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Gedenkläufer kamen am Freitag durch Petershagen-Eggersdorf

Staffel-Halt auf dem Marktplatz

Aktive der 24. Straßenstaffel Ravensbrück-Lidice-Lezáky wurden vom Bürgermeister Olaf Borchardt (l.) sportlich begrüßt.
Aktive der 24. Straßenstaffel Ravensbrück-Lidice-Lezáky wurden vom Bürgermeister Olaf Borchardt (l.) sportlich begrüßt. © Foto: MOZ/Irina Voigt
Irina Voigt / 23.06.2012, 06:04 Uhr - Aktualisiert 24.06.2012, 15:21
Petershagen-Eggersdorf (MOZ) Marie Kohlickova und ihre Tochter Anna mussten 1945 drei Wochen zu Fuß von einem Konzentrationslager in Ravensbrück zum anderen in Lidice gehen.

Der Sohn von Anna Kohlickova, Antonin Nespor, hatte vor Jahren die Idee, diesen schweren, schicksalhaften Marsch, den fünf tschechische Frauen überlebten, nachzuvollziehen.

Seit 1977 machen sich nun jedes Jahr Läufer und Radfahrer auf den rund 700 Kilometer langen Weg von Deutschland nach Tschechien - und haben damit eine Tradition begründet, die zur Verständigung und Freundschaft beider Völker beitragen soll.

Am Freitag führte der Weg durch Altlandsberg, Petershagen-Eggersdorf und nach Hennickendorf. In Petershagen-Eggersdorf wurden die rund 50 Aktiven nicht nur vom Bürgermeister Olaf Borchardt erwartet, sondern auch von Christian Haas und Achim Sydow von der Lokalen Agenda-Gruppe, von Friederieke (15) und Fanny (12) Hauser, deren Mutter ehrenamtlich als Gemeindevertreterin arbeitet, sowie von Hartmut Bachnick, Abteilungsleiter SV Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf, und vom Drehorgelspieler Klaus Hennig. Borchardt hatte sich vorgenommen, ein paar Kilometer mitzulaufen und erschien im Sportdress. Allerdings war die Etappe mit 470 Kilometern insgesamt zu schwer, so dass die Teilnehmer mit dem Bus ankamen, sich aber zu viert alle 30 Kilometer auf dem Fahrrad abwechselten. Auf dem Eggersdorfer Markt wurde den Teilnehmern am Gedenklauf die Eggersdorfer Schleife an den mitgeführten Staffelstab gebunden, die nun bis Sonntag nach Lezáky getragen werden wird.

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