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Vierwöchige, groß angelegte Suche nach einer Hauskatze war erfolgreich / Eine Familie in Erkner hat sie gefunden

Ping Pong ist wieder da

Wieder vereint: Ronny Schocher, Freundin Dana und Ping Pong. Die zweijährige Katze hat ihre Abenteuer gut überstanden, die sie fast 30 Kilometer von Zuhause wegführten. "Sie ist mutiger und selbstständiger geworden", stellt ihre "Familie" fest.
Wieder vereint: Ronny Schocher, Freundin Dana und Ping Pong. Die zweijährige Katze hat ihre Abenteuer gut überstanden, die sie fast 30 Kilometer von Zuhause wegführten. "Sie ist mutiger und selbstständiger geworden", stellt ihre "Familie" fest. © Foto: Irina Voigt/MOZ
Irina Voigt / 21.08.2012, 07:45 Uhr
Neuenhagen (MOZ) Manch eine Geschichte geht gut aus. Nach fast vier Wochen intensiver Suche, an der fast ganz Neuenhagen teilnahm, ist die Katze Ping Pong wohlbehalten wieder zu Hause angekommen. Katzenbesitzer Ronny Schocher bedankt sich bei allen, die daran Anteil hatten.

Ping Pong kennt in Neuenhagen und Umgebung fast jeder. Seit Juni hingen überall farbige Suchanzeigen an Bäumen und Lichtmasten. Wer hat die Katze Ping Pong gesehen?, hieß es darauf. Seit dem 22. Juni wurde Ping Pong vermisst. "Es war nur ein Abend, an dem wir außer Haus waren", erzählt Ronny Schocher. Als sie wieder nach Hause gekommen waren, war die zweijährige Katze verschwunden und sie blieb verschwunden. Da sie noch nie länger weg war, wurde noch in der Nacht die Suche gestartet.

Als freiberuflicher Grafikdesigner hat sich Schocher sogleich daran gemacht, Suchplakate zu entwerfen. "300 Stück haben wir gedruckt und überall aufgehangen", sagt er. Tag und Nacht ging die Suche weiter. "Ich habe in der Zeit unendlich viel gelernt. Über Tierschutz, über hilfsbereite Nachbarn, sogar darüber, wo man Plakate aufhängen darf und wo nicht", sagt er.

Mit Tierheimen, der Katzenstation, der Polizei, Tierärzten und vielen anderen hat er Kontakt aufgenommen. Wenn viele auch gesagt hätten, dass es nach fünf bis sechs Tagen eigentlich aussichtslos sei, das Tier wieder zu finden, so haben er und seine Freundin doch nicht aufgegeben. "Ping Pong ist auf Klicker trainiert und reagierte immer, wenn ich gepfiffen haben", sagt Ronny Schocher. Die Verbindung zu seiner Katze war besonders eng, da er von Zuhause aus arbeitet und die Katze nie allein zu sein brauchte. "Die ist mir immer um die Beine geschlichen und hat beim Arbeiten zugeschaut", sagt er.

Die Wochen vergingen, und auch der Neuenhagener, der in Neuenhagen in den zurückliegenden zehn Jahren 16 Katzen als vermisst gemeldet hatte, nahm Kontakt zu ihm auf. "Ich bin Dutzende Katzen besichtigen gegangen, um immer wieder festzustellen, dass es nicht unsere Ping Pong war", sagt Schocher. Bis fünf Anrufe habe er täglich bekommen, was ihm bewiesen habe, dass die Neuenhagener, aber auch Hoppegartener und Fredersdorf-Vogelsdorfer sehr freundlich und hilfsbereit seien. "Ich war erstaunt, wie groß das Interesse ist." Viele zugelaufene Katzen würden von den Findern erst einmal ein paar Tage - wenn nicht für immer - behalten, diese Erfahrung hat Schocher bei seiner Suche nach seinem Haustier des Öfteren gemacht.

Inzwischen waren fast vier Wochen vergangen, als eine ältere Dame aus der Hildesheimer Straße bei ihnen in der Müllerstraße klingelte. Sie hätte eine Bekannte, die wohne allerdings in Erkner, der sei zwei Wochen zuvor eine kleine Katze zugelaufen, erzählte sie.

"Viel Hoffnung hatten wir inzwischen nicht mehr, aber natürlich sind wir nach Erkner gefahren, um uns zu überzeugen", erzählt Schocher. Und da habe Ping Pong in der Werkstatt des Hausherren auf einem Stuhl gelegen und sei zwar auf die Hälfte abgemagert, aber ansonsten unversehrt gewesen. Die Freunde war auf beiden Seiten riesig.

Mit nunmehr optimistischen Plakaten an Kita und Supermarkt hat sich Schocher bei allen Helfern und Katzenfreunden für die Unterstützung bedankt. Familie Kreide aus Erkner, die Ping Pong gefunden hatte, bekam ein Dankeschön-Paket und für die Dame aus der Hildesheimer Straße, die den entscheidenden Tipp gegeben hatte, buken Ronny Schocher und Freundin Dana einen Kuchen und dankten mit Blumen.

Leserforum

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Evelyn Do. 23.08.2012 - 09:26:13

@luzi

die ellenbogengesellschaft ist nicht auf dem vormarsch; wir leben in einer. es fängt beim bundesbürger an und geht weiter über alle institutionen der gesellschaft. zum beispiel der arzt will doch auch nur mein bestes. und als patient merke ich das. bin chronisch krank mit einem dauerleiden. die ämter, behörden und die krankenkassen geben dafür das beste preis. grundlage sind die bestehenden gesetze.

Egal 23.08.2012 - 09:07:16

Mein Wellensittich ist auch wieder gesund

Vielleicht habe ich Glück und es ist der MOZ auch eine Schlagzeile wert: Mein Wellensittich hat sein Unwohlsein überwunden. Ihm geht es wieder gut und ich bin unendlich glücklich.

Luzi 23.08.2012 - 08:57:16

Schöner Kommentar

Zitat Miss Jones: "Der Artikel zeigt doch dass es noch freundliche und hilfsbereite Menschen gibt. Er verbindet und zeigt das Nachbarschaftshilfe existiert. Jeder der schreibt dass dieser Artikel unwichtig ist, zeigt mir leider dass die Ellenbogengesellschaft auf den Vormarsch ist. Ich muss sagen das er auch gezeigt hat, dass man die Hoffnung niemals aufgeben sollte." das würde ich sofort unterschreiben!

Dr. Th. Zumwinkel 23.08.2012 - 08:51:17

" etwas wichtiger und ... nicht so wichtig"

Eine spannende Aussage, finde ich.

DER HOLGO 22.08.2012 - 21:09:28

Es ist doch nur ein ganz normales Feedback

Es gibt Themen in der Zeitung, die sind etwas wichtiger und es gibt Themen, die sind nicht so wichtig. Wäre ich Herausgeber einer Zeitung, wüßte ich schon gern, wie meine Leser die Wichtigkeit einordnen. Die MOZ interessiert das natürlich auch, deshalb gibts ja die Kommentarfunktion. Wenn ich nun mitteile, dass ich einen Beitrag nicht besonders wichtig finde, dann ist das meine Meinung dazu. Ich behaupte gar nicht, dass meine Meinung richtig ist, ich behaupte nicht, dass die Mehrheit so denkt und ich erwarte nicht, dass sich alle meiner Meinung anschließen. Desweiteren hat meine Meinung, dass ich ein Thema nicht so interessant finde, doch rein gar nichts damit zu tun, wie ich inhaltlich zu dem Thema stehe. Da kann mir weder der Tierfreund noch der Tierhasser in meine Aussage hineininterpretiert werden, bzw. natürlich kann jemand auch zu meiner Meinung widerum seine Meinung haben aber emotionale Befangenheit und Sachlichkeit passen dann nicht zusammen.

Strausberger Bürger 22.08.2012 - 20:24:17

Ist ja alles richtig,

aber da, wo es hingehört! - und das ist eben nicht eine Tageszeitung... Es gibt genügend wichtigere Dinge, welche den Menschen mitzuteilen wären. Das wussten diese bereits im 19,Jh.! Dazu empfehle ich http://www.musicanet.org/robokopp/Lieder/wieistdo.html Alle, die das nicht sehen WOLLEN, merken gar nicht wie sie letztendlich verdummt werden! Das fängt schon da an, wo wie hier, ewig über solche weniger wichtigen Dinge diskutiert wird,,, Ich sage nur: Es gibt schlimmeres, es gibt Krieg, hungernde Menschen &&&

miss jones 22.08.2012 - 19:05:58

Toller Artikel

Endlich ist Ping Pong wieder da! Und nochmehr: Der Artikel zeigt doch dass es noch freundliche und hilfsbereite Menschen gibt. Er verbindet und zeigt das Nachbarschaftshilfe existiert. Jeder der schreibt dass dieser Artikel unwichtig ist, zeigt mir leider dass die Ellenbogengesellschaft auf den Vormarsch ist. Ich muss sagen das er auch gezeigt hat, dass man die Hoffnung niemals aufgeben sollte. Ich bin überglücklich dass die Katze wieder da ist. Ronny ist der Beste ;)

Luzi 22.08.2012 - 12:41:56

Ich freu mich für Ping Pong und die Besitzer

Danke, Maxmütze für den Kommentar. Nur wer selbst ein Tier und dazu eine enge Bindung hat, kann nachvollziehen, wie sehr sich die Besitzer gefreut habe. Auch, dass es etwas ganz besonderes ist, dass sich beide wieder gefunden haben. Ich selbst vermisse auch gerade meinen Freigänger. Und der ist mir im Moment wichtiger als Politik, Straßenschienen, Kinosommer etc... Dieser Beitrag macht Hoffnung auf Wunder, wenn die Katze schon länger weg ist, aber wie Maxmütze schon sagte, ..interessant wäre, wie sie nach Erkner gekommen ist. Sie wird diese Strecke nicht allein zurück gelegt haben..

Strausberger Bürger 21.08.2012 - 22:36:47

@MAXMÜTZE

Ich empfehle ihnen "Tina", "Gala", "Superillu" und, ich tu' es ungern' "BILD". Wie gesagt, ich bin ein Vorkommentator UND Tierfreund, gebe zwei sehr dankbaren Katzen"rentnern" ihr Gnadenbrot... :-)

MaxMütze 21.08.2012 - 19:28:49

Na ja,...

....ganz offensichtlich sind die Vorkommentatoren tatsächlich nicht das, was man Tierfreunde nennt bzw. haben sie keine Ahnung davon, wie eng Bindungen an Tiere sein können. Daher der verbitterte Zynismus. Also, Glückwunsch, dass das mit dem Nach hause kommen geklappt hat - allerdings, und das sollte schon noch mal hinterfragt werden: Keine Katze rennt von sich aus mal eben von Neuenhagen nach erkner, wenn sie hier zu Hause ist......da fehlen noch Hintergründe....wenn sie also selbst nicht aus erkner stammt und die letzten (bzw ersten) zwei jahre ihres Lebens dort verbracht hat......tja, ein Schelm,wer usw......

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