Sonntag, 31. August 2014
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Ruth Buder 10.05.2012 20:28 Uhr
Red. Beeskow, beeskow-red@moz.de

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Aus Folie werden Kügelchen

Beeskow (MOZ) Die Gesellschaft für Abfall-Aufbereitung Beeskow (GAA) bereitet den Aufbau einer Recyclinganlage für Kunststoff vor. Anfang nächsten Jahres soll sie in Betrieb gehen.

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Tonnenweise Folien: Die GAA in Beeskow bereitet eine neue Verarbeitungslinie vor und will Kunststoff recyceln. Inhaber und Geschäftsführer Burkhard Budahl mit Mitarbeiterin Birgit Juchert, Betriebsleiterin Kunststoffe auf dem Gelände.  

Tonnenweise Folien: Die GAA in Beeskow bereitet eine neue Verarbeitungslinie vor und will Kunststoff recyceln. Inhaber und Geschäftsführer Burkhard Budahl mit Mitarbeiterin Birgit Juchert, Betriebsleiterin Kunststoffe auf dem Gelände.

© MOZ/Ruth Buder

Tonnenweise benutzte und verschmutzte Folien liegen bereits jetzt auf einem Teil des GAA-Geländes. Das Unternehmen auf dem Friedländer Berg rüstet sich für den Aufbau einer neuen Produktionsstrecke. Erste Maschinen sind angeschafft, insgesamt werden rund 2,5 Millionen Euro investiert werden müssen, sagt Inhaber und Geschäftsführer Burkhard Budahl. "Allein von dem jetzigen Geschäft kann das Unternehmen nicht mehr mit seinen derzeit 60 Mitarbeitern existieren", gesteht der 73-Jährige. Die GAA war und ist bekannt dafür, dass sie Bauschutt recycelt und kontaminierte Böden wäscht. Aber Altlasten-Flächen erschöpfen sich, immer weniger wird in Straßenbau investiert, dafür hat die GAA Bauschutt recycelt und zum Einbau der Tragschicht wieder verkauft. Budahl rechnet deshalb mit einem kontinuierlichen Rückgang der Aufträge. Um den Betrieb in dieser Größenordnung zu erhalten, müsse ein neues Geschäftsfeld erschlossen werden.

Mit dem Inkrafttreten des neuen Kreislaufwirtschaftsgesetzes ab 1. Juni dieses Jahres wird mehr denn je Wert darauf gelegt, die Rohstoffe (die auf dem Weltmarkt immer teurer werden) möglichst lange im Kreislauf zu halten. Vor diesem Hintergrund tut sich auch für die GAA ein attraktiver Markt auf: Das Recyceln von Kunststoff. Laut Budach gebe es in der Region bisher kaum Möglichkeiten für eine umweltfreundliche Entsorgung, die Unternehmen seien aber in der Pflicht, eine korrekte Entsorgung nachzuweisen. Deshalb lässt sich jetzt die GAA als offizieller Verwerter zertifizieren. Budahl ist sich sicher, dass Landwirte der Region zwischen Spreewald und Oderbruch einen großen Bedarf haben, ihre Folien, die sie über ihre Gemüsefelder ausbreiten, ortsnah zu entsorgen. Auch Fangnetze aus Kunststoff und Hartplaste wie Gurkenfässer oder Kanister sollen hier recycelt werden. Heraus kommen nach einem komplizierten Verfahren von der Wäsche über die Zerkleinerung bis zur Verdichtung im Agglomerator und der Bearbeitung im Extruder kleine graue Plastikkügelchen (siehe Foto), die als Zuschlagstoffe in der chemischen Industrie wieder verwendet werden können.

Einen entsprechenden Antrag zur Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz ("Bimsch-Verfahren") habe das Unternehmen bei den zuständigen Behörden eingereicht. Mit einer Genehmigung, meisten verbunden mit hohen Auflagen, wird gerechnet. Burkhard Budahl rechnet damit, dass für den Kunststoff-Recycling-Bereich 20 neue Mitarbeiter gebraucht werden, seit Februar ist Brigit Juchert bereits als Betriebsleiter Kunststoffe im Unternehmen neu eingestellt worden.

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