu: "Es war aber alles gut", und mit einem kleinen Augenzwinkern, "und mein Auto steht ja auch noch."

Einige Göttinnen nutzten im Anschluss an das zweistündige Programm die Gelegenheit, ein Autogramm zu bekommen, auf Karten oder gleich aufs T-Shirt.

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