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matthias wagner 13.08.2012 18:40 Uhr
Red. Eberswalde, eberswalde-red@moz.de

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Natur gibt die Töne vor

Eberswalde (MOZ) Eine Gartenkarre als Ständer für eine halbe, blecherne Regentonne, die Wolfgang Schliemann aus Wiesbaden als Trommel diente, ein mitten im Wald platzierter Kontrabass, dem Reinhardt Hammerschmidt aus Bremen knarzende, jauchzende und andere ungewöhnliche Klänge entlockte und ein geheimnisvoller Ausdruckstanz von Fine Kwiatkowski, dessen Deutung ganz allein dem Publikum überlassen wurde. Fließend und harmonisch, dann wieder marionettenhaft und zerbrechlich - jedenfalls vieldeutig. So begann Sonntagabend eine Vorstellung der besonderen Art in und um die Zainhammer Mühle. "Lassen sie sich auf neue Töne ein. Das ist eine einmalige Sache", so die Aufforderung von Antje Dubral, die im Anschluss zum ausführlichen Rundgang bat.

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Ausdrucksstark und individuell. Fine Kwiatkowski zeigte sich mal kraftvoll und mal zerbrechlich

© Matthias Wagner

Sechs Künstler des Berliner Vereins "Rhizom" hatten sich bereits am Freitagnachmittag zusammengefunden, um aus dem im wörtlichen, wie im übertragenden Sinne herrschenden Überfluss der beschaulichen Mühlenumgebung, im Rahmen der Genres Bildende Kunst, Tanz, Musik und Video, mit Intuition und Kreativität ihre Empfindungen auszudrücken.

Das Ergebnis dieser inspirativen Auseinandersetzung mündete in künstlerischen Antworten, die zirka 50 Besucher erleben wollten.

"Besonders schön finde ich die bunten Bilder von Rosario Rapallini. Sie strahlen pure Lebensfreude aus", sagte Anke Persicke aus Melchow begeistert. Aber auch die Videoinstallationen von Willehad Grafenhorst im Keller des Hauses, sowie die Arbeiten von Anna-Katharina Hobel im Parterre fanden ihr Gefallen.

Manfred Kowalke aus Eberswalde, der mit seiner Partnerin Anneliese Hunholz gekommen war, zeigte sich ebenfalls beeindruckt. "Man muss offen für neue Ideen in der Kunst sein. Das ist in jedem Falle bereichernd", erklärte der Ruheständler aus Eberswalde. Beide waren einer Einladung von Rosario Rapallini gefolgt.

Erstmals standen alle Ebenen der alten Mühle dem Publikum offen. Selbst im Obergeschoss gab es ein kleines Konzert und die nostalgisch-ruinenhafte Außenkulisse des Gebäudes diente als Hintergrund für Installationen.

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