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Heike Weißapfel 24.02.2012 18:45 Uhr - Aktualisiert 27.02.2012 10:22 Uhr
Red. Oranienburg, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

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Junge Lärchen auf dem Grenzstreifen

Bergfelde (MZV) Fünf junge Lärchen stehen seit Freitag auf dem Grenzstreifen von Bergfelde. Anlass der Pflanzung sind das 25-jährige Bestehen des Deutschen Historischen Museums (DHM) und die Ausstellung „Unter Bäumen – die Deutschen und der Wald“.

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Gleich geht‘s los: Schüler, Lehrer und Forstbeamte halfen beim Pflanzen.

© Weißapfel

So viele Helfer sind im Winter sonst kaum am Naturschutzturm anzutreffen, auch nicht so viele Forstbeamte. An die 80 Erwachsene und Jugendliche haben sich zu einer gemeinsamen Pflanzung von fünf Lärchen getroffen, darunter neben 40 Schülern und Lehrern Oberforstrat Henry Repkow, Tegels Forstamtsleiter Karl-Heinz Marx und Förster Carsten Voigt sowie Dr. Hans-Martin Hinz von der Geschäftsleitung des DHM, Brigitte Vogel-Janotta, Leiterin des Fachbereichs Bildung, Wald-Ausstellungskurator Bernd Ullrich und weitere Mitarbeiter vom DHM.

Während die Wechselausstellung nur begrenzte Zeit zu sehen ist, sollen die Bäume nachhaltig das Bewusstesein für den Schutz der Wälder fördern und Spaziergänger auf die Aktivitäten rund um den Naturschutzturm aufmerksam machen, wünscht sich Dr. Hans-Martin Hinz. Finanzielle Unterstützung dafür kommt von der Bremer Manfred-Hermsen- Stiftung.

Den jeweiligen Baum des Jahres zu pflanzen, ist am Turm gute Tradition. Die Europäische Lärche, der Baum des Jahres 2012, sei eigentlich eher in kühleren Regionen in den Alpen und in den Sudeten beheimatet, erklärte Karl-Heinz Marx. Die Berliner haben aber schon den Beweis angetreten, dass sie auch in dieser Region durchaus gut wächst. Im Jahr 1795 hat der Forstwirt und Autor forstwirtschaftlicher Schriften, August von Burgsdorf, in Tegel eine Lärche gepflanzt, die heute mit 44Metern als höchste in Berlin gilt, berichtete Marx.

Marian Przybilla, Mitglied der Deutschen Waldjugend und Stadtverordneter (Die Linke) hat die außergewöhnliche Pflanzaktion mit dem Museum organisiert und koordiniert. In Brandenburg ließe sich sicher eine noch höhere Lärche finden, ist er sicher. Aber nicht am Turm: Denn dort ist kein Bewuchs älter als 22Jahre. Helga Garduhn und Przybilla haben die Aufforstung des Grenzstreifens mit Generationen von Schülern und der Waldjugend bewerkstelligt.

Ordentlich zu schleppen hatten die Schüler an den schon recht großen Bäumen. In einer Sichtachse zum Turm wurden die jungen Lärchen in die Erde gebracht. Die Siebentklässler der Dr.-Hugo-Rosenthal-Oberschule aus Hohen Neuendorf und Achtklässler der Katholischen Schule Sankt Franziskus aus Berlin strengten sich an.

„Werft die Erde nicht zu weit weg. Die müsst ihr nachher wieder draufschippen“, riet Bürgermeister Klaus-Dieter Hartung (Die Linke), den Jugendlichen, die auch die Ausstellung besucht hatten. „Oh, nee!“, war die Antwort, aber dann klappte es doch. Einige Franziskus-Schülerinnen haben sich für „ihren“ Baum einen naheliegenden Namen ausgedacht: Francesca. Das Mittagessen aus der Gulaschkanone der Bergfelder Feuerwehrkameraden schmeckte nach getaner Arbeit umso besser.

40 000 Besucher haben die Ausstellung „Unter Bäumen“ im DHM Unter den Linden bisher gesehen. Noch bis zum 4. März ist täglich von 10 bis 18 Uhr Gelegenheit dazu.

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