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Schwedt muss Klinik für Kinder schließen

Cornelia Hendrich / 27.03.2012, 19:39 Uhr - Aktualisiert 28.03.2012, 12:49
Schwedt (MOZ) Aus Mangel an Kinderärzten muss die Kinderklinik des Asklepios Klinikums in Schwedt (Uckermark) schließen. Lediglich ein Chefarzt und zwei Assistenzärzte waren noch an der Kinderklinik beschäftigt. Als sich jetzt der Chefarzt krank meldete, konnte die Versorgung der Kinder nicht mehr gesichert werden. Deshalb entschloss sich Michael Jürgensen, Chef des Klinikums, zu diesem Schritt. Die Kinderklinik in Schwedt hatte 20 Betten. Eltern müssen mit ihren kranken Kindern nun nach Eberswalde und Pasewalk fahren. Vor ein paar Jahren schloss in der Uckermark bereits die Kinderklinik in Prenzlau. Die Geburtstation in Schwedt ist von der Schließung nicht betroffen.

Der Krankenhaus-Konkurrent GLG (Gesellschaft für Leben und Gesundheit) soll nun mit Ärzten aus dem Eberswalder Krankenhaus aushelfen, doch dies sei keine langfristige Lösung. Kinderärzte werden überall in Brandenburg dringend benötigt. (Mit Adleraugen)

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Birgit Frommer 05.04.2012 - 21:43:58

Realität! ...in Schwedt :-)

Also aufbegehren ist doch jetzt das Mindeste, was der mündige Bürger tun sollte. Im Speziellen die Eltern der Schwedter Kinder und des Einzugsgebietes des knechtenden Klinikums. Und natürlich schaue ich nicht nach Prenzlau, Pasewalk oder andere Städte - es geht um Schwedt. Es geht um die Gesundheit der Kinder, eine schnelle Heilfürsorge, kurze und sichere Wege zur Klinik. Das steht auf dem Spiel! Drumherum existieren eine Reihe Nebenkriegsschauplätze, welche noch gar nicht so intensiv in die mediale Berichterstattung gelangt sind. Aber im Topf brodelt es und der Deckel fängt an sich zu heben. Es geht auch um sozialverantwortliche Personalpolitik, Mitarbeitermotivation, ausreichend Fachärztepersonal, Einhaltung tariflicher Bestimmungen. Ich bleibe ganz bewusst beim Asklepios-Sklavenschiff und seinem einpeitschenden Geschäftsführer, dem jegliches "menscheln" abhanden gekommen zu sein scheint - nein es ist definitiv so! Realität und Wahrheit sind zwei untrennbare und wundervolle Dinge, welche Sie liebe(r) DAKOTA nicht in Zweifel ziehen sollten. Sie vertreten Ihre Sache mit Eifer und Vehemenz. Das ist Ihr Standpunkt und es ehrt Sie sich für eine Sache und eine Seite einzustehen. Das nennt man Loyalität. Auch wichtig und wundervoll. In Ihrem Fall nenne ich es Blindheit und Ignoranz... vor der dramatischen Lage im Krankenhaus, seiner grossartigen und ausgebeuteten Belegschaft und dem Wichtigsten, den Patienten - Ihren Kunden. Frohe Ostern!

Dakota 04.04.2012 - 13:00:32

@Birgit

Wo warst Du denn damals bei der Abstimmung????? Und Du kannst in Deinem Tonfall ruhig noch deutlicher werden. Das spiegelt nur deine Wut und Hilflosigkeit wieder. Diese sei Dir auch zugestanden. Trotzdem solltest Du weiterhin in der Realität leben oder wieder in diese zurückfinden. Asklepios-Sklavenschiff ist ja wohl ne Frechheit. Dann schau mal nach Prenzlau,Eberswalde,Angermünde!!!!! Noch Fragen ?????? Schwedter Bürger sind GROß im meckern.....wenn es ans eingemachte geht und deren Meinung/Mitverantwortung gefragt ist....fühlen Sie sich nicht zuständig....nach dem Motto...die machen ja doch was sie wollen. Super Einstellung!!!!!! Dies belegen Kommentare wie......gott sei Dank meine Kinder sind groß!!!!! Kopfschüttel Dakota

Birgit Frommer 03.04.2012 - 22:01:11

Klinikum bald ganz dicht?

