Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Zentrumsentwicklung: CDU mit neuen Vorschlägen

Patrik Rachner / 03.12.2012, 21:05 Uhr
Falkensee (MZV) Der CDU-Stadtverband Falkensee geht in Fragen der Zentrumsentwicklung erneut in die Offensive. Mit einem Vorschlag, den deren Vertreter als Diskussionsgrundlage sehen, soll neue Bewegung in den Prozess gelangen. Zuletzt herrschte weitgehend Ruhe, doch nachdem nun Daniela Zießnitz und Roger Lewandowski auf Distanz zum vom Bürgermeister eingebrachten Vorschlag gehen, wird sich das wohl ändern. Die zwei vorgelegten Varianten fußen auf drei Fundamenten.

Was passiert mit der alten Stadthalle, wie soll sich der Charakter der Innenstadt in den kommenden Jahren zum Positiven verändern? Das sind nur zwei Fragen, mit denen sich die Christdemokraten zuletzt und seit der Ideenkonferenz im vergangenen Jahr intensiv auseinandergesetzt haben. Herausgekommen sind aktuell eigene Eckdaten zur Zentrumsentwicklung und zum Einzelhandel im Bereich der Bahnhofstraße, wenngleich, so Roger Lewandowski, Vorsitzender des Stadtverbandes, "sie nicht in Stein gemeißelt sind". Ziel sei es, den Diskussionsprozess weiter am Laufen zu halten und die Bürger zu sensibilisieren. Sie sollen sich schließlich mit Ideen weiter einbringen.

Gleich drei zentralen Anliegen verfolgt die CDU unabhängig davon. So soll die alte Stadthalle auf jeden Fall abgerissen werden, das hören die Vertreter der Interessengemeinschaft Zentrum sicher nicht gern, und das Ensemble, bestehend aus einem "filigranen" neuen Gebäude, in dem kleinere Geschäfte, darunter etwa ein Café als Ort der Kommunikation und der Begegnung zum Verweilen einladen, dem Gutspark, die Kirche und die alten PGH-Gebäude (zu DDR-Zeiten Produktionsgenossenschaft Handel, heute privat genutzte Werkstätten), als Ankerpunkt am zu erhaltenen Angercharakter dienen. Laut Lewandowski wird "mit der gleichzeitigen Neugestaltung des Gutsparks der neue Stadtplatz, der im Übrigen auch ein Wasserspiel erhalten soll, das Zentrum beleben".

Aus verkehrspolitischer Sicht scheidet für die CDU allerdings die Verlängerung der Seegefelder zur Scharenbergstraße aus, stattdessen soll, so der zur Diskussion stehende Vorschlag, die Straße "Am Gutspark" verbreitert, 60 Parkplätze könnten entstehen, und als Einbahnstraße in Richtung Scharenbergstraße ausgebaut werden. Das hätte den Vorteil, dass auch die Bahnhofstraße entlastet werden könnte.

"Wir wollen auf jeden Fall den Platzcharakter erhalten. Damit scheidet für uns die vom Bürgermeister ins Spiel gebrachte Variante einer Verlängerung der Seegefelder Straße über den Platz aus", sagte die Fraktionsvorsitzende, Daniela Zießnitz, am Montag.

"Stattdessen sind ein oder zwei Gebäude vorstellbar, die sich in Richtung Gutspark öffnen sollen. Die Stadthalle ist unserer Ansicht nach nicht zu halten, auch wenn ich verstehen kann, dass sich einige Falkenseer das wünschen. Aber das Gebäude ist marode und entspricht nicht mehr heutigen Anforderungen für öffentliche Nutzungen. Der Aufwand, es wieder herzurichten, steht in keinem Verhältnis zu einer möglichen Nachnutzung" betonte sie.

Der Bau eines neuen Gebäude, das in Variante eins mit einem Innenhof, in Variante zwei mit zwei Innenhöfen ausgestattet sein soll und in Teilen die Form eines Trichters hätte, könnte von einem privaten Investor geleistet werden, allerdings nicht im Rahmen eines Ideenwettbewerbs, das wäre zu kostenintensiv, sondern gemäß eines Interessenbekundungsverfahrens, bei dem die Stadt ihre Vorstellungen vorgeben könnte. Die Varianten für die Bebauungspläne müssten zudem zur Auslegung gebracht werden. Damit man sich den Vorschlag auch bildlich vorstellen kann, will die CDU ihre Pläne mit Erläuterungen ab dem 15. Dezember auf ihre Homepage unter www.cdu-falkensee.de vorstellen. Das Mitdiskutieren sei ausdrücklich erwünscht.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG