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Stefan Lötsch 28.08.2012 17:47 Uhr
Red. Eisenhüttenstadt, eisenhuettenstadt-red@moz.de

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Dok-Zentrum demnächst ohne Trägerverein

Eisenhüttenstadt (MOZ) Der Trägerverein des Dokumentationszentrums Alltagskultur der DDR will sich zum Ende dieses Jahres auflösen. Er zieht damit die Konsequenz aus der ungewissen finanziellen Ausstattung der Einrichtung für die kommenden Jahre.

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Frank-Uwe Gerlach, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Kultur und Sport informierte kürzlich die Mitglieder des Kulturausschusses über die neusten Entwicklungen beim Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR. Demnach habe der Trägerverein bei einer Mitgliederversammlung seine Auflösung zum Jahresende beschlossen. Es gebe für das Dok-Zentrum keine ausreichende finanzielle Ausstattung, "der Verein möchte das Risiko nicht eingehen", so Gerlach. Andreas Ludwig, Leiter des Dok-Zentrum, bestätigte gegenüber der MOZ die Aussagen von Gerlach. Man wolle Schaden vom Verein abwenden. Ginge man nicht diesen Weg, könne der Verein finanziell haftbar gemacht werden.

Die Entscheidung steht unter dem Vorbehalt, dass sich an der finanziellen Ausstattung der Einrichtung nichts ändert. Bisher steht nur das Land mit 90000 Euro Zuschuss zu dem zwischen Land, Stadt und Landkreis geschlossenen Verträgen. Der Landkreis will seinen Zuschuss in Höhe von 55000 Euro im kommenden Jahr nicht mehr zahlen. Die Stadt wollte auch im kommenden Jahr mit ihren 76000 Euro aussteigen, doch gab es einen Beschluss im Hauptausschuss, 2013 die Förderung noch auszureichen. Da es keinen bestätigten Haushalt und kein bestätigtes Haushaltssicherungskonzept gibt, ist der Beschluss nicht in Kraft, es gilt vielmehr die Beschlusslage, ab 2013 die städtische Förderung zu kappen. "Wenn es ausfinanziert ist, dann kann der Verein weitermachen", so Ludwig.

Wenn nicht, dann steht das Dok-Zentrum ohne Träger da, es müsste eine neuer gesucht werden. Dass sich an der Finanzausstattung etwas ändert, danach sieht es momentan nicht aus. Frank-Uwe Gerlach berichtete von der Beiratssitzung des Dok-Zentrums, dass das Land signalisiert hat, nicht mehr zahlen zu können. "Eine Erhöhung ist schwierig", gab Gerlach die Position des Landes wieder. In nächster Zeit wollen sich alle bisherigen drei Geldgeber erneut treffen, um zu beraten, wie das Dok-Zentrum weiterbetrieben werden kann.

In der Beiratssitzung wurden auch mögliche Varianten besprochen, unter anderem auch die Frage, was mit der umfangreichen Sammlung, die sich in zwei Depots befindet, geschehen soll. Andere Häuser und Museen würden die Sammlung nicht in Gänze übernehmen.

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