Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Paten zum Aufstellen von Skulpturen aus der deutsch-polnischen Werkstatt gesucht

Biesenthal widmet sich der Kunst

Kunst im öffentlichen Raum: "Der Hockende" hat seinen Platz vor der Grundschule gefunden
Kunst im öffentlichen Raum: "Der Hockende" hat seinen Platz vor der Grundschule gefunden © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
BRIGITTE HORN / 11.09.2012, 18:51 Uhr
Biesenthal (rn) Was ist Kunst? Wer braucht sie überhaupt? Solchen Fragen begegnen einem gar nicht so selten. In Biesenthal ist das aber etwas anders. Seit Jahren gewinnt die Kunst dort einen größeren Stellenwert. Bürgermeister André Stahl spricht von Kunst im öffentlichen Raum, wovon Biesenthal derzeit relativ viel zu bieten hat.

Die Stadt schmücken mehrere Werke, die im Rahmen der deutsch-polnischen Werkstatt im Freien am Biesenthaler Schlossberg entstanden sind. Für zwei Jahre wurden sie in der Stadt aufgestellt. Die erste der Skulpturen, die jetzt für die Stadt gekauft wurde, ist "Der Hockende". Jerzy Kuzminski aus Stettin ist ihr Schöpfer, Erwerber ist die Jagdgenossenschaft der Stadt, das heißt die Gemeinschaft der Eigentümer bejagdbarer Flächen. Zu sehen ist die Figur vor der Grundschule.

Entstanden sind in der deutsch-polnischen Werkstatt weitere sechs Skulpturen und Installationen. Neben dem Werk von Kuzminski gehört von Klaus Storde aus Prenden "Wegzeichen 1" dazu, von Burkhardt Vierus aus Biesenthal "Aufwind", von Violeta Holownia, ebenfalls aus Stettin, "Pegasus". Anne Schulz aus Biesenthal ist mit dem "Winterschwein", MOZ-Kunstpreisträgerin Emerita Pansowova aus Prenden mit der Skulptur "Frau mit Kind" und Lutz Kittler, Friedrichswalde, mit einer "Chimäre" dabei.

Mehrere dieser Werke sind in Biesenthal noch zu sehen. Ob sie das bleiben, hängt davon ab, ob sich Interessenten wie die Jagdgenossenschaft finden und sie für Biesenthal erwerben. Dessen ungeachtet kündigte der Bürgermeister an, dass die Stadt auch eine weitere Künstlerwerkstatt unterstützen werde. Die vorige Werkstatt war vor allem von der Biesenthaler Künstlerin Anne Schulz inspiriert, die darüber hinaus schon viel für die Stadt getan hat, in dem sie zum Beispiel Parkbänke aus behauenem Granit mit Holzsitzflächen geschaffen hat, so Stahl.

Außerhalb der Werkstatt ist in jüngster Zeit eine Skulptur vor dem neuen Gebäude der Sparkasse neu hinzugekommen. Margot Schötschel hat für diesen Platz im Auftrag der Sparkasse Hühner modelliert, die Cent-Stücke picken. Ein "künstlerischer Rundgang" durch Biesenthal lohnt alle mal.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG