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01.01.2013 19:49 Uhr

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Rechtes Engagement in Sportvereinen registriert

Potsdam (dpa) Die Chefin des Verfassungsschutzes in Brandenburg hat Sportvereine aufgefordert, sich stärker mit dem Thema Rechtsextremismus auseinanderzusetzen. Neonazis versuchten, das Vereinsleben zu beeinflussen. "Der Sport hat sich lange Zeit sehr schwergetan, weil man sich für unpolitisch gehalten hat", sagte Winfriede Schreiber in einem Interview. "Mehr und mehr erkennen die Vereine, dass sie sich zur Demokratie bekennen müssen." Viele hätten inzwischen in der Satzung ein klares Bekenntnis verankert. Dies werde jedoch nicht immer konsequent in der Praxis umgesetzt - oft aus wirtschaftlichen Gründen.

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"Uns macht seit Jahren eine Fangruppe des Fußballclubs Energie Cottbus wegen ihrer rechtsextremistischen Bezüge erhebliche Sorge", erläuterte Schreiber. "Doch der Verein hat sich noch nicht durchringen können, deutlich dagegen vorzugehen. Da spielen sicherlich Dinge wie Jahreskarten oder Sponsorengelder eine Rolle." Jüngst ist insbesondere die Kickboxszene in der Lausitz wegen rechtsextremistischer Mitglieder in Verruf geraten. Laut Schreiber seien Mitglieder der mobilen Beratungsdienste derzeit in Cottbus im Kickboxverein im Einsatz, "um zu erreichen, dass man dort mit der notwendigen Sensibilität und Konsequenz an das Thema herangeht".

Während die NPD in Brandenburg kaum Fuß fassen kann, wächst die Neonazi-Szene laut Verfassungsschutz weiter. Im Jahr 2011 hatten die "Freien Kräfte" - parteiunabhängige, gewaltbereite Neonazis - etwa 410 Mitglieder. Diese Anzahl sei weiter gestiegen, sagte Schreiber.

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