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Sandra Dietrich 04.04.2012 07:48 Uhr - Aktualisiert 04.04.2012 09:33 Uhr
Red. Frankfurt (Oder), frankfurt-red@moz.de

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Balance-Akt auf der Oder

Frankfurt (MOZ) Auf den Gewässern der Oder sieht man sie nun wieder regelmäßig: die Ruderer und ihre Boote des Frankfurter Ruderclubs 1882. Der Verein zählt 135 Mitglieder. Der Sport in den Booten ist eine Mischung aus Balanceakt und Krafttraining.

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Training auf dem Oderarm

© FOTO Michael Benk

16 Kilogramm wiegt das Ruderboot von Felix Jensch. Er trägt es auf den Schultern wie eine Umzugskiste. In seiner Sportkleidung und ohne Schuhe bringt er sein Gefährt zum Steg am Clubhaus in der Lehmgasse. Der 17-Jährige kommt sechsmal in der Woche zum Training auf dem Oderarm und in das Vereinshaus. "Durch einen Freund bin ich zum Rudersport gekommen, jetzt bin ich schon fünfeinhalb Jahre dabei", erzählt Felix. Der Schüler war sofort begeistert und wechselte den Fußball gegen das Ruderboot ein. "Das Besondere ist die Ruhe. Es wird mehr mit dem Kopf gearbeitet", erklärt Felix.

Der Elftklässler des Oberstufenzentrums ist nicht der einzige, der seine Leidenschaft im Rudersport gefunden hat. "Wir haben 135 Mitglieder, davon sind etwa ein Drittel Kinder und Jugendliche", sagt Dirk Schacher. Er ist Vorstandsmitglied, Ruderwart sowie Trainer im Ruderclub 1882.

"Eine gute Voraussetzung, um mit den Rudersport anzufangen ist eine große und schlanke Statue", beschreibt der Trainer. Besonders bei Kindern spiele das physikalische Hebel-Verhältnis eine entscheidende Rolle - sie brauchen also lange Arme. "Den Rest lernt man wie bei jeder anderen Sportart auch - sei es Ausdauer, Technik oder das richtige Einsetzen der Kraft", erklärt Dirk Schacher.

Auch Jessica Möller trainiert viermal die Woche und das schon seit 15 Monaten. "Ich bin durch einen Zeitungsartikel auf den Ruderclub aufmerksam geworden", erinnert sich die Gymnasiastin. Mit einer Freundin ging sie vor über einem Jahr zum Training und seitdem hat sie das Rudern nicht mehr losgelassen. "Das Besondere ist, die Balance zu halten, man muss gleichzeitig ruhig und schnell sein", erklärt die Siebtklässlerin.

Auf einer Breite von etwa 35 Zentimetern sitzen entweder ein, zwei oder vier Mädchen und Jungen in dem Boot. Die kleinen Sitzflächen reichen gerade, um darauf Platz zu finden. Mit den Füßen in den eingebauten Schuhen bewegen die Sportler sich nach vorn und hinten. In knapp zwei Stunden legen sie bis zu 13 Kilometer zurück.

Am Pfingstwochenende finden die Landesmeisterschaften für alle Altersklassen in Brandenburg an der Havel statt. Vom 21. bis 24. Juni stehen dann die deutschen Meisterschaften für die 15- bis 18-Jährigen auf dem Programm, für die bis 14-Jährigen eine Woche später der Bundeswettbewerb.

Auch Felix Jensch ist bereits bei den Landes- und sogar den deutschen Meisterschaften angetreten und konnte Erfolge erzielen. Jessica Möller heimste beim vergangenen Bundeswettbewerb den 10. Platz im Vierer ein. Im Verein trainiert Ulrich Eulenberger die Jüngeren - von den Anfängern bis zu den 12-Jährigen. Ab dem 13. Lebensjahr übernimmt dann Dirk Schacher das Zepter. "Die Schüler richten ihren Tag so ein, dass die Hausaufgaben meistens schon gemacht sind, wenn sie zum Training kommen, danach sind sie ziemlich kaputt", sagt Kassenwart Ulrich Eulenberger. Hausaufgaben bekommen sie auch von den Trainern auf. "Die Kleinen trainieren zwei bis drei Mal, die Älteren etwa fünf Mal die Woche. Dazu kommen Hausaufgaben wie Joggen oder Fahrradfahren", erklärt Dirk Schacher.

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