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WSA kündigt Holzungsarbeiten in Nordend an / Alte Überführung verschwindet 2015

Startvorbereitungen für Brückenneubau

Wassertorbrücke Eberswalde  Nordened am 31.01.2013
Wassertorbrücke Eberswalde Nordened am 31.01.2013 © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Viola Petersson / 01.02.2013, 07:45 Uhr
Eberswalde/Niederfinow (MOZ) Mitte Dezember waren die finanziellen Mittel vom Haushaltsausschuss des Bundestages freigegeben worden. Und sogleich spuckten die Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Eberswalde (WSA) in die Hände. Um das schon vor 30 Jahren von "Geier Sturzflug" besungene Bruttosozialprodukt zu steigern und vor allem um zügig mit dem Neubau zweier Brücken über den Oder-Havel-Kanal zu beginnen.

Es geht um die Straßenbrücke in Eberswalde und um die Klosterbrücke bei Niederfinow. Beide sollen bis Ende nächsten Jahres ersetzt werden. Baurecht ist mit dem sogenannten Planfeststellungsbeschluss für das Projekt bereits geschaffen. Für kommende Woche kündigt das WSA entlang der L 200 (alte Bundesstraße 2) bei Eberswalde Holzungen an. Damit will der Bauherr Baufreiheit schaffen. Die Arbeiten an den zukünftigen Widerlagerstandorten der neuen Brücke werden durch die Firma Energieholzzentrum Schorfheide aus Groß Schönebeck realisiert, so Hartmut Purr vom WSA. Laut Baugenehmigung sind die Baumfällungen bis zum 28. Februar abzuschließen. Aufgrund der Holzung könne es an der L 200 zu kurzzeitigen Verkehrsbeeinträchtigungen kommen, bittet Purr um Verständnis. Jene Fläche, die für die Rampenführung der L 200 nördlich der Wasserstraße benötigt wird, befindet sich allerdings im Eberswalder Stadtforst, der die erforderlichen Rodungen in Abstimmung mit dem WSA in Eigenregie vornimmt.

Parallel dazu bereitet das WSA die Ausschreibungsunterlagen für den Neubau vor. Im Fall der Stadtbrücke reicht eine nationale Ausschreibung. Ziel sei ein Baustart Ende August, Anfang September, sagte Purr. Die neue Brücke entsteht westlich des jetzigen Bauwerkes, das nach dem Straßenumschluss Anfang 2015 abgerissen werde.

Die Klosterbrücke muss wegen des größeren Finanzvolumens EU-weit ausgeschrieben werden. Eine entsprechende Vorankündigung war noch vor Weihnachten erfolgt. Die Veröffentlichung der Ausschreibung selbst sei für Ende Februar geplant, so Tonio Mohn vom WSA. Bis voraussichtlich Anfang, Mitte April können Unternehmen ihre Angebote abgeben. "Ende Mai wollen wir den Auftrag vergeben, um dann im Juni loszulegen", umreißt Mohn die Terminkette. Das dortige Baufeld ist bereits beräumt worden - im Zuge des Kanalausbaus.

Wegen zu geringer Durchfahrtshöhen stellen die zwei Brücken auf der Verbindung Berlin - Stettin einen Engpass dar. Im Zuge des Neubaus des Schiffshebewerkes wurde der Ersatz geplant. Beide Bauwerke sollen zusammen rund 14,5 Millionen Euro kosten.

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