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05.12.2012 20:03 Uhr

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Nofretete-Schau will neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen

Berlin (dapd) Vor der Eröffnung der Berliner Jubiläumsschau anlässlich des Fundes der Nofretete-Büste vor hundert Jahren wollen Wissenschaftler ein weiteres Detail über die ägyptische Königin aufgedeckt haben. Sie habe länger an der Seite ihres Mannes gelebt als bislang angenommen, sagte der Ägyptologe, Harco Willems, am Mittwoch im Berliner Neuen Museum bei der Pressekonferenz zur Ausstellung. Ab Freitag (7. Dezember) öffnet die Schau über die Amarna-Ära für Besucher.

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Ein Kameramann filmt die Büste der Nofretete am Mittwoch (05.12.12) in Berlin bei der Vorbesichtigung der Ausstellung "Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete" im Neün Museum.

© AP/Michäl Sohn

Willems zufolge wurden in antiken Steinbrüchen Ägyptens Notizen gefunden, die auf die Präsenz der Königin im 16. Regierungsjahr ihres Gemahls Echnaton hinweisen. Bislang habe es nur Hypothesen über das Leben Nofretetes nach dem zwölften Regierungsjahr gegeben, führte der Wissenschaftler von der belgischen Universität Löwen aus.

Bei den neuen Erkenntnissen berief sich der Forscher auf Grabungen in antiken Steinbrüchen in der Nähe der Stadt Achet-Aton, deren Ruinen Amarna bezeichnet werden. Es seien Steine gefunden worden, auf denen das Königspaar mit dem vier Jahre älteren Datum gemeinsam genannt ist. Pharao Echnaton regierte zwischen 1351 und 1334 vor Christus.

Steinmöbel, Säulen und Schmuck

1.300 Exponate, darunter Steinmöbel, restaurierte Säulen und Schmuck, erwarten den Besucher in der 820 Quadratmeter umfassenden Schau "Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete". Allerdings beleuchte sie nicht allein die Königin, sagte die Direktorin des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung, Friederike Seyfried. "Es geht um die Darstellung der Zeit, in der Nofretete gelebt hat."

Vor hundert Jahren - am 6. Dezember 1912 - war die Nofretete-Büste vom deutschen Archäologen Ludwig Borchardt in den Überresten einer Werkstatt des Bildhauers Thutmosis gefunden worden. Der Berliner Kaufmann James Simon hatte die Grabungen finanziert und die Büste sowie weitere Funde der Amarna-Grabungen im Jahre 1920 dem Ägyptischen Museum in Berlin geschenkt. Die Büste wurde erstmals 1923 dem Publikum gezeigt, seit 2009 ist sie im Neuen Museum zu sehen.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) bezeichnete auf der Pressekonferenz die deutschen Eigentumsansprüche an dem weltberühmten Stück als rechtmäßig. "Die rechtliche Grundlage ist die mit der ägyptischen Seite vereinbarte Fundteilung, die damals üblich war, und aufgrund derer viele bedeutende Exponate für die Nachwelt erhalten werden konnten", sagte er. Am Donnerstag sollte der Politiker die Ausstellung vor geladenen Gästen eröffnen. Die Ausstellung dauert bis zum 13. April 2013.

( Link zur Schau: http://www.imlichtvonamarna.de/ )

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