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Das 8. Kunstscharmützel fand am Sonnabend mit einem Aktionstag in Storkow statt

"Eroberungen" auf der Burg

Auch Ehrentraud Rohne aus Berkenbrück hatte seine Kreationen mitgebracht: Der einstige Seemann erlernte sein Kunsthandwerk in der Intarsienschule Mermuth im Hundsrück.
Auch Ehrentraud Rohne aus Berkenbrück hatte seine Kreationen mitgebracht: Der einstige Seemann erlernte sein Kunsthandwerk in der Intarsienschule Mermuth im Hundsrück. © Foto: Elke Lang
Elke Lang / 02.07.2012, 07:05 Uhr
Storkow (MOZ) Das achte Kunstscharmützel am Sonnabend wurde nicht wie üblich direkt am Scharmützelsee, sondern in Storkow auf der Burg ausgetragen. Thema war die Eroberung, das heißt "das Entdecken von Sinnen, die Aneignung von Wissen und die Eroberung der Herzen der Künstler und der Besucher".

Von 10 bis 18 Uhr hatten neun Künstler ihr Atelier auf den Burghof verlegt, um vor den Augen der Besucher eine Vielzahl von Kunstobjekten aus den verschiedensten Materialien und Kunstrichtungen zu kreieren. Es waren Berufskünstler und Hobbykünstler, die sich der Keramik, dem Instrumentenbau, der Holzgestaltung, der Malerei und Grafik, der Flechtkunst, der Intarsiengestaltung, der Fotografie sowie der Objektkunst widmen.

Alle hatten einige ihrer Kreationen mitgebracht. Bei Ehrentraud Rohne aus Berkenbrück waren es Uhren, Leuchter, Schachspiele und Tischchen, die der einstige Seemann nun als Rentner mit Nebengewerbe seit etwa 15 Jahren herstellt. Sein Kunsthandwerk hatte er in der Intarsienschule Mermuth im Hundsrück erlernt. Als studierter Künstler war beispielsweise Sergej Luzewitsch aus Alt Madlitz vertreten, der Keramiker ist, aber am Sonnabend als Bildhauer an einer realitätsnahen Holzfigur arbeitete. Amanda Donner aus Bad Saarow wiederum hat sich dem Abstrakten verschrieben. Ihr Kunstwerk mit dem Titel "Eroberung des Bildes durch Farbe" entstand gemeinsam mit den Besuchern. Diese konnten mit Dartpfeilen Farbballons zu treffen versuchen, die auf dem Bild befestigt waren.

Auch die Storkowerin Uta Müller, eine gelernte Porzellanmalerin und im Burg-Kultur Verein Leiterin von Keramikzirkeln, bot ein Projekt zum Mitmachen an. Durch Tonklumpenwerfen auf einen Bildgrund sollte ein Burgtor geformt werden.

Einen besonderen Beitrag leisteten diesmal zwölf Kinder, die mit Matthias Bogdan, einem Holzbildhauer aus Fürstenwalde, eine Woche lang in einem Abenteuercamp im Fürstenwalder Stadtforst verbracht hatten. Matthias Bogdan, Teilnehmer am Kunstscharmützel, ist Leiter des Südclubs Fürstenwalde und hatte mit seinen Abenteurern die Burg Storkow besichtigt. "Da haben wir uns entschlossen, die Burg zu erobern, Belagerungswerkzeuge zu bauen aus allem, was man so im Wald findet", erzählte er. Punkt elf Uhr belagerten er und die Kinder das extra kurz vorher verschlossene Burgtor, um mit Hilfe von Rammbock und Wurfgeschoss die Öffnung zu erzwingen.

Ausstellung der beim Kunstscharmützel gefertigten Arbeiten: bis zum 15. Juli täglich von 10 bis 17 Uhr in der Hofgalerie der Burg Storkow

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