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Friedliche Proteste gegen Neonazis in Brandenburg/Havel

dpa / 31.03.2012, 15:30 Uhr - Aktualisiert 31.03.2012, 21:38
Brandenburg/Havel (dpa) Rund 650 Menschen haben am Samstag mit einem "Tag der Demokratie" in Brandenburg/Havel gegen einen Aufmarsch der rechtsextremistischen NPD protestiert. "Niemand von den Neonazis ist in die Innenstadt gekommen. Das ist ein großer Erfolg für die Zivilgesellschaft", sagte Aktionstagsprecher Heinz-Joachim Lohmann der Nachrichtenagentur dpa. Braunes Gedankengut dürfe "jetzt und in Zukunft in unserer Mitte keinen Platz haben", sagte Brandenburgs Finanzminister Helmuth Markov (Die Linke). Zu dem Protest hatten unter anderem Parteien, Gewerkschaften und Kirchen aufgerufen.

Polizeisprecher Torsten Ringel sagte, es habe keine größeren Zwischenfälle gegeben. "Wir haben auf Deeskalation gesetzt, Neonazis und Demokraten strikt voneinander getrennt." Mehr als 450 Beamte aus Berlin und Brandenburg seien im Einsatz gewesen.

Auch mit einer Gruppe von 60 Linksalternativen habe es keine größeren Probleme gegeben, sagte Ringel. Sie hatten zeitweise eine Brücke besetzt. Auch deshalb blieb für die 150 Neonazis nur der Außenring am Stadtrand von Brandenburg

Havel. Kaum einer habe etwas von den Rechtsextremisten mitbekommen. Brandenburgs Polizeipräsident Arne Feuring machte sich selber ein Bild von der Lage.

An den vielfältigen Aktionen gegen den NPD-Aufmarsch beteiligten sich auch der SPD-Fraktionsvorsitzende im Brandenburger Landtag, Ralf Holzschuher und Landtagspräsident Gunter Fritsch. Demonstranten organisierten Fahrradkorsos, um den Nazis nicht die Straße zu überlassen.

Zu dem Neonazi-Aufzug hat die NPD rund 200 Rechtsextremisten angemeldet. Am vergangenen Wochenende hatten die Rechten in Frankfurt (Oder) demonstriert. In den kommenden Wochen wollen die Rechtsextremisten noch in Neuruppin und Wittstock aufmarschieren. "Auch in Zukunft ist es die Aufgabe der Bürger, zu zeigen, dass die Neonazis nicht willkommen und dass wir mehr sind", sagte Landtagspräsident Fritsch.

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Fran 19.04.2012 - 08:12:26

Mann Peter

da hat der Verfolgungswahn aber derbe zugeschlagen was. Und danke, dass ich hier lange Zeit genervt habe und sie das immer noch so sehr beschaeftigt, zeigt mir das es doch eine Wirkung hatte bei linksgruenen Tofufreaks und Jack Wolfskin Gemeinde Sind sie eigentlich der Radfahrer der immer gerne Hauptstrassen fuer 20 Radfahrer sperren laesst?

Siegfried Müller 02.04.2012 - 13:43:51

@Peter @ Max Wunderlich @ Wolfgang2 @Fabian @Lothar ...

Plötzlich verstummt , wenn es konkret wird bzw. ich endlich verstanden wurde ? Viel Lärm um nichts !!!!

Siegfried Müller 01.04.2012 - 20:21:57

@Peter @ Max Wunderlich @ Wolfgang2

Zitat @ Peter „In beiden Fällen zogen die Täter ihre Rechtfertigung aus ihrer rechten Ideologie. Das nenne ich nicht Recht und Gesetz, sondern Mord und Totschlag. Auch wenn die Strafe abgesessen ist.“ Natürlich ist das Mord und Totschlag, darum ging’s aber leider nicht. Aber bleiben wir doch bitte bei der Sache . Zitat @Peter „Bei den Nazis sind mindestens zwei Leute mitmarschiert, die aufgrund ihrer Meinung andere Menschen als „minderwertig“ identifiziert und deshalb getötet haben.“ Und für diese Ihre Verwunderung habe ich meine Meinung geschrieben, also noch mal. 2. Wenn jemand seine Strafe abgesessen hat , ist er wieder ein normaler Bürger, ohne irgend welche Einschränkungen bürgerlicher Freiheiten. da kann er tun und lassen was er will. Das nennt man Recht und Gesetz. Und er darf sogar an Demonstrationen teilnehmen, auch wenn Ihnen das Messer in der Hose aufgeht Persönlich subjektive Beurteilungen/Bewertungen kann zwar jeder nach dem GG A. 5(1) äußern , spielen aber bei rechtlichen Einordnung keine Rolle. Was habe ich denn relativiert, das Grundgesetz, weil Sie den Kommentar- Die Relativierung geht weiter –betitelt haben ? Ich weiß auch nicht ,ob die links waren, das war eine allgemeine Aussage. Stimmt die nicht ? Es gibt nur rechte Gewalt ? @ Max Wunderlich Sie haben da wohl Erfahrungen im Melden ? Dadurch , dass bei der MOZ die gleichen Themen in Nuancierungen zeitlich versetzt ins Netzt gestellt werden, läuft tatsächlich alles nach dem gleichen Muster ab. Nur gut , dass Sie davor gefeit sind @ Wolfgang2 Guter Vorschlag , dann sind die” Normalen” unter sich und können sich permanent gegenseitig beweihräuchern. Endlich dann eine interessante Diskussion !

