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Joachim Eggers 12.06.2012 18:31 Uhr
Red. Erkner, erkner-red@moz.de

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Dornröschen und die mehr als 100 Kinder

Erkner (MOZ) Am Sonntag, um 17 Uhr, ist Premiere für den Film "Wer küsst Dornröschen?" Seit Februar 2011 haben namhafte und noch nicht so namhafte Künstler, darunter mehr als 100 Kinder aus Erkner und Umgebung, an dem Streifen mitgewirkt. Erzählt wird eine kleine Märchenhandlung - und die Entstehungsgeschichte des Films selbst.

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Die drei von der Filmrolle: Ralf Schlösser, der Organisator des Projekts, Regisseur Rolf Losansky, Schauspieler Bruno F. Apitz gestern im "Movieland" in Erkner

© MOZ/eggers

Geboren wurde das Filmprojekt im Februar 2011. Ralf Schlösser, Schauspieler und Betreiber der Schauspielschule Drehbühne in Erkner, saß in Potsdam mit dem Kinderfilm-Regisseur Rolf Losansky zusammen. Losansky sprach davon, dass er gern einen Dornröschen-Film machen würde - so wie er schon Schneewittchen verfilmt hatte. Die Erkneraner Ballettschule von Ralf Schlössers Frau Sabine arbeitete gerade an einem Dornröschen-Stück - so war die Filmidee geboren.

16 Monate später ist der Streifen zwar noch nicht ganz fertig, aber gestern wurde er schon mal in einer Preview im Movieland vorgeführt. Ein wichtiger Impuls - jeder, der will, kann mitmachen - bestimmt gleich den Anfang: Zum klackernden Geräusch einer Schreibmaschine erscheint auf der Leinwand, Buchstabe für Buchstabe, der Text einer Absage an einen Rollen-Interessenten - also das, was es bei diesem Film nicht gibt. Bei den Dreharbeiten, erzählte Rolf Losansky, kam es schon vor, dass manch einer, der schon den Prinzen spielte, auch noch einen Küchenjungen mimen wollte.

Für den Koch hatte Losansky übrigens keinen Geringeren als Gojko Mitic verpflichtet. Auch die Profi-Akteure Karin Düwel, Nastassja Hahn, Kerstin Reiman und Bruno F. Apitz ("Notruf Hafenkante") spielten ohne Gage mit - aber eben dann, wenn sie Zeit hatten. "Wenn Losansky ruft, dann kommt man", beschrieb Ralf Schlösser die Wirkung des Namens, der für unzählige Defa-Kinderfilme steht. Eine Hauptrolle in dem Film, der viel über Dreharbeiten, Schminken, Kostümieren etc. erzählt, spielt auch die Stadt selbst. Die Handlung spielt im Bürgersaal, in der Stadthalle, vor dem Hauptmann-Museum, im kleinen Stadtcafé in der Hauptmannstraße, am Dämeritzsee; immer wieder ist die Genezareth-Kirche im Blickfeld.

Die Märchen-Handlung, die auch die Stadtverordneten und den Bürgermeister, zugleich Schirmherr des Projekts, einbezieht, geht so: Die böse Fee ist sauer, weil sie nie zu den Festen in Erkner eingeladen wird, und versetzt die Stadt nebst Prinzessin deshalb in den 100-jährigen Schlaf. Wachgeküsst wird sievon dem inzwischen siebenjährigen Prinzen-Darsteller Leonard Morgner aus Spreenhagen, der im Film für den Kuss auf einen Schemel steigt. Weil der Streifen, etwa 45 Minuten lang, immer zugleich seine eigene Geschichte erzählt, werden auch mehrere Anläufe zu dieser Kuss-Szene hineingeschnitten. Ob er auch länger küssen kann, wird der kleine Darsteller da gefragt, und schüttelt den Kopf...

Die entspannte Heiterkeit, die den ganzen Film prägt, hat Leonards Mutter Madlen auch bei den Dreharbeiten gespürt. "Es war sehr nett gestaltet", sagte sie gestern über die Dreharbeiten. Leonard sei schon stolz auf seine Rolle, "aber er hat es auch nicht gleich jedem erzählt". Über eine Kindergarten-Freundin aus Freienbrink sei er zu dem Projekt gekommen, als noch Jungs gesucht wurden, erzählt Madlen Morgner. Die Karten für die Premiere am Sonntag (8 Euro) hat Familie Morgner schon bestellt. Eine zweite Vorführung ist für den 24. Juni, ebenfalls um 17 Uhr, angesetzt. Ralf Schlösser strebt an, den Streifen auch als DVD zu produzieren, ist dafür aber, wie bei allem, auf Gratis-Hilfe angewiesen.

Was auf jeden Fall bleibt, sagte Ralf Schlösser, seien neue Freundschaften. Rolf Losansky nimmt noch mehr mit: "Die Kinder haben uns etwas von ihren Träumen mit- und zurückgegeben."

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