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Unabhängiger Berufsverband zeichnet Privatbäckerei Wiese aus

Qualitätssiegel würdigt Einsatz für Natürlichkeit

Handschlag unter Verbündeten: Anke Kähler zeichnet Björn Wiese mit Siegel und Urkunde aus.
Handschlag unter Verbündeten: Anke Kähler zeichnet Björn Wiese mit Siegel und Urkunde aus. © Foto: MOZ/Sven Klamann
Sven Klamann / 10.05.2012, 06:22 Uhr
Eberswalde (MOZ) Auf dieses Qualitätssiegel ist Björn Wiese, Obermeister der Barnimer Bäcker-Innung, besonders stolz. Die von seiner Schwester Birte und ihm geführte Privatbäckerei Wiese hat sich im Auftrag des Vereins "Die Bäcker. Zeit für Geschmack" mehrere Tage lang der Kontrolle des Instituts für Getreideverarbeitung aus Bergholz-Rehbrücke gestellt. Und die Fachprüfer überzeugt, die unter anderem den gesamten Produktionsablauf, die Rezepte und die Backwaren unter die Lupe genommen hatten.

"Hut ab vor meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Backstube", sagte der Bäckermeister bei der Übergabe des Qualitätssiegels, die in der Filiale an der Friedrich-Ebert-Straße erfolgte. Die Privatbäckerei betreibt in Eberswalde überdies das Kaffeehaus Gustav am Markt und in Britz die Backstube nebst Laden. Mit Aushilfen beschäftigen Birte und Björn Wiese 75 Mitarbeiter.

Die Verleihung nahm Anke Kähler vor. Die Bäckermeisterin aus Barsinghausen bei Hannover in Niedersachsen ist erste Vorsitzende des Vereins "Die Bäcker. Zeit für Geschmack", dem bundesweit etwa 50 Bäcker angehören und der sich als unabhängiger Berufsverband sieht. "Echter Geschmack, ehrliches Handwerk und Transparenz gegenüber den Kunden ist uns wichtig. Genau für diese Werte schaffen wir klare Regeln. Nur Mitgliedsbetriebe, die sich regelmäßig prüfen und zertifizieren lassen, dürfen unser Qualitätssiegel nutzen", hob Anke Kähler hervor. Vorgeschrieben sei zum Beispiel, dass mit Vorteigen, Sauerteigen und langen Teigführungen gearbeitet werden müsse. Industrielle Vormischungen und zugekaufte Tiefkühlteiglinge seien tabu. Maß aller Dinge sei der natürliche Geschmack. Deshalb würden einzig hochwertige Zutaten verwendet. "Wo Vanille dransteht, ist auch Vanille drin. Und wir verarbeiten Butter anstatt Margarine", nannte die Vereinsvorsitzende Beispiele. Zudem würden Rohstoffe aus der Region bevorzugt und gentechnisch veränderte Zutaten grundsätzlich abgelehnt.

Von den Schwierigkeiten des natürlichen Backens berichtete Björn Wiese bei der Übergabe. "Weil Ronny Schulz, unser Backstubenleiter, und seine mit Azubis zwölf Mitarbeiter unter anderem auf Backtreibmittel verzichten, kommt es in der täglichen Produktion zu Qualitätsschwankungen, auf die umgehend zu reagieren ist", sagte er. Dem Faktor Mensch komme daher eine besondere Bedeutung zu. Jeder, der für die Privatbäckerei arbeite, wisse um diese höheren fachlichen Anforderungen und stelle sich diesen.

Ein Exemplar des Qualitätssiegels wird in der Backstube ausgehängt. Die anderen in allen Filialen des Betriebs.

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