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16.09.2012 20:26 Uhr
Red. Eberswalde, eberswalde-red@moz.de

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Tiere am Zainhammer

Eberswalde (wer) Halb mürrisch, halb leidend und doch erstaunlich friedlich heben die Wasserschildkröten ihre Köpfe über den Betrachter. Das leuchtende Blau des Wassers zieht magisch an. Mit Pastellkreiden hat Catrin Sternberg die Tiere mit der unveränderlichen Mimik im Bild festgehalten. Sie gehören zu Dutzenden Lebewesen, die seit Sonnabend den Ausstellungsräume an der Zainhammer Mühle bevölkern.

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Vögel und andere Tiere: "Tierisch gut" kommt zur Vernissage gut an.Foto: Andreas Karpe-Gora"

© Andreas Karpe-Gora

"Tierisch gut" heißt die neue Schau der Mühlenkünstler, die sich mit ihren Kunstwerkzeugen schon vor zwei Jahren in den Eberswalder Zoo aufmachten. 2011 fanden die Ergebnisse Eingang in den traditionellen Mühlenkalender. Doch die Künstler wollten aus dem Thema noch mehr herauskitzeln. "Diese Ausstellung zeigt wieder das, was die Mühle eigentlich auch ist", sagt Vereinsvorsitzende Veronika Brodmann bei der Vernissage: "ein Haus für Jung und Alt, für Laien und für Profis" - in jedem Falle etwas für Menschen, die sich ausprobieren wollen.

Das beweist auch der starke Rückhalt für den Verein, wie er sich erst jüngst wieder beim Wettbewerb "Call for Members" zeigte. In dem ostdeutschlandweiten Wettstreit geht es um die Mitgliederwerbung von Kunst- und Kulturvereinen. Die Listen wurden Ende August geschlossen, Entscheidungen stehen noch aus. "Wir haben über 100 Neumitglieder", kann Veronika Brodmann aber jetzt schon sagen. "Und einige haben sich auch gleich in diese Ausstellung eingereiht." Eines der Neumitglieder ist Lisa Swodenk. Die 18-Jährige steuerte zur Tier-Schau Fotos bei. Einige sind im Zoo entstanden. "Meine Lieblingsmotive sind aber unsere Katzen", sagt sie.

Zu sehen sind auch Textilcollagen wie der märchenhafte Frottee-Fuchs von Heidrun Kröger, Zeichnungen, Drechselarbeiten, Acryl-Malereien oder Aquarelle. Auch die Holzkünstler haben zu tierischen Motiven gearbeitet.

Bei Petra Löfflad sind es langgestreckte und sich dem Zweidimensionalen annähernd flache Figuren mit schamanischen Anmutungen. Die etwa zwei Meter hohen Robinienskulpturen heißen "Adler-Spirit" und "Hirschkult". Ihr Atelier hat die 53-Jährige in Wandlitz, dennoch arbeitet sie häufig in der "Mühle". "Hier hat man die Werkstatt und den Austausch mit den Künstlern", sagt sie. "Es ist das, wovon man träumt."

"Tierisch gut" ist nun bis zum 7. Oktober zu sehen.

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