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Stefan Lötsch 26.04.2012 20:59 Uhr
Red. Eisenhüttenstadt, eisenhuettenstadt-red@moz.de

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Kulturkampf um die Zuschüsse

Eisenhüttenstadt (MOZ) Die geplanten Kürzungen der städtischen Zuschüsse für das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Höhe von 76000 Euro und für den Club Marchwitza in Höhe von 9700 Euro sollen nach Willen der SPD-Fraktion nicht umgesetzt werden. Holger Wachsmann (SPD) machte vielmehr den Vorschlag, das dann fehlende Konsolidierungs-Potenzial beim Zuschuss für das städtische Museum wegzunehmen. Einen entsprechenden Antrag will die SPD-Fraktion stellen.

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Schon in der März-Sitzung des Kulturausschusses hatte sich Wachsmann darüber mokiert, dass das Museum laut Finanzplanung in diesem Jahr mehr Geld erhalten soll als 2011 für die Folgejahre prognostiziert wurde. Auch kritisierte er, dass das Museum Konzerte und Lesungen veranstalte. Er forderte eine klare Abgrenzung zu anderen Einrichtungen der Stadt. Aus Sicht von Wachsmann soll der Zuschuss für das Museum auf dem Niveau von 2011 (281000 Euro) eingefroren werden. In der jüngsten Sitzung legte er nach, wollte das zusätzliche Geld lieber für das DOK-Zentrum bzw. für den Club Marchwitza verwendet wissen, wo Zuschüsse ganz, bzw. teilweise gestrichen werden sollen.

Kämmerin Gudrun Grund erklärte die Steigerung des Zuschussbedarfes des Museums gegenüber dem Finanzplan des vergangenen Jahres damit, dass zunächst Fördermittel veranschlagt wurden, die aber in dem Umfang nicht fließen. Außerem werden die Kosten für das Kulturmobil inzwischen beim Museum verbucht.

Hartmut Preuß, Leiter des städtischen Museums, wies die Kritik von Wachsmann, dass in der Einrichtung auch Lesungen und Konzerte stattfinden, zurück. Bei einer Fachtagung seien die Museumsleiter vielmehr aufgefordert worden, sich inhaltlich auszuweiten. Die Einrichtung in der Löwenstraße sei so konzipiert, dass sie auch etwas für die kulturelle Nahversorgung in Fürstenberg leisten soll.

Einig waren sich die Ausschussmitglieder, dass Besucherzahlen ein wichtiges Kriterium für die Mittel-Verteilung seien. Das Museum hatte im vergangenen Jahr 8113 Besucher, das Dok-Zentrum weniger, sagte Frank-Uwe Gerlach, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Kultur. Wobei er die Zahlen des DOK-Zentrum und deren Zustandekommen anzweifelte. "Ich will nichts unterstellen, wie die Zahlen zustande gekommen sind", sagte er.

Was das DOK-Zentrum anlangt, gibt es Gespräche mit dem zuständigen Ministerium. Es soll die Möglichkeit ausgelotet werden, ob Land und Landkreis, die bisher mit der Stadt für die Zuschüsse aufkommen, die Finanzierung anders darstellen. Der Fachbereichsleiter warnte davor, mit einem Beschluss, die geplanten Kürzungen beim DOK-Zentrum nicht zu vollziehen, den "Druck aus dem Kessel" zu nehmen bei den Gesprächen mit dem Ministerium.

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