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Heike Weißapfel 09.07.2012 22:45 Uhr
Red. Oranienburg, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

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Ein bestechend ruhiges Hobby

Bergfelde (MZV) Brütende Hitze liegt über dem Gelände des Naturschutzturms. Die wenigen Imker, die an diesem Nachmittag gekommen sind, um zu gucken, wie es den Bienen geht, erfrischen sich mit Zitronenlimonade. „Den Bienen ist aber nicht zu heiß“, weiß der achtjährige Jungimker Julius Makowski. „Sie haben ja kalten Fahrtwind, oder besser gesagt: Fliegwind.“

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Viel Gesumm an der Bienentraube: Christine Ligner und Beide Tafesse betrachten ein Teil des Bienenvolks. Köstlichen Honig aus den Waben konnten die beiden Hobbyimker schon probieren.

© Weißapfel

„Etwa 35Grad Celsius sind zurzeit in ihrer Behausung“, ergänzt der Imker Lothar Lierow. „Aber stickig ist es im Bienenstock manchmal auch. Dann sitzen viele Bienen auf dem Brett vor dem Ausflugsloch und wedeln die Luft von draußen rein.“

Auch die Imker gehen es langsam an. Julius und Beide Tafesse entzünden den Smoker. Der Rauch aus der kleinen Kanne schafft ein wenig Abstand zwischen Biene und Mensch. „Es ist ein Hobby, das angenehm beruhigt“, hat der Oranienburger Lierow, der seit einigen Jahren in seinem Garten Bienenvölker hält, festgestellt. Hastige Bewegungen scheuchen die sonst friedlichen Bienen ohnehin nur unnötig auf.

Die Imker öffnen vorsichtig die Kästen und ziehen die Rahmen heraus. Sie sehen nach, wie es der Königin geht, wie weit die Brut ist, und ob der Honig schon einen Wachsdeckel hat – ein Zeichen, das er geerntet werden kann. Noch ist es aber nicht so weit.

Der Glienicker Beide Tafesse hält zuhause sieben Völker. Ebenso wie die Birkenwerderanerin Christine Ligner kommt er zum Turm, um mit den anderen Erfahrungen austauschen zu können. Ein halbes Dutzend Kinder findet sich an den Freitagnachmittagen ebenfalls ein. Sie sind der dringend gewünschte Nachwuchs im Imkerverein Hohen Neuendorf und Umgebung. Lothar Lierow leitet die kleine Arbeitsgruppe, die sich den Bienen ohne Scheu nähert. Für den Fall, dass doch mal eine genervt zusticht, steht immer eine Schüssel mit Wasser zum Kühlen bereit. Darüber hinaus ist Händewaschen Pflicht, das wissen auch Julius und die anderen Kinder längst. Denn den Geruch anderer Völker mögen die Bienen gar nicht.

Das Imkerjahr endet – angepasst an den Lebensrhythmus der Bienen – Mitte Juli. Im August kommen dann die Winterbienen zur Welt, die sich bis zum nächsten Frühjahr halten und ihre Königin füttern werden. Die Imker nehmen diesen Abschluss wieder zum Anlass, ihr nützliches Hobby öffentlich vorzustellen. Sie laden deshalb für Freitag, 20. Juli, ab 15.30Uhr alle Interessierten auf das Gelände des Naturschutzturmes Bergfelde ein. Jeder kann zusehen, wie frischer Sommerblütenhonig geerntet und geschleudert wird. Natürlich darf auch gekostet werden.

Die Deutsche Waldjugend, Hausherrin am Naturschutzturm, stellt an diesem Tag ebenfalls ihre Arbeit vor. Am Abend soll es zudem einen Vortrag über Schmetterlinge von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald geben.

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