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Tausende Besucher strömen am Sonnabend auf das Gelände des Hobrechtsfelder Speichers zum Naturparkfest

Zwischen Sommertraum und Lichtkunst

Britta Gallrein / 03.09.2012, 07:00 Uhr - Aktualisiert 03.09.2012, 09:29
Hobrechtsfelde (MOZ) Theater, Tanz, Varieté, Jonglage-Schule, und kulinarische Köstlichkeiten ganz Bio - beim Naturparkfest im Hobrechtsfelder Speicher konnten tausende Besucher am Sonnabend eine Menge erleben und am Abend rundete ein tolles Konzert in der Scheune den Tag glanzvoll ab.

Das bunte Programm in der großen Scheune zog viele Gäste an. Kinder der Gruppe "Wild Wheels" zeigten Akrobatik-Einlagen, die Gruppe Kamaduka präsentierte ihr Aktionstheater.

Draußen im Sonnenschein zogen Kinder ihre Eltern zu den Fahrgeschäften. Auf dem Festplatz konnten Vogelfreunde selber Nistkästen bauen oder sich beim Grünholzdrechseln versuchen.

"Wir wollen den Hobrechtsfelder Speicher als Besucherzentrum etablieren", behält Naturpark-Chef Peter Gärtner derweil das große Ganze im Auge. Die Verträge mit den umliegenden Flächen laufen zehn Jahre lang, die Projekte werden die nächsten fünf Jahre gefördert. In Hobrechtsfelde soll sich das Gelände der ehemaligen Rieselfelder entwickeln. Von der einstigen Abfallgrube Berlins soll das Gebiet zur neuen Blüte geführt werden und Naherholungsgebiet werden nicht nur für die Barnimer, sondern auch für die Hauptstädter.

Die zeigen schon jetzt ihr Interesse. Viele der Nummernschilder auf dem Parkplatz verraten - Berliner sind an Erholung auf dem Lande interessiert. "Wir wollen künftig die Gesamtlandschaft hier noch viel stärker bekannt machen", gibt Peter Gärtner den Weg vor. "Bisher haben wir uns mit Marketing immer zurück gehalten, weil wir erst fertig werden wollten."

Das Projekt der Beweidung der Flächen sei inzwischen gut angelaufen, berichtet der Naturparkchef. Etwa 170 Robustrinder und 30 bis 40 Wildpferde sorgen auf der eingezäunten Fläche dafür, dass die Landschaft halboffen gehalten wird, also der Wald nicht komplett alles verdrängt.

Die Einzäunung des Gebietes hatte nicht nur für Freude gesorgt. Vor allem die Reiter beschwerten sich, das sie künftig nicht alle Wege mehr passieren können. Doch inzwischen gebe es keine Beschwerden mehr, versichert Gärtner. "Die übrigen Reitwege sind mittlerweile in einem viel besseren Zustand als vorher", nennt er die Vorteile. Das Feedback der Besucher sei ansonsten meist positiv. "Es gibt natürlich auch Menschen, die sich von den umherlaufenden Tieren gestört fühlen, aber das passiert sehr selten."

Die Gatter sind unverschlossen und schließen von alleine wieder. "Es ist auch schon mal das ein oder andere Tier ausgebrochen, aber zum Glück ist noch nichts passiert", berichtet Gärtner.

Um für Naturschützer-Nachwuchs zu sorgen, hatte der Förderverein des Naturparks wieder zu einem Schülerprojekt aufgerufen. Thema in diesem Jahr war "Leben im und am Wald". Den Wanderpokal und 160 Euro für die Kasse konnte der Montessori Waldkindergarten in Empfang nehmen. Die Kita beschäftigte sich das ganze Jahr über mit dem Lebensraum. Als Ergebnis entstanden Hefter mit den Entdeckungen zu den Jahreszeiten, Gipsabdrücke von Tierspuren und eine Nestersammlung. Über weitere Preise konnten sich die Kita Eichhörnchen in Zerpenschleuse, die AG Blaumeisen Basdorf und die Montessorischule Niederbarnim freuen. Im nächsten Jahr wird "Leben auf Wiesen und Weiden" das Thema des Schülerprojektes sein.

Den Titel "Naturparkgemeinde des Jahres" konnte Birkenwerder ergattern. "Die Gemeinde hat die Jury überzeugt durch ihre gelungene Wanderweg-Entwicklung von der Planung bis zum naturverträglichen Ausbau", berichtet Peter Gärtner. Die Wege, die zum Teil mit recyceltem Kunststoff umrandet wurden, hätten auch überregionale Wanderwege angebunden. "Die haben über den eigenen Tellerrand geguckt", lobt Gärtner.

Den besten Honig aller 70 Imker des Naturparks hat seit Sonnabend offiziell André Krugmann. Für seinen Honig "Sommertraum" konnte er die Naturparkmedaille in Gold in Empfang nehmen. Silber ging an die Imkerei Dietmar Lange aus Klosterfelde und Bronze erhielt Neu-Imkerin Heike Müller aus Biesenthal.

Richtig voll wurde es rund um den Speicher am Abend. Hunderte Besucher kamen, um die Band "Los Colorados" zu hören.

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