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30.05.2012 08:24 Uhr

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Cottbuser Uni-Forscher wollen Wasserstoff als Energiespeicher nutzen

Cottbus (dpa) Wissenschaftler der Cottbuser Universität wollen Wasserstoff zum Speichern von erneuerbarer Energie nutzen. Für das optimierte Verfahren sei auf dem Campus das erste märkische Wasserstoff-Forschungszentrum mit einer Druckelektrolyse-Anlage errichtet worden, sagte die Projektleiterin Christine Tillmann im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Das Fördervolumen für das Projekt der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTU) belaufe sich auf sechs Millionen Euro. Die Eröffnung des Wasserstoff-Forschungszentrums und die Inbetriebnahme der Anlage seien für den 4. Juni zur Energiefachtagung der BTU vorgesehen.

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Das Forscherteam vom BTU-Lehrstuhl Kraftwerkstechnik arbeitet mit der Enertrag AG zusammen. Das Unternehmen erzeugt in seinem Hybrid-Kraftwerk im uckermärkischen Prenzlau Wasserstoff aus überschüssiger Windenergie. "Wir forschen an der BTU in Zusammenarbeit mit der Enertrag AG an dem Konzept Hybrid-Kraftwerk, mit dem erneuerbare Energien grundlastfähig werden, und an dessen Optimierung", erläuterte Tillmann. In Prenzlau gebe es eine Elektrolyse, die mit Atmosphärendruck arbeitet.

"Unser Projektteil in Cottbus umfasst die Erprobung der druckaufgeladenen alkalischen Elektrolyse." Diese arbeite mit einem Druck von rund 60 bar, somit werde eine Verdichterstufe eingespart, sagte die wissenschaftliche Assistentin. Untersucht werde zum Beispiel, wie schnell die Elektrolyse bei veränderter Einspeisung von Windenergie reagiert. Mit einer erfolgreichen Erforschung des Verfahrens würde ein Beitrag zur Einbeziehung regenerativer Energien und damit zu einem geringeren Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid in die Atmosphäre geleistet.

In Brandenburg und anderen Regionen Deutschlands werde viel mehr Energie aus Wind, Sonne und Biomasse erzeugt, als auf herkömmliche Art gespeichert werden kann. "Wir brauchen einen großen chemischen Speicher für diese überschüssige Energie, und das ist Wasserstoff", äußerte Tillmann. Dafür könne das Gasleitungsnetz genutzt werden, wo die erneuerbare Energie entweder in reinem Wasserstoff oder nach einer zusätzlichen Umwandlung zu Methan im Erdgas gespeichert wird.

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