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JĂŒrgen Zinke 01.07.2012 22:15 Uhr - Aktualisiert 02.07.2012 16:24 Uhr
Red. Oranienburg, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

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30 gespenstische Minuten

Birkenwerder (MZV) In der Gemeinde Birkenwerder rissen sie wie in einigen anderen Orten im Süden Oberhavels die Einwohner aus dem Schlaf. Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu vier Zentimetern verbreiteten eine gespenstische Atmosphäre. „So etwas habe ich in 64 Jahren noch nicht erlebt“, berichtete eine Ureinwohnerin von Birkenwerder.

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Am Morgen danach: BlĂ€tter und Äste bedecken die Ahornallee in Birkenwerder.

© Zinke

Die 78-jährige Ursula Stenzel aus der Straße am Briesewald rief wenige Minuten nach ein Uhr bei den Nachbarn an. „Ich habe Angst, dass der Hagel mein Dach durchschlägt. Hört es sich bei euch auch so an?“ Und wie. Nach 30 Minuten war der Spuk zu Ende. Die ersten Einwohner kamen aus den Häusern. Einige trafen sich in Birkenwerder Ost an der Unterführung unter der S-Bahn-Brücke in der Brieseallee, die völlig überflutet war. Dort war bereits die Feuerwehr im Einsatz und versuchte den Regenabfluss freizubekommen.

Von den Hagelkörnern war zumeist nichts mehr zu sehen, zu schnell hatten sie sich nach dem Aufprall auf den warmen Boden in Wasser aufgelöst. „Ich habe rasch ein paar Körner eingesammelt und eingefroren. Sie können sie sich morgen früh gern bei mir anschauen“, erzählte Andrea Müller aus der Friedensallee.

Das ganze Ausmaß der Schäden war dann erst in den frühen Morgenstunden zu sehen. Äste, Blätter und Schlamm bedeckten die Straßen und Wege. In den Gärten waren Blumen und Gemüsepflanzen zum Großteil zerstört, Dächer beschädigt.

Und unzählige Autos hatten Dellen auf den Karosserien. Sogar Windschutz- und Heckscheiben waren regelrecht durchschlagen worden. Überall standen Bürger vor ihren Grundstücken zusammen, berichteten von ihren Wahrnehmungen, räumten bereits auf, fotografierten die Schäden und spekulierten darüber, welche wohl durch welche Versicherung abgesichert sein würden.

„Kaum zu glauben, das Auto habe ich mir in der letzten Woche neu gekauft, schauen Sie nur, wie es jetzt aussieht“, zeigte ein Mann auf seinen Wagen, der die äußerlichen Markenzeichen eines Neuwagens verloren hatte. Gute Ratschläge gab es auch hier vom Nachbarn. Und dann gingen die Aufräumarbeiten weiter.

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