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Simon Rayß 10.07.2012 07:45 Uhr
Red. Uckermark, schwedt-red@moz.de

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Luftgewehrschüsse auf Kater

Zützen (MOZ) Ein Unbekannter hat in Zützen mit einem Luftgewehr auf eine Katze geschossen. Das Tier erlitt große Schmerzen, musste operiert werden. Jetzt erzählt Halterin Sigrid Ziebell, wie sie den Vorfall vergangene Woche erlebt hat - und hofft, dass er sich nicht wiederholen wird.

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Gezeichnet: Seit der Operation muss Theo eine Manschette tragen. Der sieben Jahre alte Kater hat eine sieben Zentimeter lange Narbe davongetragen. Halterin Sigrid Ziebell hofft, dass er bald wieder so unbeschwert herumtollen wird wie vor der Attacke.

© MOZ/Simon Rayß

In den Morgenstunden fährt Sigrid Ziebell aus dem Schlaf hoch. Waren das nicht Schüsse? Ihre Gedanken sind automatisch bei ihren Tieren, dem Hund, den zwei Katzen. Theo, einer der beiden siebenjährigen Kater, war am Vorabend nicht nach Hause gekommen. Eigentlich kommt er immer am Abend, zum Fressen, zum Schlafen.

Diesmal kehrt Theo erst am folgenden Nachmittag zurück. "Der Kater war total verstört und hat ganz jämmerlich gejautscht", erinnert sich Sigrid Ziebell. Theo legt sich erst einmal unter die Tanne im Garten. Soll er sich ausruhen, denkt die Besitzerin und lässt das Tier schlafen.

Am frühen Abend kommt ihr die Sache dann aber doch komisch vor. Er leckt sich immer, da stimmt doch etwas nicht. Und tatsächlich: Am Hinterteil hat das Tier eine münzgroße, kahle Stelle, in deren Zentrum eine aufgerissene Einschusswunde. Auch der Schwanz wurde getroffen. Sigrid Ziebell ist entsetzt. "Theo hatte richtig dolle Schmerzen", erzählt sie.

Sigrid Ziebell fährt den leidenden Kater nach Angermünde. Dort ist der Tierarzt besser ausgestattet, hat auch eine Röntgenmaschine in seiner Praxis. Er entdeckt das Diabolo-Geschoss im Körper des Tieres. Theo wird narkotisiert und zweieinhalb Stunden operiert. "Vier Mann haben an ihm rumgedoktert, so aufwendig war der Eingriff," erzählt Ziebell.

Das Geschoss war nach dem Eintritt auf den Beckenknochen geprallt, dann auf die Wirbelsäule und letzten Endes im Fleisch stecken geblieben. Eine sieben Zentimeter lange Narbe erinnert an die Operation. Neben den Sorgen um das geliebte Tier kommt auch eine Rechnung von 360 Euro auf die Halterin zu.

Sigrid Ziebell hat Anzeige wegen Tierquälerei erstattet, zunächst gegen unbekannt. Die Beamten werden die Sache untersuchen, vor Ort Ermittlungen anstellen, mit den Nachbarn sprechen. "Uns ist es wichtig, dass die Leute merken: Wir gehen solchen Dingen nach", erklärt Gerald Pillkuhn von der Polizei Uckermark. Derartige Fälle kämen immer mal wieder vor, gerade unter Nachbarn. "Zur Anzeige gebracht werden sie aber eher selten", meint Pillkuhn.

"Wenn sie den Schuldigen erwischen würden, müsste der richtig zahlen", ist sich Sigrid Ziebell sicher. Aber wer geschossen haben könnte, das weiß sie nicht. "Vielleicht waren es Jäger, vielleicht auch Jugendliche." Die Halterin ist ratlos. Ihr Jahresurlaub, den sie eigentlich gerade genießen sollte, ist jedenfalls dahin. "Ich war zerstört, hab nur geheult", erzählt Ziebell.

Dieser Tage braucht Theo viel Zuwendung. Er trägt eine Manschette, bekommt Schmerzmittel und Antibiotika. Die meiste Zeit ruht der Kater, läuft vorsichtig durch das Haus und springt auch mal behutsam auf die Couch. "Das Wichtigste ist mir jetzt", sagt die Besitzerin mit einem Blick auf Theo, "dass so was nicht noch einmal passiert."

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