Frank 01.04.2012 - 19:17:42

@Peter

politisch normal = nicht wählen gehen und sich auch sonst nicht für politik zu interessieren - aber bei jeder gelegenheit über die politiker meckern

Fabian K.-D. 01.04.2012 - 18:21:10

@PETER

"Vor 16 Jahren prügelte der bullige Neonazi Sascha Lücke den schmächtigen Punk Sven Beuter in Brandenburg an der Havel zu Tode. Er hat seine krude Ideologie, die manche gern unter den Schutz der Meinungsfreiheit stellen wollen, in die Tat umgesetzt. Heute liefen wieder Neonazis durch Brandenburg. Einer von ihnen war Sascha Lücke." Und andere sind auch dabei. Warum werden Mörder nach so wenigen Jahren wieder auf den freien Fuß gesetzt? Für diese Handlungen sind unsere Gerichte verantwortlich. Und der kleine Bürger demonstriert gegen den Rechtsextremismus. Irdend etwas stimmt da nicht in dem Rechtsstaat der Bundesrepublik Deutschland.

Lothar 01.04.2012 - 17:38:31

läuft alles nach Plan

der Politik, mit Hilfe der Medien das Volk gegeneinander aufzuhetzen und bevor jemand merkt, dass wir verraten und verkauft wurden, ist es zu spät. Ist doch komisch, dass gerade jetzt, fast täglich irgendwelche rechts-links Debatten losgetreten werden.

Frank 01.04.2012 - 17:33:48

Linksradikale Gewaltexzesse in Frankfurt/Main

linke Gewalt richtet sich vorrangig gegen Sachen oder eben Polizisten. Letztere sind durch ihre Kleidung/Ausrüstung/Fahrzeuge/Zusammenhalt einigermaßen geschützt und hatten oft auch nur Glück. Pflastersteine und verharmlosend "Molotow-Cocktails" genannte Brandbomben sind tödliche Waffen.Doch nicht immer geht alles glimpflich ab. Bei der Abreise von den Chaoten-Demos in Heiligendamm 2008 verunglückte eine dort eingesetzte Polizistin tödlich. Jetzt berichtet auch die WELT von den heutigen Geschehnissen in Frankfurt/Main. http://www.welt.de/politik/deutschland/article106143345/Polizist-bei-Protesten-in-Frankfurt-schwer-verletzt.html Was ich mit damit hier ausdrücken will: es gibt keine "gute" Gewalt und keine "böse" Gewalt, diese Unterscheidung ist absurd.

online-Moz 01.04.2012 - 17:16:46

Nachricht aus der Redaktion

Liebe Kommentatoren, dieses Forum dient der sachlichen Auseinandersetzung mit aktuellen Themen. Wir bitten um Achtung der Netiquette und einem respektvollen Umgang miteinander. Die Redaktion

Frank 01.04.2012 - 16:32:40

Im anderen Frankfurt kam heute ein schwerstverletzter Polizist auf die Intensivstation

http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/4970/2227516/pol-f-120401-460-frankfurt-unfriedliche-demonstration Ohne Nazibeteiligung, die "Anti"-Faschisten tobten sich allein aus. Lag es bei uns am guten Wetter in Brandenburg, oder einfach nur daran, dass die Polizei bei uns mit 10:1 in der Übermacht war ??

Peter 01.04.2012 - 16:18:32

Rechtsextremismus tötet

@Thomas S.: Ich habe nie behauptet, ein Linker zu sein. Nur wer ein starres bipolares Weltbild hat, sieht in jedem, der sich gegen Rechtsextremismus positioniert, einen Linken. Dass den zahlreichen rechts motivierten Tötungsdelikten seit 1990 kein einziges links motiviertes entgegen steht, ist eine Tatsache, die Sie nicht mit dem trotzigen Satz „Das stimmt einfach nicht!“ widerlegen können. @Wolfgang2: Was ist „politisch normal“?

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