Wo sind all die Indianer geblieben? Nunja, DAKOTA steht frei übersetzt für Freund oder Verbündeter. Stehen Sie also der Geschäftsleitung, den Klinikschliessungsbefürwortern oder den tatenlosen Ratsherren der frappierten Schwedter Kommunalpolitik zu nahe? In den letzten Wochen häufen sich nachweislich die Krankmeldungen und Kündigungen in den Stationen des Asklepios-Sklavenschiffes an der Auguststraße. Ganz bewusst werde ich deutlicher in meinem Tonfall und bei der faktischen Darlegung der Sachargumente, welche von "Verbündeten" als Falschaussage deklariert werden. 3 Stationsärzte haben kürzlich Ihre Kündigung eingereicht, ein weiterer wird möglicherweise nachziehen. Was nun? Die Kinderklinik ist bereits geschlossen. Was folgt? Die Geriatrie? Bald das ganze Haus? Es hat einen makabren Beigeschmack, wieviele Facharztstellen in der jüngeren Vergangenheit am Klinikum ausgeschrieben wurden und werden. In unserer vernetzten Welt wird sich mit diesen Referenzen aus Schwedt jedoch kein intelligenter Arzt in die Uckermark locken lassen. Wie sieht es denn in der Praxis aus? "... übernehmen Sie doch noch einen Dienst. Können Sie heute nicht länger machen? Da ist wieder jemand ausgefallen, Sie können jetzt nicht gehen. Ganz sicher stellen wir Ihnen zur Verstärkung einen Honorararzt. Die Lösung ist greifbar nahe! Den Urlaub können Sie doch auch später nehmen. Wenn Sie sich krankschreiben lassen, müssen wir Ihre Station auch schliessen..." Das Kartenhaus wird spätestens dann zusammenfallen, wenn das erste Kind sprichwörtlich mit dem Kopf unter`m Arm in Eberswalde versorgt werden muss, weil sich wieder jemand nicht richtig auskannte oder ein anderer eine zu mutige Diagnose stellte. Ganz abgesehen von den verunsicherten und ängstlichen Eltern, die nun mit geschwollenem Puls hinterm Lenkrad nach Eberswalde steuern - bei Wind und Wetter bei Tag und Nacht. Sofern sie ein Fahrzeug besitzen! Unverantwortlich nenne ich das - heuchlerisch dies in Frage zu stellen.

Dakota 31.03.2012 - 19:56:31

@Birgit

Dein Eintrag beinhaltet etliche Falschaussagen!!!!!!!!

Birgit Frommer 29.03.2012 - 23:50:48

Der Fisch stinkt vom Kopf her!

m.juergensen@asklepios.com - diese Adresse ist die personifizierte Kapitulationserklärung des einstmals weit über die uckermärkischen Grenzen angesehenen Krankenhauses. Dem Geschäftsführer ist es in den zurückliegenden Monaten gelungen, zahlreiche Fachärzte durch seine "Führungskompetenz" in die Flucht zu schlagen. Was die Angestellten des Klinikums nur hinter verschlossenen Türen auszusprechen wagen, faktisch wurde ein tiefer Keil zwischen Geschäftsführung/Pflegedienstleitung und einen erheblich großen Teil der Fachärzte und dem Schwesternpersonal getrieben. Was heute die Schwächsten, unsere Kinder, betrifft, greift längst auch auf anderen Stationen in Form von Überlastung, Überstunden, Fachkräftemangel und Willkür bei der Erstellung von Dienstplänen um sich. Es gipfelt in der Demotivierung der Mitarbeiter durch die schleichende Etablierung eines Dumpingtarifwerkes. Im Ergebnis suchen engagierte junge Fachärzte das Weite, weil sie Arbeitsbedingungen vorfinden, die kein noch so belastbarer Halbgott in Weiss auf Dauer erträgt, schlichtweg auch keine Identifikation mit dem Arbeitgeber aufgebaut wird. Sozialverträglich sieht anders aus, Motivation sucht man vergeblich - Kunstfehler oder Fehldiagnosen wird man hingegen bald häufiger finden. Liebe Bürger der Stadt Schwedt, Uckermärker - es sind Eure Kinder, es ist Eure Gesundheit. Manchmal lohnt es sich zu kämpfen und aufzubegehren. Diese Region hat schon viel zu oft den Kopf in den märkischen Sand gesteckt und verkommt auf diese perfide Art nicht nur geografisch zur bedeutungslosen Randerscheinung.

