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Bildung von vier Regionen in Neuglobsow beschlossen

Kreissynode stellt die Weichen neu

Sabine Slatosch / 11.11.2012, 20:59 Uhr
Neuglobsow (MZV) Die Synode des Kirchenkreises Oberes Havelland beschloss am Sonnabend im Neuglobsower Stechlinsee-Center die Bildung von vier Regionen: Zehdenick-Gransee-Lindow, Oranienburg, Velten-Leegebruch (Südwest) und Templin. Damit ist die Trennung von Gransee und Zehdenick aufgehoben.

Grund für die Strukturveränderung ist nicht nur die extrem unterschiedliche Besiedlung zwischen Speckgürtel und ländlichen Gebieten im Norden des Kirchenkreises. Auch der Rückgang der Mitgliederzahl, nach deren Höhe sich die Zuweisungen für Personalkosten richten, schwindet stetig. "Wir kommen über die Grenzen der möglichen Stellen nicht hinaus", mahnte Dr. Christoph Poldrack, stellvertretender Superintendent.

Vorgesehen sei für den dünn besiedelten Norden jeweils eine Pfarrstelle für 550 Mitglieder und im Süden für 750 Mitglieder. In Gutengermendorf, Grüneberg, Falkenthal, Löwenberg und Herzberg werden jedoch aus vier Pfarrstellen 2,5. "Das sind pro Pfarrer 1 160 Gemeindeglieder - das ist eine zu starke Ausdünnung, das ist nicht gerecht", äußerte Pfarrer Hans-Joachim Vanselow (Falkenthal). Einen Kompromiss sah Ulrich Baller aus Herzberg in dem Zusatz, dass es lediglich "im Grundsatz" eine Aufteilung aller Bereiche geben soll. Damit entscheiden die Regionen selbst, welche und wie viele der zugewiesenen Stellen für Pfarrer, Kinderarbeit, Kirchenmusik oder Verwaltung besetzt werden und in welchen Orten. Über den Soll-Stellenplan entscheidet die Frühjahrssynode 2013.

Neben dem Beschluss über den Regional- und Rahmenstellenplan nahmen die 87 anwesenden Synodalen die Satzung über die Zusammensetzung der Kreissynode und des Kreiskirchenrates an. Unklarheiten und kontroverse Meinungen gab es zur Vorlage der Finanzsatzung. Die Annahme einiger Teilnehmer, dass die Kirchengemeinden keine Gewalt mehr über ihre Mieteinnahmen haben, bestätigte sich nicht. Wie zuvor bleiben 50 Prozent der Einnahmen in den Gemeinden mit der Auflage, sie zum Erhalt der Gebäude zu verwenden. Beschlossen wurde der Haushalt für 2013 mit einem Volumen von 3,2 Millionen Euro. (Oberhavel)

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