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(MOZ) Dass die Benzinpreise kräftig steigen würden, war abzusehen, seitdem die EU ihr Ölembargo gegen Iran wegen dessen Atomprogramms verhängt hatte, Teherans Reaktion wiederum nur eine Frage der Zeit. Sanktionen, Embargos, Lieferstopps - als Instrumente internationaler Politik seit Jahren weitestgehend erfolglos.
Gerade im Falle Irans wird das deutlich. Weder ließen sich die Mullahs von ihrem Atomprogramm abbringen, noch erkennen sie internationale Spielregeln an. Und auch die Bombe wird sich so nicht verhindern lassen. Umso fragwürdiger ist es deshalb, weshalb Europa an diesen Schrauben dreht. Zumal die EU gerade einmal fünf Prozent ihres Ölbedarfs aus dem Iran bezieht.
Die einzigen, die sich getroffen fühlen, sind die Ölmärkte, die aus Sorge vor unkalkulierbarer Eskalation in Angst geraten. Das ist der berühmte psychologische Effekt bei der Entwicklung des Preises, der natürlich auch von anderen Faktoren abhängt. Ihre Angst lassen sich die Märkte per Risikoaufschlag bezahlen - vom Verbraucher, indem er noch tiefer in die Tasche greifen muss. Es ist immer dasselbe Spiel, nur jedes Mal etwas teurer.