Siegfried Müller 29.03.2012 - 23:13:22

Bitte noch 6-8 Jahre aushalten

@ Lars „Wer seine demokratischen Rechte nicht wahrnimmt ist selber schuld, liebe Schwedter. Ihr wart zu faul Eure Rechte wahrzunehmen und jetzt ist das Geschrei groß“. Endlich mal einer , der der Ursache näher kommt. Und wie hat man 1989 auf den Straßen geschrieen : Wir sind das Volk , wir wollen endlich Demokratie.! Das Volk lies sich mittlerweile ruhig stellen. Demokratie muss gelebt werden, doch das heute- jeder will nur seine Ruhe - ,scheint die Oberhand gewonnen zu haben. Immer das Gefasel, der Staat muss.... es geht doch auch so, denn es ist nicht die erste Klinik in Brandenburg, die geschlossen wurde.. Das nannte man Strukturwandel in der Krankenhauslandschaft, private Träger kamen auf dem Plan und z. Bsp. bis 2008 wurden 17 Krankenhäuser in Brdbg geschlossen. Und Privatisierung heißt ,dass ärztliche Versorgung zur Ware wie jede andere wurde, die genauso der kapitalistischen Hauptregel ,der Wirtschaftlichkeit unterworfen ist. Und wer mit Schließungen nicht einverstanden ist, hat jederzeit die Möglichkeit, auf dem Klageweg gegen die Schließung vorzugehen , Bürgerinitiativen zu gründen usw. usf. Das ist wieder der Vorteil einer Demokratie, theoretisch gesehen. Das Bundesgesundheitsministerium hat verlauten lassen , ehe die neuen Maßnahmen zur Beseitigung der ärztlichen Unterversorgung in sogenannten strukturschwachen Gebieten greifen, müssen wir uns 6-8 Jahre gedulden. Man weiß ganz genau , dass die Bürger keine Kosten scheuen, die ärztliche Versorgung Ihrer Kinder abzusichern und dann eben dorthin fahren, wo sie sie kriegen . Für Notfälle gibt es doch die Notfallhilfe, so einfach ist der Plan B..

Martin 28.03.2012 - 21:12:31

Soll man?

Da stellt sich doch die Frage, ob man überhaupt Kinder in Schwedt bekommen soll... Wenns dann mal krank wird und man kein Auto hat, wie kommt man nach EW, ANG? Kind unterm Arm und laufen? Ich bin 2010 hier her gezogen, gerade weil in PZ die Kinderstation geschlossen wurde und nun? Es ist schon interessant, das das Klinikum aus/ umgebaut wird und die Station, welche für Eltern am wichtigsten ist, geschlossen werden muss... Nunja DANKE Schwedt

Torsten Müller 28.03.2012 - 21:01:16

Tomue

Herr Polzehl, was haben Sie mit unserem Klinikum gemacht, verschachert, mehr sag ich nicht dazu. Das Ende des Schwedter Klinikums ist, denke ich mal, besiegelt. Bei den Kleinen wird angefangen und mit der Geriatrie hört es auf. Dazwischen liegen noch ne Menge Stationen für alle Altersgruppen. Es ist einfach nur traurig, wie weit Sie, Herr Polzehl, zusehen und untätig bleiben. Bewegen Sie endlich mal Ihren Hintern und tun Sie was für die Bürger die Sie gewählt haben oder treten Sie zurück.

ein besorgter Schwedter 28.03.2012 - 20:05:45

Schließung Kinderstation

Ich kann die Leute verstehen, die sehr sauer auf die Schließung der Kinderstation sind. Auch bedauere ich die Kinderkrankenschwestern, die jetzt wo anders eingesetzt oder womöglich entlassen werden müssen. Der "solariumgebräunte" Klinikum Chef solle sich mal fragen/überlegen, ob er alles für den Erhalt der Kinderstation getan hat. Ich sage mal nein!!! Ist es den aus der Sicht der Geschäftsleitung -Asklepios- zumutbar, mit einem kranken Kind bis nach EW oder PW oder TP zufahren, um Hilfe zu bekommen. Vieleicht ist es der Anfang vom Ende des Asklepios Kilinikum Schwedt.

Matthes 28.03.2012 - 13:28:12

Kinderklinik

Asklepios, der Gott der Heilkunde würde sich im Grabe umdrehen und Hippokrates die Hände über den Kopf zusammen schlagen. Eine Klinik mit diesen Namen, verdient diesen Namen nicht. Sie muss ihn sich erst verdienen, solange darf sie sich "Geriatische- und Pflegeheimklink" nennen.

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