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Symbolische Strapaze

Innere Verbundenheit: Bürgermeister Robert Philipp (parteilos, links) überreichte als Zeichen des Respekts ein farbiges Band.
Innere Verbundenheit: Bürgermeister Robert Philipp (parteilos, links) überreichte als Zeichen des Respekts ein farbiges Band. © Foto: Pilz
Thomas Pilz / 22.06.2012, 18:09 Uhr
Fürstenberg/Havel (MZV) Es hatte den Anflug einer kleinen Friedensfahrt: Tschechische und deutsche Radfahrer, aber auch etliche Läufer, haben sich gestern Früh in der Gedenkstätte Ravensbrück auf einen weiten Weg begeben – nach Lidice.

An der Bevölkerung des tschechischen Dorfes verübten die Nazis 1942 während des Zweiten Weltkrieges ein abscheuliches Verbrechen. Die Männer wurden getötet, zahlreiche Kinder ebenso, und die Frauen ins KZ Ravensbrück verschleppt.

Zum Gedenken daran unternehmen tschechische Radsportler alljährlich eine Fahrt zwischen den beiden Orten Lidice und Lezaky. Anlässlich des 70. Jahrestages des Massakers wurde erstmals Ravensbrück als Ausgangspunkt für die Tour gewählt.

Sorgfältig geplant wurde die Tour im Vorfeld von Jan Rydlo, dem Cheforganisator. Dennoch gab es am Freitagfrüh erst einmal Abstimmungen mit der Polizei. Ein Krad und ein Polizeiauto sollten den Konvoi bis an die deutsche Grenze begleiten. Nach 750 Kilometern wollen die Teilnehmer am Sonntagmittag in Lidice eintreffen.

Die erste Etappe führte gestern Früh nach Wesenberg (Mecklenburg-Vorpommern). Als Zeichen der Achtung und der Anteilnahme reihte sich Fürstenbergs Bürgermeister Robert Philipp (parteilos) in das Fahrerfeld ein – aber auch Mitglieder des Radsportvereins (RSV) Fürstenberg 1994, zum Beispiel Siegesmund Wendland, Mitbegründer des RSV vor 18 Jahren und der RSV-Vorsitzende Günter Voitus. Sie fuhren symbolisch einen Streckenabschnitt mit.

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