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Britta Gallrein 25.06.2012 23:21 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de

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Bernauer Schandfleck beseitigt

Bernau (MOZ) Die ehemalige Milchviehanlage an der Börnicker Chaussee ist abgerissen. Die Nachbarn sind froh, dass die Bauarbeiten vorbei sind. Die waren teilweise nicht sachgerecht erfolgt. Die Anwohner hatten wegen der asbesthaltigen Substanzen Gesundheitsschäden befürchtet.

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Schandfleck ist verschwunden: Das Gebiet "Am Venusbogen" kann demnächst bebaut werden.

© Günter Jorek

Anlieger hatten beobachtet, wie auf dem Gelände in der Nähe von Wohnhäusern der Abriss offenbar nicht normkonform lief. In Deutschland ist der Umgang mit asbest-haltigen Baumaterialien nämlich genauestens geregelt. Der Staub, der beim Abriss von Bauteilen entsteht, gilt als krebserregend. Daher dürfen Gebäude nicht einfach mittels Abrissbirne platt gemacht werden. Bauunternehmer sind verpflichtet, jedes Teil einzeln abzutragen - was natürlich teurer und zeitaufwendiger ist.

Die Firma hielt sich an diese Auflagen zunächst offenbar nicht, sondern habe die Gebäude mit einem Bagger einfach abgerissen. Dabei seien Asbest-zementplatten samt Dachkonstruktion zu Boden gefallen, berichtete Anwohner Günter Jorek. Das Landesamt für Arbeitsschutz untersuchte die Baustelle und stoppte die Bauarbeiten, weil für die Mitarbeiter eine Gesundheitsgefährdung bestehe. Der Bauunternehmer räumte damals Fehler ein.

Doch nach den Startschwierigkeiten lief es offenbar glatt auf der Baustelle. "Nach den Anfangsschwierigkeiten haben wir alle 14 Tage zum Baurapport geladen und zwischendurch immer wieder kontrolliert. Da war immer alles in Ordnung", erklärt Annett Zelle, Mitarbeiterin der Unteren Bodenschutzbehörde des Landkreises.

Am vergangenen Freitag erfolgte die Abschlussabnahme. Auch da gab es keine Probleme. Wo das schadstoffbelastete Baumaterial entsorgt wird, musste die Firma genau nachweisen. "Die Dämmstoffe, die gefährlichen Stoffe und der Asbest-Bestand - nach der Erstschätzung rund 1150 Tonnen - gingen an die Recyclingfirma MEAB", berichtet die Kreis-Mitarbeiterin.

Auch Anwohner Günter Jorek ist zufrieden. "Die Sorgen der Anwohner wurden aufgenommen und weitestgehend berücksichtigt", sagt er. "Die Asbestbelastung konnte in Grenzen gehalten werden." Nun sehe man dem Bau der Einfamilienhäuser, die die Firma Gesa aus Berlin auf dem Gelände bauen will, gelassen entgegen.

Auch in der Stadtverwaltung ist man zufrieden, dass mit der Milchviehanlage ein Schandfleck beseitigt wurde. "Es ist positiv, dass sich in Bernau so viel entwickelt", so Dezernent Eckhard Illge. Neue Baufelder würden sehr schnell besetzt. "Wenn sich das Wohngebiet am Venusbogen weiter entwickelt, ist zu hoffen, dass dann auch die zweite Zufahrt nach Bernau Süd weiter gebaut wird", blickt er in die Zukunft.

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