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Rückenwind fürs Museum

Uwe Spranger / 16.11.2012, 21:01 Uhr
Strausberg (MOZ) Eine Gruppe von Interessierten will am kommenden Sonnabend einen "Förderverein Luftfahrthistorisches Museum Strausberg" ins Leben rufen. Ziel ist es, das bereits existierende Museum besser ins Blickfeld zu rücken und auszubauen.

Klappen dürfte die Vereinsgründung aus der Sicht von Waldemar Schellin und Frank Kammler am nächsten Sonnabend auf jeden Fall. Die beiden rühren seit einiger Zeit die Werbetrommel für dieses Anliegen und haben schon einige Mitstreiter um sich scharen können. Dennoch hoffen sie, weitere Interessierte dafür zu begeistern, um die anstehende Arbeit auf mehr Schultern verteilen zu können. "Das geht ja schon mit den Öffnungszeiten des Museums los", sagt Schellin.

Vor allem aber geht es darum, den Bekanntheitsgrad der Einrichtung zu erhöhen. Die Ausstellungsfläche sei inzwischen gut gefüllt, das müsse aber "an die Leute gebracht werden", so der 55-Jährige. Das Problem hätten auch andere ähnlich geartete Museen. Durch "begleitende Aktivitäten" wie Konferenzen oder Sonderschauen könne man dem entgegenwirken.

Insbesondere Helmut Bukowski und Horst Kleest hätten schon viel getan, die Geschichte der Luftfahrt in Strausberg darzustellen und in Erinnerung zu behalten. Im heutigen Flugplatzmuseum, das seit 2008 in neuen Räumen gegenüber dem Tower untergebracht ist, wird ein inhaltlicher Bogen gespannt von Flugpionier Lilienthal und den Luftfahrtanfängen in Strausberg über die Friedrich-Flugzeugreparaturwerke, die Entstehung des Flugplatzes samt fliegerischen Aktivitäten von Beate Uhse, über die Nutzung zu DDR-Zeiten mit breiter Darstellung der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung (LSK/LV) nebst deren Kommando in der heutigen Barnim-Kaserne bis zur Bundeswehrnutzung und zum Verkehrslandeplatz Strausberg. Diese Arbeit gelte es im Sinne der Initiatoren zu bewahren und auszubauen, erklärt Schellin, der selbst etliche Jahre im Kommando LSK/LV tätig war.

Wie seine Mitstreiter hält der langjährige Strausberger dafür den geplanten "Förderverein Luftfahrthistorisches Museum" für äußerst hilfreich. Der Verein könne beispielsweise besser Sponsorengeld sammeln, weil er auch Spendenquittungen ausstellen kann. Zudem könnte er zusätzliche Ausstellungsstücke aus den Militärhistorischen Museen Dresden oder Berlin-Gatow beschaffen. Da stehe so einiges "im Keller", was sich für die Ergänzung der Strausberger Sammlung eigne, weiß der gebürtige Mecklenburger. Er kann sich vorstellen, auch außen Exponate hinzustellen. "Aber nicht die x-te Mig, sondern Sachen, die zur Vornutzung passen." Er hat zum Beispiel die tschechische L 410 der Verbindungsfliegerstaffel im Auge. "Die Museen stellen Leihgaben aber nur Vereinen zur Verfügung", fügt er hinzu.

Die Gründungsversammlung soll nun am 24. November um 14 Uhr im Tagungsraum des Abfertigungsgebäudes stattfinden. "Wir wollen nicht nur ehemalige Armeeangehörige ansprechen, sondern alle Flug- und Luftfahrtinteressierten", erklärt Schellin, der auf möglichst große Resonanz hofft. "Wenn wir uns jetzt nicht aufrappeln, wird es vielleicht nie was", ist ihm bewusst. Bereits ab 13 Uhr werde das Museum für Einblicke geöffnet.

Darüber hinaus machte er auf eine Sonderausstellung im kommenden Jahr zum 60. Jahrestag des Bestehens der Kaserne zwischen Hennickendorfer Chaussee, Bahn und Umgehungsstraße aufmerksam. Für die Gestaltung dieser Schau sind die Organisatoren auf der Suche nach weiteren Fotos, Erinnerungen und Exponaten.

Kontakt: Tel. 033436 39390

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