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Janet Neiser 12.02.2012 20:49 Uhr
Red. Eisenhüttenstadt, eisenhuettenstadt-red@moz.de

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Zwischen Salben und Kapseln

Eisenhüttenstadt (MOZ) „Klack, klack, klack“, dieses Geräusch ertönt am Sonnabend in einem der Labore der Schule für Gesundheitsberufe nahezu ununterbrochen. Dort werden nämlich anlässlich des Tages der offenen Tür Kapseln hergestellt - wie man sie sonst nur in der fertigen Verpackung aus der Apotheke kennt. Yvonne Sternberg aus Bernau ist eine der Ersten, die sich Gummihandschuhe überstülpt und mit Julia Hoyer, die sich an der Schule zur Pharmazeutisch-Technischen Assistentin (PTA) ausbilden lässt, die Plastedöschen herstellt. Und da man PTA landesweit nur in Eisenhüttenstadt und ohne Schulgeld erlernen kann, sind neben Yvonne viele Interessenten aus ganz Brandenburg da.

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Mitmachen angesagt: Yvonne Sternberg (l.) stellt gemeinsam mit Azubi Julia Hoyer Kapseln her.

© MOZ/Janet Neiser

Auch Saskia Herre aus Potsdam will sich die Schnuppertour nicht entgehen lassen. „Ich habe mich hier schon beworben“, erzählt die Abiturientin, die im Labor gerade eine Salbe anrührt. Das sei wie Kuchenbacken, meint der Azubi neben ihr mit einem Lächeln. „Am 23. Februar ist das Vorstellungsgespräch“, sagt Saskia. Sollte das mit der PTA-Ausbildung klappen, werde sie sich in dem Wohnheim der Schule ein Zimmer nehmen. Dort sind die 98 Betten derzeit zu 80 Prozent ausgelastet, erklärt Schulleiterin Ursula Tielscher, die an diesem Tag wie etliche der derzeit 300 Schüler gern und ausdauernd Fragen der Besucher beantwortet. „Wir nehmen das ganze Jahr über Bewerbungen an“, versichert sie. Manch einer habe sogar noch im September einen Ausbildungsplatz bekommen - beispielsweise weil ein anderer abgesagt hat.

Shirin ist erst 14 Jahre alt, aber sie interessiert sich bereits für den Beruf der Gesundheits- und Krankenpflegerin. „Sie wollte unbedingt hierher“, sagt ihre Mutter, während sich Shirin den Blutdruck messen lässt. Später erzählt die junge Dame, dass sie es schön finden würde, Menschen zu helfen. Im Sommer möchte sie deshalb ein Praktikum im Krankenhaus machen. Denny Korn kann sie dazu nur ermuntern. Der künftige Krankenpfleger befindet sich im 3. Lehrjahr. „Es macht Spaß. Die Schule ist wunderbar“, schwört er. „Wir haben hier viel Platz und gute Bedingungen.“ Zudem gibt es nicht nur für ihn, sondern auch für die Azubis der anderen Berufe - also PTA, Medizinisch-Pharmazeutischer Assistent sowie Physiotherapeut - gute Chancen, einen Job zu finden.

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