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Denkmalschutz als Konversionsbremse

Im alten Torpedowerk: Die Handwerkskammer Berlin hat den ehemaligen Militõrstandort an der Wandlitzer Chaussee erfolgreich zur Bildungsstõtte umgebaut. 22 Werkstõtten entstanden.
Im alten Torpedowerk: Die Handwerkskammer Berlin hat den ehemaligen Militõrstandort an der Wandlitzer Chaussee erfolgreich zur Bildungsstõtte umgebaut. 22 Werkstõtten entstanden. © Foto:
FRANK-OLAV SCHRÖDER / 16.10.2009, 08:22 Uhr
Bernau () Licht und Schatten liegen in Bernau dicht beieinander, wenn es um die zivile Nutzung ehemaliger Militärflächen, also um Konversion geht. Der erfolgreichen Entwicklung des Gewerbegebietes Rehberge, des Wohnstandorts an der Schwanebecker Chaussee und des Bildungs- und Innovationszentrums stehen die verwaisten Flächen am Schönfelder Weg und ebenfalls an der Schwanebecker Chaussee gegenüber. Bernau war dann auch gestern Gastgeber für die Abschlussveranstaltung des Konversionssommers 2009. 19 Städte haben sich in dem Forum für Konversion und Stadtentwicklung (FOKUS), der den Konversionssommer seit 1998 veranstaltet, zusammengefunden.

Rund 10 000 Hektar werden vom Land Brandenburg noch verwaltet. Flächen, die von der Bundeswehr aufgegeben werden, kommen noch hinzu. In Bernau spielen diese allerdings keine Rolle. Hier konnten Erfolge mit Hilfe der EU, des Landes und des Kreises erzielt werden, wie Bürgermeister Hubert Handke sagte. Anders als das Land habe die Stadt aber ihren Schwerpunkt, nicht auf den Verkauf, sondern auf die Entwicklung ihrer Militärflächen gelegt. Dafür wurde die stadteigene STAB-Gesellschaft gegründet. Die Anschubfinanzierung aus Haushaltsmitteln habe die Stadt inzwischen "fast vollständig erstattet" bekommen, beschrieb Handke den "Bernauer Weg als eine Erfolgsgeschichte".

Die mächtigen Bauten auf den ehemaligen Militärstandorten an der Schwanebecker Chaussee (Heeresbekleidungshauptamt) und am Schönfelder Weg (Heeresbekleidungsnebenamt) bereiten jedoch erhebliche Vermarktungsprobleme. Allein das Hauptgebäude des Hauptamtes hat eine Bruttogeschossfläche von 16 000 Quadratmetern. Haupthaus und seitliche Riegelbauten stehen unter Denkmalschutz, der die Vermarktung "sehr erschwere", so Marion Kozuskewicz von der Brandenburgischen Boden Gesellschaft. Nicht nur aus Sicht von Handke und anderen Bernauern ist die Denkmalschutzfrage zu klären. Rüdiger Platz, Vorsitzender des Eberswalder Unternehmerverbands, plädierte für den "Rückbau" angesichts des 20-jährigen Stillstands an der Haupteinfallsstraße von Bernau.

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