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18.09.2009 08:59 Uhr

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Wie viel Verkehr ist zumutbar?

Bernau . Große Bedenken haben die Anwohner des Schönfelder Weges bezüglich einer Straße, die zur Erschließung des Gewerbegebietes wieder geöffnet werden könnte. Der Stadtentwicklungsausschuss beschäftigte sich in seiner Sitzung am Mittwochabend mit den Plänen für das Gebiet und beschloss, diese offenzulegen.

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Stark beansprucht: Anwohner am Sch÷nfelder Weg beklagen bereits jetzt starken Schwerlastverkehr auf der Stra▀e. Foto: MOZ/Sergej Scheibe

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Dieser Planentwurf wird nun den Trägern öffentlicher Belange und auch den Bürgern erneut vorgelegt. Er sieht vor, das Gewerbegebiet Schönfelder Weg mit einer Trasse zu erschließen, die den Schönfelder Weg mit der Albertshofer Chaussee verbindet und die ursprünglich als Erschließung für das Heeresbekleidungsamt fungierte.

Bezüglich der Straße gebe es allerdings ein Konfliktpotenzial, trug Stadtplaner Friedemann Seeger den Ausschussmitgliedern vor. In einer ersten Versammlung der Anwohner habe sich gezeigt, dass diese eine weitere Belastung durch mehr Verkehr befürchteten.

Schon jetzt klagten die Anwohner über den Schwerlastverkehr. Vor allem die Lkw des Recyclingunternehmens GEAB nutzten die Strecke, obwohl es eigentlich andere Absprachen gebe, sagte Seeger weiter. Denn der Schönfelder Weg sei für den Schwerlastverkehr nicht ausgelegt. "Der soll eigentlich über die Albertshofer Chaussee geführt werden", betonte Seeger. Es habe diesbezüglich Gespräche mit dem Unternehmen gegeben. "Die Firma GEAB hat versprochen, dort eine Lösung zu finden, um die Krachmacher aus dem Wohngebiet und dem Bereich der Schule zu bekommen." Auch verstärkte Verkehrskontrollen seien dort nötig.

Die Stadt will das 41 Hektar große Gewerbegebiet am Schönfelder Weg weiter vermarkten. Dabei wurden Vorgaben gemacht, um die anliegenden Wohngebiete Nibelungen und Gieses Plan zu entlasten. So wird ein eingeschränktes Gewerbegebiet entwickelt. Zulässig sind dort nur solche Gewerbe, die mit Wohnbebauung verträglich sind, außerdem werden Abstandsregeln eingehalten. Auch die Höhe der Bauten soll sich der Wohnbebauung anpassen.

Die Stadt will nun prüfen lassen, welche Auswirkungen die Öffnung der geplanten Erschließungs-Trasse auf die Verkehrsströme hätte. Ein Verkehrsplanungsbüro soll die Zahlen schätzen, auch im Hinblick auf die geplante Netzerschließung durch die vom Land favorisierte Umgehungsstraße für Bernau. "Dann werden wir prüfen, ob das noch zumutbar ist", kündigte Friedemann Seeger an. Von der Offenlegung erhofft er sich weitere Anregungen.

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