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Auferstehungssinfonie läutet im Herbst Zusammenarbeit Vorpommern-Stettin ein

Deutsche-Polnische Theaterkooperation in Pommern vereinbart

Deutsche-Polnische Theaterkooperation in Pommern vereinbart
Deutsche-Polnische Theaterkooperation in Pommern vereinbart © Foto: dapd
dapd / 09.01.2013, 16:50 Uhr
Greifswald/Stettin (dapd) Mit der Aufführung von Gustav Mahlers großer Auferstehungssinfonie wollen das Theater Vorpommern und das Stettiner Musiktheater Opera na Zamku zum Auftakt der neuen Spielsaison im Herbst dieses Jahres eine bislang einzigartige deutsch-polnische Theaterkooperation einläuten.

Das aufwendige Werk werde von beiden Orchestern, dem Greifswalder Universitätschor sowie mehreren Chören beider Regionen auf die Bühnen in Stettin, Stralsund und Greifswald kommen, kündigte der Generalmusikdirektor des Theaters Vorpommern, Golo Berg, am Mittwoch bei der Unterzeichnung der Vereinbarung in Greifswald an.

Die zeitlich unbefristete Kooperation sieht unter anderem gemeinsame Vorstellungen der zwei Musiktheater sowie der Ballett- und Opernensembles, miteinander koordinierte Spielpläne und den Austausch von Inszenierungen vor. Darüber hinaus wollen beide Häuser im Werkstattbereich sowie bei der Vermittlung von Aushilfen zusammenarbeiten. Vorgesehen ist der gegenseitige Austausch von Ensembles und Solisten. Die Stettiner Opernchefin Angelika Rabizo kündigte einen Workshop für Solisten an, für den EU-Fördermittel beantragt würden.

"Rigoletto" und "Lohengrin" im gemeinsamen Spielplan

Die langfristig ausgelegte grenzüberschreitende Zusammenarbeit werde es beiden Theatern erstmals ermöglichen, große Aufführungen von überregionaler Bedeutung zu stemmen und dabei Kosten einzusparen, sagte der Intendant des Theaters Vorpommern, Dirk Löschner. Die Vorbereitungen seien bereits angelaufen. So wolle man anlässlich des 200. Geburtstags von Guiseppe Verdi im Oktober zusammen dessen tragische Oper "Rigoletto" inszenieren. Zudem werde die große Choroper "Lohengrin" von Richard Wagner gezeigt, dessen Geburtstag sich ebenfalls in diesem Jahr zum 200. Mal jährt.

Der Vizemarschall der Wojewodschaft Westpommern, Wojciech Druzdz, sagte, das Publikum dies- und jenseits der polnischen Grenze könne sich auf "große pommersche Kulturwerke" freuen, deren Realisierung auch über EU-Fonds umgesetzt werden könnten. "Die Stettiner dürfte sehr gespannt sein auf die vorpommerschen Künstler, und umgekehrt werden auch unsere Künstler ihren Platz auf den Bühnen zum Beispiel in Stralsund, Greifswald und Putbus finden."

Oberbürgermeister sieht neue Epoche der Kulturkooperation

Nach Einschätzung von Greifswalds Oberbürgermeister Arthur König (CDU) leitet der gemeinsame Theatervertrag eine neue Epoche in der Kulturkooperation beider Regionen ein. Er verwies auf bereits bestehende und erfolgreiche gemeinsame Projekte zwischen dem Pommerschen Landesmuseum Greifswald und dem Stettiner Nationalmuseum, den Universitäten Greifswald und Stettin sowie zwischen Kunstwerkstätten und Schulen. Zudem gebe es ein gemeinsames Musikschulzentrum mit Einrichtungen in Stralsund und Stargard Szczecinski (Stargard). Außerdem finde alljährlich im November in Greifswald das polnische Kulturfest polenmARkT statt.

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