Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Auf dem Weg zur Kunstkirche

Die Werke wurden von insgesamt 16 Kindern und Jugendlichen erdacht und skizziert. Künstler und Projektinitiator Peter Scholte-Reh fertigte mit Motorsägen die hölzerne Kunst.
Die Werke wurden von insgesamt 16 Kindern und Jugendlichen erdacht und skizziert. Künstler und Projektinitiator Peter Scholte-Reh fertigte mit Motorsägen die hölzerne Kunst. © Foto: E. Loth
Juliane Keiner / 20.04.2012, 12:50 Uhr
Bad Belzig (MZV) Der Stolz stand Pfarrer Daniel Geißler ins Gesicht geschrieben. Und das nicht nur wegen des gut besuchten Gottesdienstes. In erster Linie aufgrund der künstlerischen Arbeit der Kinder, die in Holzskulpturen die Schöpfungsgeschichte nachgestellt haben.

Während des Gottesdienstes durften die kleinen Künstler ihre Skulpturen enthüllen. Dazu erklärten sie den Anwesenden ihre eigenen Gedanken zu den einzelnen Werken. Intensiv hatten sich die Kinder mit dem Thema beschäftigt. Anfangs wurden Ideen zu Papier gebracht. Diese setzte der Treuenbrietzener Künstler Peter Scholte-Reh dann mit seinen Motorsägen in die Tat um. Auf der Lehne der Bank, die im Bild des von Gott geschaffenen Sonntags steht, sind die Namen der Mädchen und Jungen eingebrannt.

Die Idee entstand im Zuge der geplanten Renovierung der Kirche in Hohenwerbig in Richtung einer Kunstkirche. Die Förderanträge dazu sind bereits gestellt, aber noch nicht bewilligt.Die Arbeit der 16 Kinder und Jugendlichen ist ein erster Schritt in die richtige Richtung und ein idealer Anfang. Wichtig war den Initiatoren um Peter Scholte-Reh, dass es kein Projekt werden sollte, das in irgendeiner Schublade verschwindet. Es sollte etwas werden, das Bestand hat. So können sich die Teilnehmer auch später noch an die kreative Zeit erinnern. Das Projekt soll auch keine Eintagsfliege bleiben, sondern der Anfang einer Kunstsammlung in der Kirche sein. Der gesamte Gottesdienst stand im Zeichen der Erhaltung der Natur, wie Gott sie geschaffen hat und der dazugehörigen Verantwortung, die wir Menschen dafür tragen, damit die Welt nicht zur Titanic wird und eines Tages untergeht. Am Ende des Gottesdienstes konnten alle Gäste dann die Kunstwerke ausführlich bewundern. Die Kinder und Jugendlichen gaben in dem Zusammenhang noch einmal Erläuterungen über „ihre“ Skulptur. In der Kirche war eine kleine Ausstellung vorbereitet, die den Entstehungsprozess nachvollziehen ließ - angefangen von Skizzen und Zeichnungen bis zu einer Fotoshow.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG